
Forsa-Umfrage: 58 Prozent haben sich im Alltag bereits eingeschränkt – jüngere Menschen und Geringverdiener besonders betroffen
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Der Ölpreisschock im Zuge des Irankriegs hat das Leben in Deutschland deutlich verteuert, im April könnte die Inflation weiter gestiegen sein. An diesem Mittwoch veröffentlicht das Statistische Bundesamt eine erste Berechnung dazu auf Basis vorläufiger Daten. Volkswirte halten es für möglich, dass die Teuerungsrate erstmals seit Ende 2023 wieder die Marke von drei Prozent überschritten hat. Schon jetzt zwingen die gestiegenen Preise laut einer Forsa-Umfrage viele Menschen zum Sparen. 58 Prozent der Befragten gaben bei der Befragung im Auftrag von RTL/ntv an, sie hätten sich zuletzt im Alltag eingeschränkt. 41 Prozent sagten, ihr Verhalten habe sich nicht wesentlich verändert. Besonders häufig sparen demnach Jüngere unter 30 Jahren sowie Menschen mit geringerem Einkommen. In der repräsentativen Umfrage wurden 1.005 Menschen am 24. und 27. April 2026 befragt. Der Krieg im Nahen Osten hat die Energiepreise nach oben getrieben, vor allem Sprit an der Tankstelle und Heizöl wurden erheblich teurer. Das katapultierte die Inflationsrate im März mit 2,7 Prozent auf den höchsten Stand seit Januar 2024. Im Februar dieses Jahres waren es noch 1,9 Prozent. Je höher die Inflationsrate, umso weniger können sich Verbraucherinnen und Verbraucher für einen Euro leisten. Weil teure Energie Produktions- und Transportkosten steigen lässt, könnten in der Folge die Preise für Lebensmittel, Restaurantbesuche und Dienstleistungen anziehen. Mit Beginn der Reisesaison dürften sich auch Flugtickets und Pauschalreisen verteuern.

Eine IW-Studie warnt: Ohne Zuwanderung droht ostdeutschen Flächenländern bis 2045 ein Rückgang der Erwerbsfähigen um über ein Fünftel. Dies gefährdet die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Dienstleistungsversorgung, während das Thema Migration den Landtagswahlkampf prägt.

Die KI-Technologie verändert die Wirtschaftsstruktur und bedroht den Sozialstaat. Europa muss seine Architektur anpassen, um die Finanzierung durch Lohneinkommen zu sichern und neue Einkommensquellen zu schaffen.

Die Inflationsrate in Deutschland ist im Mai auf 2,6% gesunken, hauptsächlich dank des Tankrabatts, während Experten vor einer trügerischen Ruhe warnen und weitere Preissteigerungen vorhersagen.

Eine Studie des ZEW zeigt, dass der Truppenabzug der USA in den 90ern zu langfristigen Wirtschaftsschäden in Deutschland führte, insbesondere in Regionen mit schwächeren Arbeitsmärkten.

Der Tankrabatt der Bundesregierung zeigt am ersten Tag Wirkung: Laut ADAC kostete E10 um 12.15 Uhr 2,076 Euro - 15,8 Cent weniger als Donnerstag zur gleichen Zeit. Diesel lag bei 2,177 Euro, 16,2 Cent unter dem Vor-Tag-Niveau. Vizekanzler Lars Klingbeil forderte die Mineralölkonzerne auf, die vollen 17 Cent an die Verbraucher weiterzugeben. Der Steuerrabatt von 16,7 Cent gilt seit Mitternacht und wird im Tagesverlauf zunehmend weitergegeben.

Die Inflation in Deutschland ist im April auf 2,9 Prozent gestiegen - den höchsten Wert seit Januar 2024. Grund ist der Iran-Krieg, der die Straße von Hormus blockiert und damit die Ölversorgung unterbricht. Energie verteuerte sich um 10,1 Prozent, Lebensmittel um 1,2 Prozent. Eine Zinserhöhung der EZB gilt als nahezu ausgeschlossen.