
Die Zinsen für zehnjährige Immobilienkredite erreichen den höchsten Stand seit der Finanzkrise. Das IW beobachtet sinkende Kaufpreise in Metropolen, während der Druck auf die Mieten weiter wächst.
Steigende Kreditzinsen führen laut Institut der deutschen Wirtschaft zu sinkenden Immobilienpreisen in deutschen Metropolen, während die Mieten bundesweit stark ansteigen, da zahlungskräftige Haushalte auf den Mietmarkt ausweichen.
AI-generated summary
Die Zinsen für zehnjährige Immobilienkredite sind laut IW auf den höchsten Stand seit der Finanzkrise 2009 gestiegen.
Frankfurt/Main. Stark gestiegene Kreditzinsen drücken dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) zufolge die Immobilienpreise in Metropolen, während die Mieten kräftig steigen. Im dritten Quartal kosteten Wohnungen in den sieben größten Städten Deutschlands fast ein Prozent weniger als ein Jahr zuvor und Häuser 2,3 Prozent weniger, wie eine Studie des IW zeigt. Besonders stark fielen demnach die Preise in Stuttgart mit 3,9 Prozent, Berlin mit 2,0 Prozent und in Köln mit 1,3 Prozent.
Deutschlandweit stagnierten die Preise für Wohneigentum. „Damit liegen die Preise gut zehn Prozent unter dem Höchststand von 2022“, schrieben die IW-Immobilienökonomen Michael Voigtländer und Pekka Sagner.
Mit Inflationssorgen und steigenden Leitzinsen haben Kreditzinsen stark zugelegt: Die durchschnittliche Verzinsung zehnjähriger Immobiliendarlehen kletterte nach Daten des Finanzierungsvermittlers Interhyp zuletzt auf rund 4,5 Prozent - der höchste Stand seit der Finanzkrise 2009.
Den Zinsanstieg spüren Haushalte, die einen Immobilienkredit aufnehmen. Bei einer Summe von 300.000 Euro und zwei Prozent Tilgung zahlten sie Anfang des Jahres rund 1.450 Euro pro Monat, rechnet das IW vor. „Heute sind es gut 1.600 Euro - an Plus von mehr als zehn Prozent.“
Auch Investoren mit viel Eigenkapital hielten sich zurück. Denn Staatsanleihen werfen mit Sorgen über hohe Schulden in Ländern wie Frankreich wieder mehr Rendite ab, sodass Immobilien als Investment an Attraktivität verlieren.
Grundlage der Studie sind Wohnungsinserate, die aus der Value-Marktdatenbank stammen, einem etablierten Informationssystem für die Wohnungswirtschaft. Die Daten bilden den öffentlichen Wohnungsmarkt laut IW repräsentativ ab.
„Zahlungskräftige Haushalte zurück auf dem Mietmarkt“
Anders als bei den Kaufpreisen habe der Aufwärtsdruck bei den Mieten zugenommen, analysiert das IW. Die Angebotsmieten stiegen demnach bundesweit um 4,5 und im Umland der Metropolen um 5,2 Prozent. In den Metropolen kletterten die Mieten um 3,8 Prozent und damit unterdurchschnittlich - mit Ausnahme von Hamburg: Dort stiegen die Mieten laut IW um fast sieben Prozent.
„Hohe Zinsen treiben zahlungskräftige Haushalte zurück auf den Mietmarkt“, sagt IW-Experte Voigtländer. Das erhöhe die Nachfrage, ohne dass das Angebot wachse. Hinzu kommen steigende Baukosten, da Bauen viel Energie verbrauche. Deshalb dürfte weniger gebaut werden, was die Mieten weiter in die Höhe treibe. „Der Staat sollte gegensteuern, etwa mit Bürgschaften für private Immobilienkredite. Das kostet wenig und stabilisiert den Markt.“
AI outlook — possibilities, not facts
Rückläufige Bautätigkeit durch steigende Baukosten und Zinsen
Likely · Within months

According to a Deloitte study, Munich is the most expensive metropolis in Europe for new apartments at 11,200 euros per square meter, overtaking Paris. Four German cities are among the top ten.

According to Deloitte, Munich is the most expensive city for new apartments in Europe at 11,200 euros per square meter. Hamburg, Frankfurt and Berlin are also in the top ten, while the number of apartment completions in Germany fell significantly.

A study by the German Economic Institute analyzes how the move out and sale of real estate by the baby boomer generation affects all 400 German districts and cities. While there is a risk of oversupply in structurally weak regions, the pressure in metropolises remains high.

According to an Interhyp study, 80 percent of 23 to 30 year olds in Germany want to own their own property. However, higher interest rates and the cost of living make this dream more difficult to achieve.

The new Greix rental price index from the IfW shows widely diverging asking rents in 37 German cities. Hamburg, Düsseldorf and Cologne are recording strong increases, while Berlin is increasing moderately. Munich remains the most expensive city.

Grand City Properties (GYC) has increased its stake in LEG Immobilien AG to 20.04 percent, making it the new major shareholder. Behind GYC is Aroundtown and investor Yakir Gabay. LEG shares reacted positively, while analysts are surprised.