Ilse Aigner: Erste CDU-Ministerpräsidenten sprechen sich für CSU-Politikerin als Bundespräsidentin aus
Die Ministerpräsidenten von Thüringen und Sachsen sprechen sich für die bayerische Landtagspräsidentin als gemeinsame Kandidatin der Union aus.
Quick Look
- Die Ministerpräsidenten Mario Voigt (Thüringen) und Michael Kretschmer (Sachsen) unterstützen Ilse Aigner als gemeinsame Kandidatin der Union für das Bundespräsidentschaftsamt.
- Die Wahl findet am 30.
- Januar in der Bundesversammlung statt.
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Why It Matters
Die Bundesversammlung wählt am 30. Januar den Nachfolger von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. In der 77-jährigen Geschichte der Bundesrepublik gab es noch nie eine Bundespräsidentin. Alle zwölf bisherigen Staatsoberhäupter waren Männer. CDU, CSU und SPD haben eine Mehrheit von etwa 50 Stimmen in der Bundesversammlung.
Als erste CDU-Ministerpräsidenten unterstützen Thüringens Mario Voigt und Sachsens Michael Kretschmer die bayerische Landtagspräsidentin als Kandidatin der Union.
»Ich gehe davon aus und wünsche mir, dass Ilse Aigner am Montag unsere gemeinsame Kandidatin der Union wird«, sagte Kretschmer. Die Debatte müsse ein Ende haben. Die Kandidatin sollte breite Zustimmung über die Parteigrenzen hinweg haben. Das Amt des Bundespräsidenten sei kein Gegenstand parteipolitischer Taktik. »Es geht um eine Persönlichkeit, die unser Land zusammenführen kann.«
Zuvor hatte Voigt dem »Stern« gesagt: »Aus der Erfahrung und auch aus der über 20-jährigen Zusammenarbeit weiß ich, dass sie so tickt wie jemand, den Deutschland jetzt gerade braucht. Sie hat das Zeug zur Bundespräsidentin.« Voigt sagte, Aigner sei eine Frau, die das Land verbinden könne. Sie sei »nah dran« und habe sich selbst hochgearbeitet. »Ich glaube, das ist eine Erzählung, die kann es ganz gut gebrauchen im Land.«
CSU brachte Aigner ins Gespräch
Die CSU hatte Aigner bereits im April ins Gespräch gebracht und sich auf ihrem Parteitag in München vor knapp zwei Wochen auf sie festgelegt. SPD und Grüne haben ebenfalls Sympathien für die 61-jährige CSU-Politikerin erkennen lassen. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke von der SPD etwa sprach sich nun ebenfalls für Aigner aus. »Ilse Aigner bringt alles mit, was eine gute Bundespräsidentin ausmacht«, sagte Woidke dem Nachrichtenmagazin »Politico«: »Wenn Ilse Aigner vorgeschlagen wird, würde mich das sehr freuen.«
Nun kommt es nur noch darauf an, was die CDU macht. Und dabei spielen die Ministerpräsidenten und die anderen Landesvorsitzenden der CDU die entscheidende Rolle. Denn die Hälfte der Wahlleute in der Bundesversammlung, die am 30. Januar über die Nachfolge Steinmeiers entscheidet, kommen aus den Ländern. CDU, CSU und SPD haben eine Mehrheit von etwa 50 Stimmen.
In der 77-jährigen Geschichte der Bundesrepublik Deutschland gab es noch nie eine Bundespräsidentin. Alle zwölf bisherigen Staatsoberhäupter waren Männer. Es gab auch noch nie einen Bundespräsidenten, der aus der CSU kam. Sechs kamen aus der CDU, drei aus der SPD, zwei aus der FDP und mit Joachim Gauck war einer parteilos.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die CDU entscheidet sich für die Unterstützung von Ilse Aigner als gemeinsame Kandidatin der Union.
Likely · Within days
Ilse Aigner wird am 30. Januar in der Bundesversammlung zur Bundespräsidentin gewählt.
Possible · Within weeks
Open Questions
- Wann genau entscheidet die CDU über ihre Unterstützung für Ilse Aigner?
- Wird Ilse Aigner offiziell als gemeinsame Kandidatin der Union nominiert?
- Welche anderen Kandidaten könnten sich für das Amt des Bundespräsidenten bewerben?




