
Hochrangige Unterhändler aus Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan beraten in Teheran über regionale Sicherheit, während Huthi-Angriffe und Spannungen anhalten.
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Die Region erlebt eine Zunahme von Huthi-Angriffen auf Saudi-Arabien und Spannungen zwischen dem Iran und westlichen Mächten. Ein UN-Waffenstillstand von 2022 wurde durch erneute Kämpfe weitgehend aufgehoben.
Vor dem Hintergrund diplomatischer Bemühungen hat Irans Präsident den Emir von Katar getroffen. Massud Peseschkian und Katars Emir Tamim bin Hamad sprachen am Rande eines Wirtschaftsgipfels in Moskau, wie die Regierung in Teheran mitteilte. Dabei ging es den Angaben nach zunächst um bilaterale Themen. Berichten zufolge will Peseschkian bei seinem Russland-Besuch auch Kreml-Chef Wladimir Putin treffen.
Seit einigen Wochen gibt es angesichts der Befürchtung neuer Angriffe der USA und Israels auf den Iran diplomatische Bemühungen. Die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran stecken seit Monaten in einer Sackgasse. Am Montag waren – wie berichtet – in Teheran zuvor Vertreter aus Saudi-Arabien, Pakistan und der Türkei mit der iranischen Staatsspitze zusammengekommen.
Die jordanische Luftwaffe hat nach Regierungsangaben mehr als 20 Kämpfer der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Südsyrien getötet. Bei dem Einsatz seien „bekannte zivile Gebiete“ vermieden worden, erklärt der jordanische Kommunikationsminister Mohammed al-Momani. Die Angriffe in der Nacht zum Dienstag seien in Abstimmung mit Damaskus erfolgt. Die syrischen Behörden sprechen dagegen von sieben getöteten Menschen, darunter drei Kinder und eine Frau.
Die Hoffnung auf diplomatische Fortschritte im Nahost-Konflikt führt auch am Dienstag zu einem leichten Rückgang der Ölpreise. Der Preis für die Öl-Sorte Brent zur Lieferung im Dezember liegt 0,8 Prozent tiefer unter 115 Dollar pro Barrel. Öl der Sorte WTI liegt knapp über der 100-Dollar-Marke. Bereits am Vortag waren die Preise leicht gefallen.
Händler verweisen am Dienstag erneut auf das Treffen der Mekka-Pakt-Staaten am Vortag in Teheran und erfolgte Gespräche mit dem iranischen Regime.
Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition im Jemen hat nach eigenen Angaben mehrere von den Huthi-Rebellen abgefeuerte Raketen und Drohnen abgefangen und zerstört. Die vom Iran unterstützte Gruppe habe drei ballistische Raketen auf die östliche Region Saudi-Arabiens sowie vier Drohnen auf den Süden des Landes gerichtet, teilte das Bündnis am Dienstag mit. Der saudische Zivilschutz gab zunächst Frühwarnungen vor einer möglichen feindlichen Bedrohung für die betroffenen Gebiete heraus. Später hieß es, die Gefahr in beiden Regionen sei vorüber.
Der Konflikt zwischen dem Königreich und den Huthi hat sich zuletzt wieder verschärft. Saudi-Arabien hat seine Angriffe auf die Gruppe intensiviert, seit diese im vergangenen Monat strategisch wichtige Gebiete an der jemenitischen Küste des Roten Meeres eingenommen hat. Dabei rückten die Huthi in Richtung der Meerenge Bab al-Mandab vor. Diese ist eine zentrale weltweite Schifffahrtsroute für die Ölproduzenten am Golf und liegt von der Straße von Hormus aus gesehen auf der anderen Seite der Arabischen Halbinsel. Die erneuten Kämpfe haben einen von den Vereinten Nationen vermittelten Waffenstillstand aus dem Jahr 2022 zunichte gemacht. Dieser hatte die Angriffe zwischen der von Saudi-Arabien geführten Koalition, die die international anerkannte Regierung des Jemen unterstützt, und den Huthi, die die Hauptstadt Sanaa kontrollieren, weitgehend gestoppt.
