Inflation in der Eurozone signalisiert weitere Zinserhöhungen
Quick Look
- Die Inflation in der Eurozone liegt bei 3,3 Prozent, getrieben durch steigende Energiepreise aufgrund des Iran-Kriegs und der Blockade der Straße von Hormus.
- Trotz Beschwichtigungen wird eine weitere Leitzinserhöhung durch die EZB und die US-Notenbank Fed erwartet, während die USA zusätzlich mit einer Vertrauenskrise und hoher Staatsverschuldung konfrontiert sind.
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Why It Matters
Die Inflation in der Eurozone liegt bei 3,3 Prozent, hauptsächlich getrieben durch steigende Energiepreise aufgrund des Iran-Kriegs und der Blockade der Straße von Hormus. Trotz Hinweise auf die Kerninflation wird eine weitere Zinserhöhung erwartet.
Eine Inflation von 3,3 Prozent in der Euro-Zone, das ist ein weiteres klares Alarmsignal – ähnlich wie in den USA, wo sich die Preissteigerungsraten ebenfalls hartnäckig auf hohem Niveau halten. Natürlich sind es in erster Linie die Energiepreise, die infolge des Irankriegs und der anhaltenden Blockade der Straße von Hormus sprunghaft angestiegen sind.
Beschwichtigungen, es handele sich nur um ein vorübergehendes Phänomen und es komme ohnehin auf die weniger schwankungsanfällige Kerninflation (ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise) an, sind in der jetzigen Lage dennoch fehl am Platz.
Dass sich vor allem der Energiepreisschock mit der Zeit im übrigen Spektrum der Preise widerspiegeln wird, daran besteht kaum Zweifel. Nimmt die Europäische Zentralbank ihr Mandat ernst, wird sie kaum um eine weitere Leitzinserhöhung in der kommenden Woche herumkommen, ebenso wie die US-amerikanische Fed, die Mitte September über ihren weiteren Kurs entscheidet.
Allerdings ist die Bedrohungslage diesseits des Atlantiks eine völlig andere als jenseits. Die USA erleiden eine Vertrauenskrise – nicht nur wegen der Zweifel, ob Kevin Warsh, der neue Fed-Chef, sich am Ende von dem zinspolitisch übergriffigen US-Präsidenten wirklich emanzipieren kann, sondern auch, weil Donald Trump derzeit ein ebenso einmaliges wie tollkühnes Schuldenexperiment durchexerziert. Eine Staatsverschuldung von mehr als 40 Billionen Dollar (fast 130 Prozent der Wirtschaftsleistung) und Haushaltsdefizite in der Größenordnung von sechs Prozent sind ein gefährliches Gemisch.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die Europäische Zentralbank wird in der kommenden Woche die Leitzinsen erhöhen.
Likely · Within days
Die US-Notenbank Fed wird Mitte September über ihren weiteren Kurs entscheiden.
Likely · Within weeks
Open Questions
- Wie stark wird die EZB die Leitzinsen tatsächlich anheben?
- Wie wird die US-Regierung auf die steigende Staatsverschuldung reagieren?
- Welche langfristigen Auswirkungen hat der Iran-Krieg auf die globalen Energiepreise?







