AI-generated summary
August Hanning leitete den Bundesnachrichtendienst von 1998 bis 2005 und war danach Staatssekretär im Bundesinnenministerium. Anschließend wechselte er in die Privatwirtschaft und arbeitete als Sicherheitsberater.
Der unter Spionageverdacht stehende Ex-BND-Präsident August Hanning soll heute in Karlsruhe einem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs (BGH) vorgeführt werden. Unterdessen fordern Politiker von SPD und Grünen Konsequenzen und bringen ein Verbot von Anschlussjobs für ehemalige hohe Geheimdienstmitarbeiter ins Spiel.
Der Vizepräsident des Deutschen Bundestags, Omid Nouripour, sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Der Fall Hanning zeigt, wie sensibel privatwirtschaftliche Beratungsjobs ehemaliger höchster Geheimnisträger sind.“ Die Bundesregierung sollte Anschlussjobs von hohen Geheimdienstmitarbeitern prüfen und ihnen nach Ausscheiden aus dem Amt Lobby-Tätigkeiten im Sicherheitsbereich untersagen, forderte Nouripour.
Hanning war am Dienstag in Nordrhein-Westfalen festgenommen worden, die Bundesanwaltschaft wirft ihm geheimdienstliche Agententätigkeit, landesverräterische Ausspähung, Auskundschaften von Staatsgeheimnissen und versuchten Landesverrat vor.
Ein Ermittlungsrichter soll heute den Haftbefehl gegen Hanning verkünden und über eine Untersuchungshaft entscheiden. Hannings früherer Büroleiter beim Bundesnachrichtendienst (BND), Manfred D., war bereits am Vortag wegen Beihilfe zum versuchten Landesverrat und zur landesverräterischen Ausspähung in U-Haft gekommen.
Mitarbeiter soll Hanning 12 Jahre lang geheime Dokumente beschafft haben
Sie sollen den Angaben zufolge vermutlich 2010 vereinbart haben, dass der Ex-Büroleiter dem fünf Jahre zuvor aus dem Amt geschiedenen Hanning gegen Bezahlung fortlaufend wertvolle BND-Erkenntnisse besorgen solle. Diese Infos soll Hanning gewinnbringend bei seiner Beratertätigkeit verwertet haben. Nach dem Stand der Ermittlungen soll D. seinem früheren Chef bis Juni 2022 annähernd 2000 Dokumente zur Verfügung gestellt haben.
Demnach hätte Hanning über einen Zeitraum von möglicherweise zwölf Jahren über Informationen verfügt, die ausschließlich für interne Angelegenheiten des deutschen Auslandsgeheimdienstes gedacht waren. In einem Fall soll er geheime Informationen genutzt haben, um für den Mitarbeiter eines fremden nachrichtendienstlichen Sicherheitsapparates eine Analyse zu erstellen. „Ob das Produkt den Adressaten erreichte, ließ sich bislang nicht feststellen“, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Um welches Land es geht, blieb offen. Der Chef des Parlamentarischen Kontrollgremiums für die Nachrichtendienste, Marc Henrichmann (CDU), sagte dazu im ZDF-„heute journal“: „In Gänze wissen auch wir das noch nicht.“
Hanning leitete den Bundesnachrichtendienst von 1998 bis 2005, danach war er Staatssekretär im Bundesinnenministerium. Im Anschluss wechselte Hanning in die Privatwirtschaft und arbeitete als Sicherheitsberater.
Henrichmann forderte eine umfassende Aufklärung der Spionagevorwürfe. „Da gilt es jetzt, alles auf den Kopf zu stellen“, sagte der CDU-Politiker im ZDF-„heute journal“. Bei der Aufklärung dürfe man „keinen Stein auf dem anderen lassen“, betonte er auch in den ARD‑„Tagesthemen“. Die Frage, ob die vor Jahren verschärften Regeln für Funktionsträger nach Ausscheiden aus dem Amt ausreichten, beantworte er für sich mit „eher nein“.
AI outlook — possibilities, not facts
Der Ermittlungsrichter wird heute einen Haftbefehl gegen August Hanning verkünden und Untersuchungshaft anordnen.
Very likely · Within hours
Es wird eine politische Debatte über ein Verbot von Anschlussjobs für ehemalige hohe Geheimdienstmitarbeiter geben.
Likely · Within weeks
The federal cabinet has decided to increase social security contributions for high earners from 2027. The contribution assessment limits for health and pension insurance are rising significantly, which results in additional monthly costs of almost 102 euros each for employees and employers.
CDU general secretary Franziska Hoppermann sees the election of an AfD politician as state parliament president in Saxony-Anhalt as a serious blow for the CDU and calls for clarification about voting in the secret ballot.
The federal government is introducing new laws to punish digital violence, deepfakes and the possession of rape videos more harshly. The aim is to close legal gaps and specifically prosecute perpetrators.
The Bundestag Transport Committee has cleared the way for planning a new railway line between Hanover and Hamburg. Significant improvements to the existing route are also planned.
School protests in France continue after Tuesday's massive rallies, with blockades at schools and universities, including Sciences Po in Paris. Interior Minister Laurent Nuñez announced that he would suspend police use of stun grenades during student protests after a 15-year-old lost a hand in Lens. President Macron called for moderation and empathy in police operations. The government fears that the protests will spread to other areas due to high fuel prices and the cost of living, comparable to the yellow vest movement in 2019.
According to AfD state parliament President Rausch, four CDU MPs are said to have agreed to elect Ulrich Siegmund as Prime Minister of Saxony-Anhalt. CDU parliamentary group leader Schulze did not want to comment.