Der Iran tauscht nach Angaben von Außenministeriumssprecher Ismail Baghai über Vermittler weiter Nachrichten mit den USA aus. Am Wochenende erklärte Baghai, die Islamische Republik habe das Fenster für Diplomatie nicht geschlossen. Washington halte jedoch an einseitigen Forderungen fest. US-Präsident Donald Trump und andere Vertreter der US-Regierung sprächen wiederholt von einer „vollständigen Kapitulation“, die kein Iraner akzeptiere.
Der Iran, Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan haben sich auf die Fortsetzung von Gesprächen über eine engere Zusammenarbeit verständigt. Dabei solle es insbesondere um Frieden und Sicherheit in der Region gehen, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna am Montag.
Zu dem ersten gemeinsamen Treffen der vier Staaten in Teheran hatte Mohsen Resai eingeladen, der Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats. Für Saudi-Arabien nahm Verteidigungsminister Chalid bin Salman teil, Pakistan wurde von Armeechef Asim Munir vertreten, für die Türkei reiste Geheimdienstchef Ibrahim Kalin an. Wann und wo die nächsten Gespräche stattfinden sollen, ging aus dem Irna-Bericht nicht hervor.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat vor einer Wiederaufnahme der Angriffe auf den Iran gewarnt. In einer Fernsehansprache erklärte er am Montag, erneute Angriffe würden die Region destabilisieren und auch Ländern schaden, die nicht an dem Konflikt beteiligt seien. Bereits Berichte über mögliche Angriffe hätten die Spritpreise steigen lassen.
Die Huthi haben Truppen der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition gegen die Miliz einen Angriff auf ein Krankenhaus in der jemenitischen Hafenstadt Mokka am Roten Meer vorgeworfen. Das Gesundheitsministerium der Miliz erklärte am Montag, dabei seien schwere Schäden entstanden. Ob es Opfer gab, teilte das Ministerium nicht mit. Beweise für den mutmaßlichen Angriff legte es nicht vor. Die Huthi hatten Mokka im September eingenommen.
Das Ministerium erklärte zudem, saudische Truppen hätten am Sonntag ein Kinderkrankenhaus in der Provinz Tais angegriffen. Auch dabei seien Schäden entstanden.
Zwei Einwohner Mokkas, die anonym bleiben wollten, sagten der Nachrichtenagentur AP am Montag, das Allgemeine Krankenhaus der Stadt und mindestens zehn Häuser seien beim Einschlag einer Rakete in ein vierstöckiges Wohnhaus beschädigt worden. Die AP konnte die Angaben nicht unabhängig überprüfen. Ob es sich um denselben Vorfall handelte, auf den sich das Huthi-Ministerium bezog, blieb unklar.
Die Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben mit ballistischen Raketen Stellungen der von Saudi-Arabien unterstützten Regierungstruppen angegriffen. Die Angriffe hätten sich gegen Truppenansammlungen und Waffenlager in den Provinzen Aden und Lahdsch gerichtet, erklärte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari am Montag.
Die international anerkannte Regierung des Jemens hatte der Miliz am Sonntag vorgeworfen, Vertriebenenlager am Rand der Stadt Aden attackiert zu haben.
Die Hisbollah-Miliz im Libanon hat sich dortigen Sicherheitskreisen zufolge in den vergangenen drei Monaten auf eine mögliche Wiederaufnahme der Kämpfe mit Israel vorbereitet. Das erfuhr Reuters von mehreren Insidern, die mit der Aktivität der radikal-islamischen Organisation vertraut sind.
