
Gewerkschaft kritisiert Unsicherheit für Beschäftigte nach erneutem Insolvenzantrag des Warenhauskonzerns
Nach dem vierten Insolvenzantrag von Galeria innerhalb von sechs Jahren fordert die Gewerkschaft Verdi schnelle Klarheit für die rund 12.000 Beschäftigten bezüglich ihrer Gehaltszahlungen und der Zukunft der 83 Filialen.
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Galeria hat am Freitag beim Amtsgericht Düsseldorf den vierten Insolvenzantrag innerhalb von sechs Jahren gestellt. Der Geschäftsbetrieb in den 83 Filialen läuft vorerst weiter.
Düsseldorf. Nach dem Insolvenzantrag des Warenhausunternehmens Galeria fordert die Gewerkschaft Verdi die Verantwortlichen des Verfahrens auf, rasch Klarheit zu schaffen. Für die Beschäftigten sei weiterhin unklar, ob ihr Gehalt durch Galeria abgesichert sei oder Insolvenzgeld gezahlt werde, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Silke Zimmer. „Wir fordern, dass diese offenen Fragen von den zuständigen Stellen schnellstmöglich geklärt werden.“
Zimmer bezeichnete die Situation bei Galeria als schwierig. „Entscheidend ist für uns, dass die Beschäftigten verlässlich und direkt informiert werden, wie es weitergeht.“ Sie fürchteten um ihre eigene Existenz und die ihrer Familien. „Es darf nicht sein, dass die Beschäftigten die Fehler der Chefetagen austragen müssen.“ Die Verantwortlichen müssten jetzt zusammen mit Belegschaft und Betriebsräten an einer tragfähigen Perspektive arbeiten.
Galeria hatte am Freitag beim Amtsgericht Düsseldorf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Es ist der vierte Insolvenzantrag des Unternehmens binnen sechs Jahren. Ob und welche Standorte schließen müssen, ist offen. Der Geschäftsbetrieb in den 83 Filialen läuft vorerst weiter.
Ob die rund 12.000 Beschäftigten Insolvenzgeld erhalten, ist bislang offen. Über die Bewilligung entscheidet die Bundesagentur für Arbeit – wann, ist unklar. Das Amtsgericht Düsseldorf hat inzwischen das vorläufige Insolvenzverfahren für Galeria angeordnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt wurde der Rechtsanwalt Frank Kebekus.
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