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Galeria hat in den letzten sechs Jahren vier Insolvenzanträge gestellt. Die Beschäftigten erhielten bei den letzten drei Insolvenzen bereits Insolvenzgeld in dreistelliger Millionenhöhe. Seit Sommer 2024 gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz.
Düsseldorf. Spätestens seit Freitag warten die Beschäftigten der 83 Galeria-Filialen sehnsüchtig auf Nachricht aus Nürnberg. Dort entscheidet die Bundesagentur für Arbeit (BA) darüber, ob die rund 12.000 Angestellten in den nächsten drei Monaten Insolvenzgeld erhalten oder nicht.
Unterdessen ist nun klar, dass es bei der Warenhauskette zumindest bis Mittwoch weitergehen wird – egal, wie die BA entscheidet. Wie das Handelsblatt aus unternehmensnahen Kreisen erfuhr, hat der bisher größte Kreditgeber, Gordon Brothers, dafür einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag bereitgestellt. Zudem habe der Insolvenzverwalter seine Geschäftspartner darüber informiert, dass die Finanzierung bis zum Mittwoch gesichert sei.
Der Unternehmensfinanzierer hatte bereits im Sommer eine Kreditlinie in Höhe von 160 Millionen Euro zugesagt. Ob die aktuelle Zahlung darüber hinausgeht oder dieses Volumen jetzt ausschöpft, blieb unklar. Gordon Brothers selbst wollte sich nicht dazu äußern.
Am 2. Oktober hatte das Warenhausunternehmen, das mittlerweile in Düsseldorf seinen Hauptsitz hat, den vierten Insolvenzantrag in sechs Jahren gestellt. Das Insolvenzgeld ist in vielen Verfahren ein wichtiges Instrument zur Finanzierung der Phase zwischen Antragstellung und offizieller Eröffnung des Verfahrens.
Vor einer Woche hatte das Amtsgericht Düsseldorf das vorläufige Insolvenzverfahren für die Warenhauskette Galeria angeordnet und Frank Kebekus zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Kebekus begleitete als Sachwalter schon die Insolvenzverfahren für den Konzern in den Jahren 2020 und 2022.
Die Beschäftigten von Galeria hatten bei den vergangenen drei Insolvenzen bereits einen dreistelligen Millionenbetrag an Insolvenzgeld bekommen. Dies wird aus einer Umlage bezahlt, die von der Gemeinschaft aller Arbeitgeber getragen wird.
Der Anspruch auf Insolvenzgeld entsteht allerdings erst mit der Eröffnung des Verfahrens und deckt die letzten drei Monate davor ab. Die BA zahlt aber erst rückwirkend bei der Insolvenzeröffnung.
Pünktlicher Lohn gelingt bis dahin nur über die Vorfinanzierung durch eine Bank, und die braucht die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit. Deshalb ist es so wichtig, dass die BA nicht nur das Insolvenzgeld, sondern auch die Vorfinanzierung genehmigt.
„So hart es für die Mitarbeiter ist, fände ich es konsequent, wenn die Insolvenzgeldvorfinanzierung in diesem Fall nicht genehmigt würde“, sagt Joachim Ponseck, Insolvenzrechtsexperte bei der Kanzlei Baker McKenzie in Frankfurt. „Andernfalls dürfte auch diesmal das Instrument genutzt und die Mehrzahl der Standorte erhalten werden, nur damit wir in kurzer Zeit die nächste Insolvenz sehen“, warnt er.
„Solche Ketteninsolvenzen wie bei Galeria sind stark durch die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes bedingt“, sagt der Experte. Im Grunde seien auch die Mitarbeiter bei den vergangenen Insolvenzen durch die Gewährung des Insolvenzgeldes ein Stück weit getäuscht worden, sagt Ponseck. „Ihnen wurde suggeriert, sie hätten einen langfristig sicheren Arbeitsplatz in einem zukunftssicheren Unternehmen“, kritisiert er. „Andernfalls hätten sich sicher noch mehr von ihnen für einen Wechsel in ein anderes Unternehmen entschieden.“
Seit der Antragstellung hatten sich viele Experten zu dem Thema Insolvenzgeld geäußert. Denn: Galeria befindet sich nach der zurückliegenden Insolvenz noch bis Mitte des kommenden Jahres in der sogenannten Planüberwachung. Dies ist ein Zeitraum nach der Insolvenz, in dem sich das Unternehmen bewähren muss.
Im Sommer dieses Jahres hatte ein Sprecher der BA gesagt, dass bei Unternehmen in dieser Planüberwachungsphase normalerweise kein Insolvenzgeld gezahlt werden könne. Allerdings könnte es Einfluss auf die Entscheidung haben, dass es sich bei Galeria aktuell um eine neue Gesellschaft handelt. Seit Sommer 2024 gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz, der 28,2 Prozent an dem Unternehmen hält.
Wie das Handelsblatt erfuhr, hatte die BA Nachfragen gestellt, die Insolvenzverwalter Kebekus bis Donnerstagnachmittag beantwortet hatte. Seitdem liegen die für eine Entscheidung über das Insolvenzgeld erforderlichen Informationen bereit, und es wird in Nürnberg beraten.
Zuletzt hatte Insolvenzverwalter Kebekus am vergangenen Mittwoch die Beschäftigten in einem rund 20-minütigen Online-Call über den Sachstand informiert, wie das Handelsblatt von Teilnehmern erfuhr. Kebekus habe den Beschäftigten gesagt, dass es unangenehm für sie werden würde, was sie über Galeria lesen würden. Aber er hatte ihnen offenbar zugleich Hoffnung gemacht und angedeutet, dass es auch dann weitergehen könne, wenn die BA kein Insolvenzgeld zahlen würde. In diesem Fall könne er das Geld anderswo beschaffen.
Weitere Details hatte er am Mittwoch nicht genannt. Und seitdem hat sich Kebekus nach Angaben von Mitarbeitern auch nicht mehr direkt an sie gewandt.
AI outlook — possibilities, not facts
Die Bundesagentur für Arbeit wird eine Entscheidung über das Insolvenzgeld für Galeria bis Mitte der Woche treffen.
Very likely · Within days
Falls die BA kein Insolvenzgeld genehmigt, wird der Insolvenzverwalter alternative Finanzierungsquellen suchen, um den Betrieb fortzusetzen.
Likely · Within days

The DAX is expected to be slightly below the previous day's level, while the IMF is raising its growth forecast for Germany to 1.3 percent. Investors are looking to the start of the US reporting season with banks and healthcare companies. Oil prices remain high after Houthi attacks on Riyadh, with Goldman Sachs raising December Brent forecast to $90. Asian markets weaken amid geopolitical tensions and falling US semiconductor stocks.

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The International Monetary Fund has more than doubled its growth forecast for the German economy in 2026 from 0.6 to 1.3 percent. The global economic outlook also improved slightly. The IMF sees a divided global economy due to the Iran war and the AI boom.

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An eventful week began on Wall Street with an inconsistent start for the US stock markets. Microsoft shares topped a key mark for the first time in about a year, while the Dow Jones rose slightly, the S&P 500 stagnated and the Nasdaq lost 0.4 percent. Oil prices rose again in the afternoon after Trump announced an immediate energy ceasefire between Russia and Ukraine, although Russia did not confirm it.