Demnach hat die schiitische Hisbollah eine finanzielle Unterstützung von mehreren zehn Millionen Dollar aus dem Iran erhalten, um ihre militärischen Fähigkeiten zu stärken. Die Mittel würden für die Wiederbewaffnung eingesetzt, sagten mehrere Insider. Der Schwerpunkt liege auf der Beschaffung von Sprengstoff und der Herstellung von Drohnen, die gegen israelische Stellungen eingesetzt werden könnten. Zudem würden Kommando- und Kontrollstrukturen wiederhergestellt, die in früheren Gefechten zusammengebrochen seien.
Der pakistanische Militärchef Asim Munir, der saudische Verteidigungsminister Chalid bin Salman und der türkische Geheimdienstchef Ibrahim Kalin sind zu einem Treffen mit dem iranischen Militärchef Mohsen Resaei in Teheran zusammengekommen. Das teilte die pakistanische Senatorin Sehar Kamran am Montag auf der Plattform X mit. Eine konstruktive Beteiligung des Irans könnte dabei helfen, auf Bedrohungen für die Sicherheit Saudi-Arabiens einzugehen und Gefahren für die für die Energieversorgung wichtigen Meerengen Bab al-Mandab und die Straße von Hormus zu reduzieren, erklärte Kamran.
Munir hatte bereits vergangene Woche Teheran besucht, um die Gespräche zwischen den USA und dem Iran wieder in Gang zu bringen. Dabei ging es auch um andauernde Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen auf Saudi-Arabien.
Das ägyptische Parlament hat Präsident Abdel Fattah al-Sisi ermächtigt, Maßnahmen zur Unterstützung Saudi-Arabiens bei der Verteidigung des Königreichs zu ergreifen. Das berichteten übereinstimmend mehrere staatsnahe Medien.
Die Zustimmung sei mit einer Zweidrittelmehrheit erfolgt, berichtete die ägyptische Nachrichtenseite „Youm7“. Voraussetzung für eine mögliche militärische Unterstützung sei demnach eine Abstimmung mit Saudi-Arabien und eine entsprechende Bitte Riads. Der Entscheidung gingen mehrere Tage nichtöffentlicher Beratungen im Parlament über den Umfang einer möglichen militärischen Unterstützung voraus.
Hochrangige Unterhändler aus Saudi-Arabien, Pakistan und der Türkei sind zu Gesprächen im Iran eingetroffen. Saudi-Arabiens Verteidigungsminister Chalid bin Salman, der pakistanische Armeechef Asim Munir und der türkische Geheimdienstchef Ibrahim Kalin wollten am Montag in Teheran über Wege beraten, eine erneute Eskalation zwischen dem Iran, Israel und den USA zu verhindern, sagten zwei Regierungsvertreter aus der Region. Katarische Vermittler, die sich mit den USA abgestimmt haben, waren bereits am Sonntag in Teheran.
Ziel ist den Angaben zufolge ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran. Auf der Tagesordnung stünden aber auch der Bürgerkrieg im Jemen und die Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen auf Saudi-Arabien, hieß es. Ein iranischer Regierungsvertreter bestätigte die Ankunft der Unterhändler. Saudi-Arabien teilte mit, die Delegationen hofften, „Wege zu finden, um die Spannungen abzubauen, die regionale Sicherheit zu stärken und die Stabilität zu fördern“.
