Huthi-Rebellen nehmen Hafenstadt Mokka ein – Saudi-Arabien kündigt Gegenmaßnahmen an
Quick Look
- Nach der Einnahme der strategisch wichtigen Hafenstadt Mokka durch Huthi-Rebellen kündigt Saudi-Arabien Gegenmaßnahmen an.
- Trump lehnte US-Militärschläge ab.
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Why It Matters
Huthis schalteten sich im März für Iran ein und verhängten im Juli Seeblockade gegen Saudi-Arabien.
Nach der Einnahme der strategisch wichtigen jemenitischen Hafenstadt Mokka durch die Huthi-Rebellen hat Saudi-Arabien Gegenmaßnahmen angekündigt. Das Königreich werde alle notwendigen Schritte ergreifen, um Angriffe der vom Iran unterstützten Rebellen abzuschrecken, hieß es. Der saudische UN-Botschafter Abdulasis Alwasil bekräftigte vor dem UN-Sicherheitsrat das Recht seines Landes, seine territoriale Unversehrtheit im Einklang mit der UN-Charta und dem Völkerrecht zu schützen.
Die Huthi hatten Mokka am Donnerstag eingenommen. Damit sind sie der Kontrolle über eine wichtige Zufahrt zum Roten Meer näher gekommen. Die Hafenstadt liegt rund 80 Kilometer von der Meerenge Bab al-Mandab entfernt. Über die Wasserstraße zwischen dem Roten Meer und dem Golf von Aden werden etwa zwölf Prozent des weltweiten Öls und andere Güter verschifft. Für die weltweite Energieversorgung hat die Route zum Roten Meer zusätzlich an Bedeutung gewonnen, seit der Iran nach Angriffen der USA und Israels im Februar den Schiffsverkehr durch die nahe gelegene Straße von Hormus beeinträchtigt.
Trump soll Bitte um Angriffe auf Huthis abgelehnt haben
Der UN-Sondergesandte für den Jemen, Hans Grundberg, warnte vor der »harten Realität« einer Rückkehr zum Krieg. In der Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats sprach er von einer »neuen und gefährlicheren Phase«. Bleibe diese Entwicklung ungebremst, würden ihre Folgen nicht auf den Jemen beschränkt bleiben.
Einem Medienbericht zufolge soll Saudi-Arabien auch die USA um Unterstützung gegen die Huthis gebeten haben. Der saudi-arabische Kronprinz Mohammed habe Trump am Donnerstag zweimal angerufen und zu Angriffen auf die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz aufgefordert, berichtete das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf zwei US-Regierungsvertreter. Trump habe die Bitte jedoch abgelehnt. Die US-Regierung beabsichtige derzeit nicht, direkt militärisch gegen die Huthis vorzugehen und wolle sich auf den Konflikt mit dem Iran konzentrieren. Eine Stellungnahme der USA und Saudi-Arabiens lag zunächst nicht vor.
Mehr Kämpfe
Die USA sind dem Axios-Bericht zufolge zwar besorgt über den wieder eskalierenden Konflikt im Jemen und weiteten ihre Unterstützung für Saudi-Arabien aus. Sie wollten jedoch eine direkte militärische Beteiligung vermeiden.
Die Huthis hatten sich im März aufseiten des Iran in den Krieg eingeschaltet und im Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verhängt. Zudem eskalierten zuletzt auch die Kämpfe zwischen Saudi-Arabien und den Huthis wieder. Saudi-Arabien löste am Donnerstag in der südwestlichen Stadt Chamis Muschait wegen Angriffen der Miliz mehrmals Luftalarm aus.
Open Questions
- Welche konkreten Gegenmaßnahmen wird Saudi-Arabien ergreifen?
- Reagiert die US-Regierung auf weitere Erhöhung des Drucks durch Saudi-Arabien?

