Hunger als Waffe: Nagende Gewalt
Quick Look
- Trotz völkerrechtlicher Verbote seit 1977 bleibt Hunger ein Instrument der Kriegsführung.
- Aktuelle Krisen in Jemen, Südsudan, Myanmar und Gaza sowie russische Blockaden gegen ukrainische Exporte verdeutlichen die anhaltende Relevanz dieses humanitären Problems.
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Why It Matters
Das Zweite Zusatzprotokoll der Genfer Konvention von 1977 verbietet das Aushungern von Zivilisten als Kriegsmethode.
Im Krieg ist Hunger normal. Das galt bis 1977 sogar im juristischen Sinne, denn erst seitdem verbietet das Zweite Zusatzprotokoll der Genfer Konvention das Aushungern von Zivilisten. Doch Papier ist geduldig und die Weltgemeinschaft schwach und oft desinteressiert.
Auch im 21. Jahrhundert ist der Hunger deshalb nicht besiegt. Ganz im Gegenteil gibt es nach wie vor Hungerkatastrophen als Resultat eines gezielten Nahrungsentzugs, aktuell etwa in Jemen, im Südsudan, in Myanmar oder in Gaza.
Auch die Blockade durch Russland, das die Ukraine am Export von Getreide und anderen Ernteerzeugnissen hindert, ist hier zu nennen – was dort hauptsächlich ökonomische Konsequenzen hat, führt anderswo auf der Welt zu Mangel und explodierenden Brotpreisen.
Open Questions
- Welche internationalen Sanktionen könnten gegen den Einsatz von Hunger als Waffe wirken?