Israel hat laut Verteidigungsminister Israel Katz keine Pläne für einen Angriff auf den Iran vor der israelischen Parlamentswahl an diesem Dienstag. Katz reagierte damit auf einen Medienbericht über angebliche schwere Meinungsverschiedenheiten zwischen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Militärchef Ejal Zamir mit Blick auf den Iran. „Ich stelle unmissverständlich klar, dass Israel zu keinem Zeitpunkt die Absicht hatte, vor den Wahlen in Israel einen Angriff auf den Iran zu initiieren“, erklärte der Minister auf der Plattform X. „Zugleich haben wir deutlich gemacht, dass wir mit großer Härte reagieren werden, sollte der Iran Israel angreifen.“
Der israelische TV-Sender N12 hatte am Sonntagabend berichtet, zwischen Netanjahu und Generalstabschef Zamir sei es zu einem heftigen Konflikt über eine geplante militärische Maßnahme gekommen, die kurz vor der Wahl eine Eskalation mit dem Iran auslösen könnte. Zamir habe vor der Umsetzung eine eingehende Beratung sowie eine schriftliche juristische Absicherung verlangt. In der Armeeführung gebe es demnach Befürchtungen, Netanjahu könnte den Konflikt mit dem Iran für innenpolitische Zwecke nutzen. Netanjahu dementierte den Bericht.
Spitzenvertreter der Mekka-Pakt-Staaten Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan werden nach iranischen Angaben im Tagesverlauf zu Beratungen über den Konflikt in Nahost in Teheran erwartet. Der saudiarabische Verteidigungsminister Prinz Chalid bin Salman, Pakistans Armeechef Asim Munir und der türkische Geheimdienstchef Ibrahim Kalin würden zu Konsultationen in die iranische Hauptstadt kommen, teilte der stellvertretende Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats der Islamischen Republik, Ali Bagheri Kani, am Montag im Staatsfernsehen mit.
Insidern zufolge soll es bei den Gesprächen um die regionale Sicherheitslage gehen. Bestätigungen aus Riad, Islamabad und Ankara lagen zunächst nicht vor. Es wäre der erste hochrangige Kontakt zwischen der Führung in Teheran und dem neuen Verteidigungsbündnis, seit Saudi-Arabien verstärkt von den mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen aus dem Jemen angegriffen wird.
Die Reise ist der erste offizielle Besuch des saudischen Verteidigungsministers, der Bruder von Kronprinz Mohammed bin Salman ist, in Teheran seit über einem Jahr und findet vor dem Hintergrund einer Eskalation des Bürgerkriegs im Jemen statt, in dem Riad und Teheran gegnerische Seiten unterstützen. Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Kräfte haben in den letzten Wochen Raketen und Drohnen auf das Königreich abgefeuert, wobei Dutzende Menschen getötet und Hunderte verletzt wurden.
Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen melden Angriffe auf saudische Ölanlagen und den Flughafen der Hauptstadt Riad. Saudi-Arabien hat die Angriffe bisher nicht bestätigt. Zuvor meldete die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition die Zerstörung von zwei Abschussrampen für ballistische Raketen in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa. Von einer der Rampen sei eine Rakete auf Riad abgefeuert worden, die nach Angaben des Bündnisses jedoch abgefangen wurde.
Nach dem tödlichen Angriff auf eine Kirche in Jordanien am Freitag haben die Sicherheitskräfte einem Bericht des Staatsfernsehens zufolge drei Verdächtige festgenommen. Die Männer versteckten sich nach Angaben der Sicherheitsbehörden in einem verlassenen Haus und eröffneten das Feuer auf die Beamten. Diese erwiderten die Schüsse und nahmen die verletzten Verdächtigen fest. Bei dem bewaffneten Angriff auf eine Trauerfeier in der Provinz Karak waren neun Menschen ums Leben gekommen, 40 weitere wurden verletzt.
Die Zahl der Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus und den angrenzenden Gewässern hat nach Angaben eines US-Forschungsinstituts im Oktober ein Rekordhoch erreicht. In diesem Monat wurden 28 Angriffe registriert. Seit Beginn des Krieges der USA und Israels mit dem Iran Ende Februar seien es damit 113 Vorfälle, so das Washington Institute for Near East Policy. Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters auf Basis von Daten der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) zufolge wurden dabei mehr als 30 Supertanker beschädigt. Dies entspricht etwa 3,5 Prozent der weltweiten Flotte.
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Fortsetzung der diplomatischen Konsultationen zwischen Iran, Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan.
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