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Die Wahl in Sachsen-Anhalt zeigt ein starkes Ergebnis für die AfD, das internationale Medien mit historischen Vergleichen zur NS-Zeit verbinden. Die Partei hat von wirtschaftlicher Unzufriedenheit und steigenden Energiepreisen profitiert.
Die internationale Presse reagiert bestürzt auf das starke Abschneiden der rechtsextremen AfD in Sachsen-Anhalt – und verweist auf historische Zusammenhänge. Die New York Times (NYT) sieht die Möglichkeit, »dass die extreme Rechte zum ersten Mal seit dem Ende der Nazizeit in einem Teil des Landes die Macht übernehmen könnte«. Unabhängig davon, ob die AfD an die Macht komme oder knapp daran scheitere – »das prognostizierte Ergebnis erschüttert bereits jetzt das politische Establishment des Landes«, schreibt die NYT, die die Wahl in einem eigenen Liveblog prominent auf ihrer Seite begleitete.
Die britische Financial Times spricht von einem schweren Rückschlag für die etablierten politischen Parteien, die Times von einer »persönlichen Demütigung« für Bundeskanzler Friedrich Merz, »dem geraten worden war, den Wahlkampf fast gänzlich zu meiden – aus Angst, seine persönliche Unbeliebtheit könnte der AfD Auftrieb geben«.
Für den Standard aus Österreich markiert dieser Sonntag den »völligen Absturz der CDU«. Ein klareres Votum als dieses »gegen die Weiter-wie-bisher-Politik« sei undenkbar. »Noch nie, seit Deutschland von den rechtsextremen Nationalsozialisten befreit wurde, waren Rechtsextreme so nah daran, eine Regierung zu übernehmen«, schreibt der Standard. »Was in Sachsen-Anhalt seinen Höhepunkt erreicht hat, wird nicht in Sachsen-Anhalt enden.«
Die AfD habe von der Frustration über eine schwächelnde Wirtschaft und steigende Energiepreise profitiert, analysiert die belgische Zeitung De Tijd. In den Niederlanden stellt de Volkskrant die Frage, ob CDU-Ministerpräsident Sven Schulze »dieses Wahlergebnis politisch überleben wird«.
Sollte AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten gewählt werden, wäre das ein »seit dem Zweiten Weltkrieg beispielloses Ereignis in Deutschland«, schreibt die brasilianische Tageszeitung Folha de São Paulo. Siegmund habe »einen populistischen Wahlkampf auf TikTok geführt und dabei emotionale Erinnerungen an die ehemalige DDR geweckt«.
AI outlook — possibilities, not facts
Die AfD wird versuchen, die Regierung in Sachsen-Anhalt zu bilden.
Likely · Within weeks
Die CDU wird ihre Führungsspitze hinterfragen und mögliche personelle Konsequenzen ziehen.
Likely · Within months
After the AfD election victory in Saxony-Anhalt, Hessian politicians reacted: CDU Prime Minister Boris Rhein thanked Sven Schulze for the election campaign, while the Hessian AfD celebrated the success as a "tremendous success" and the SPD state leader Sören Bartol spoke of a turning point and warned of right-wing extremism.

After a long election evening in Saxony-Anhalt, the BSW has just exceeded the five percent hurdle and is entering the state parliament with five seats, which could give the AfD a possible majority in the prime ministerial election.

After the state elections in Saxony-Anhalt, Ulrich Siegmund celebrates the historic AfD success of 44 percent with his wife Julia on the stage of the Old Theater in Magdeburg, although it narrowly missed an absolute majority.

The AfD won the state elections in Saxony-Anhalt, but does not have an absolute majority. Four scenarios are being discussed as to how the party could still come to power: a missed BSW entry, a coalition with the BSW, an abstention from the BSW in the third ballot or defections from other parties.

The AfD won the parliamentary elections in Saxony-Anhalt by a narrow margin, but a single government seems unlikely.The CDU suffered its worst result in history and faces internal conflicts while government formation appears complicated.
The acting SPD state leader Alexander Schweitzer described the AfD election victory in Saxony-Anhalt as fatal and warned of further loss of trust in politics. The Green party leader Katrin Eder called the result shocking and called for an examination of a possible AfD ban, citing the historical experience with the NSDAP.