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Die Unternehmen hatten Mitte Juni 2026 Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Essen beantragt. Als Gründe wurden Lieferengpässe, geopolitische Unsicherheiten, Konsumzurückhaltung, steigende Mieten und inflationsbedingte Kostensteigerungen genannt.
110 Märkte hat die Baumarktkette Hellweg unter ihrem oder dem Namen BayWa betrieben. Doch steigende Kosten und Kaufzurückhaltung bedeuten das Ende. Nur für ein Drittel der Einrichtungen gibt es wohl eine Zukunft. Hundert verlieren ihren Job.
Die insolvente Baumarktkette Hellweg und ihr Tochterunternehmen BayWa Bau- & Gartenmärkte werden abgewickelt. Für 35 der mehr als 110 Filialen gibt es nach Unternehmensangaben voraussichtlich Käufer. Die Investoren sollen die jeweiligen Standorte und die dort beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernehmen. Der Erwerb steht laut Mitteilung teilweise noch unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Freigaben oder einer endgültigen Einigung mit den Vermietern.
Diese Filialen können wahrscheinlich fortgeführt werden:
Hellweg: Beckum, Berlin-Tiergarten, Berlin-Yorckstraße, Brandenburg, Dahlwitz-Hoppegarten, Dorsten, Dortmund-Hacheney, Dortmund-Kley, Essen-Borbeck, Essen-Rellinghausen, Falkensee, Halberstadt, Iserlohn, Mechernich, Münster-Gievenbeck, Potsdam, Schmalkalden, Steinfurt.
BayWa Bau & Garten: Backnang, Bad Tölz, Bad Urach, Balingen, Burghausen, Dillingen, Grafenau, Herrenberg, Murnau, Nördlingen, Pfarrkirchen, Poing, Schwabmünchen, Viechtach, Weil, Weinsberg, Wolfratshausen.
Die Marken Hellweg und BayWa sollen aufgegeben werden. Die Märkte werden von anderen Händlern fortgeführt. Namen der Erwerber wurden in der Mitteilung nicht genannt. Die Baumarktkette Obi kündigte an, bis zu zwölf Hellweg- und BayWa-Märkte in ihr Filialnetz integrieren zu wollen. Wer die übrigen Standorte übernimmt, ist offen.
Keine Lösung gibt es bislang für diese Märkte:
Hellweg: Ahaus, Ahrensfelde-Blumberg, Arnstadt, Aschersleben, Bad Kissingen, Bad Nenndorf, Berlin-Biesdorf, Berlin-Köpenick, Bocholt, Bochum, Bonn-Beuel, Borken, Bünde, Chemnitz III, Delitzsch, Deulowitz-Guben, Dillenburg, Dortmund-Wambel, Dülmen, Ennepetal, Essen-Kettwig, Freiberg, Greiz, Gronau, Groß-Umstadt, Hamm, Hattingen, Kreuztal, Langenhagen, Leimbach (Bad Salzungen), Leipzig, Lüdenscheid, Lutherstadt Eisleben, Mettmann, Monheim, Nordhausen, Quedlinburg, Recklinghausen, Rheda-Wiedenbrück, Rodewisch, Schwielowsee, Selm, St. Augustin, Staßfurt, Stendal, Wolfenbüttel, Wuppertal, Zeitz, Zwickau.
BayWa Bau & Garten: Bad Hersfeld, Bad Windsheim, Bindlach, Brackenheim, Diespeck, Dinkelsbühl, Ehrenkirchen, Freilassing, Fürth, Gaildorf, Günzburg, Gunzenhausen, Illertissen, Karlstadt, Kirchheim, Mering, Neuburg, Nürnberg, Passau, Reutlingen, Rothenburg, Schorndorf, Schrobenhausen, Simbach, Templin, Traunreut, Waldkirchen, Waldkraiburg, Würzburg.
Der Betrieb in den Filialen läuft noch weiter. Den betroffenen Beschäftigten wurde laut Mitteilung bereits gekündigt, "da nicht absehbar ist, für welche der verbliebenen Filialen noch eine Fortführungslösung gefunden werden kann". Gespräche mit potenziellen Erwerbern laufen noch. Findet sich kein Investor, müssen die Märkte bis Ende November voraussichtlich schließen. Wie viele Beschäftigte betroffen sein könnten, ist unklar. Pro Filiale arbeiten im Schnitt 30 bis 35 Menschen.
Mitte Juni 2026 hatten die Unternehmen beim Amtsgericht Essen Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Als Gründe für die Schieflage genannt wurden unter anderem Lieferengpässe, geopolitische Unsicherheiten, eine allgemeine Konsumzurückhaltung, steigende Mieten sowie inflationsbedingte Kostensteigerungen. Am 27. August eröffnete das Gericht die Verfahren. Zum Sachwalter bestellt wurde Rechtsanwalt Stefan Denkhaus.
Zuvor war bereits bekanntgeworden, dass rund 340 Beschäftigte in den Unternehmenszentralen der beiden Ketten in Dortmund und Garching ihre Arbeitsplätze verlieren.
Hellweg ist den Angaben zufolge vor allem in den Regionen Rhein-Ruhr und Berlin vertreten. Die Firma zählt 2900 Beschäftigte, BayWa Bau- & Gartenmärkte rund 1300. Hellweg hatte die vor allem in Süddeutschland vertretene Kette 2012 vom Agrarhandels- und Mischkonzern Baywa übernommen und durfte sie unter dem Namen BayWa weiterführen.
AI outlook — possibilities, not facts
Die übrigen 75 Filialen ohne Käuferperspektive schließen voraussichtlich bis Ende November 2026, falls keine Investoren gefunden werden.
Likely · Within months
Obi wird bis zu zwölf der zu verkaufenden Hellweg- und BayWa-Märkte in sein Filialnetz integrieren.
Possible · Within months

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