„Ich brauche das Geld nicht“, kündigt Sherrock an – und gewinnt 600.000 Euro
Fallon Sherrock gewinnt 600.000 Euro Preisgeld bei Netflix-Show „Beat Luke Littler“ in Manchester.
Quick Look
- Fallon Sherrock hat als 15.
- Herausforderin den Darts-Profi Luke Littler in der Netflix-Show „Beat Luke Littler“ besiegt.
- Sie sicherte sich damit ein Preisgeld von rund 600.000 Euro und setzte sich gegen den deutschen Kandidaten Jarod Becker durch.
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Why It Matters
Fallon Sherrock wurde durch ihre Siege bei der Darts-WM 2020 als erste Frau, die Spiele auf der größten Bühne gewann, bekannt. Das Event „Beat Luke Littler“ bot Teilnehmern ohne PDC-Tourkarte die Chance auf 501.000 Pfund Preisgeld.
Darts-Queen schlägt den zweimaligen Weltmeister: Fallon Sherrock hat Luke Littler bei seinem Mega-Event „Beat Luke Littler“ in Manchester besiegt – und kassiert damit knapp 600.000 Euro. Bei dem Event, das auf Netflix übertragen wurde, musste Sherrock Littler in einem Leg besiegen. Vor ihr waren bereits 14 Herausforderer gescheitert. Als 15. Teilnehmerin besiegte sie den 19-jährigen Darts-Überflieger schließlich mit einem 14-Darter, warf dabei eine 180 – und konnte ihr Glück kaum fassen.
Sherrock ist der breiten Masse durch ihre Siege bei der Darts-WM 2020 bekannt geworden. Als erste und bislang einzige Frau gewann sie damals Spiele auf der größten Darts-Bühne der Welt. Sie schlug im Alexandra Palace hintereinander Ted Evetts und Mensur Suljovic. Der Erfolg brachte ihr den Spitznamen „Queen of the Palace“.
Nun also der nächste aufsehenerregende Erfolg. Nach dem Triumph über Littler am Freitagabend stürmte ihr 2014 geborener Sohn auf die Bühne, um seine Mutter zu umarmen. Sherrock sagte mit Tränen in den Augen: „Das ist der Wahnsinn. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie viel mir das bedeutet. Und dass mein Sohn dabei war … es war das erste Mal, dass er überhaupt bei so einer Veranstaltung dabei war, und er hat gesehen, wie ich gewonnen habe.“
Das Konzept der Show: Bis zu 20 Gegner und Gegnerinnen konnten Littler herausfordern, ein Leg zu gewinnen und so das Preisgeld von 501.000 Pfund (rund 600.000 Euro) abzusahnen. Zum Vergleich: Das ist mehr Geld als der unterlegene Finalist bei der Darts-WM bekommt (400.000 Pfund). Nur der Weltmeister erhält mit einer Siegerprämie von einer Million Pfund mehr Geld.
Sherrocks Teilnahme sorgte im Vorfeld für Diskussionen. Das Format war eigentlich als Chance für Amateurspieler angekündigt. Sherrock passte da als regelmäßige WM-Teilnehmerin und Spielerin auf der Frauen-Tour für einige Fans nicht ins Bild. Netflix teilte jedoch mit: Jeder, der keine PDC-Tourkarte besitzt oder jemals besessen hat, darf mitmachen. Das trifft auf Sherrock zu.
„Ich brauche das Geld nicht“, sagte die gelernte Friseurin noch gegenüber der „Daily Mail“ bei den Castings für die Show in London. „Aber ich habe immer gesagt, dass ich mir mehr Möglichkeiten wünsche, den Frauensport zu fördern, und das ist die perfekte Gelegenheit dafür. Warum sollte man das nicht tun?“
Jarod Becker verliert Votum gegen Sherrock
Einem Deutschen wurde durch Sherrocks Teilnahme die Chance auf den großen Gewinn jedoch genommen. Jarod Becker war als möglicher Kandidat bestätigt worden, hätte sich aber noch in einem Fan-Votum durchsetzen müssen. Dort wurde er ausgerechnet gegen Sherrock gesetzt. Zwar trommelte die deutsche Darts-Szene gemeinsam für Becker, mehrere Profis posteten entsprechende Aufrufe, für den 23-jährigen Deutschen zu voten. Gegen die riesige Fanbase Sherrocks war aber kein Ankommen.
Open Questions
- Wie wird das Preisgeld für die Förderung des Frauensports konkret eingesetzt?


