
Die US-Regierung erhöht den Druck auf Verbündete, an einem „Wirtschaftskrieg“ gegen Iran mitzuwirken. Teheran spricht von einem Bruch internationaler Rechtsprinzipien.
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Die US-Regierung verschärft den Druck auf Iran durch angekündigte Sekundärsanktionen und eine Seeblockade.
Die US-Regierung erhöht den Druck auf Verbündete, an einem „Wirtschaftskrieg“ gegen Iran mitzuwirken. Teheran spricht von einem Bruch internationaler Rechtsprinzipien.
Der von den USA angekündigte „Wirtschaftskrieg“ gegen Iran wäre nach Überzeugung der Führung in Teheran ein Verstoß gegen das Völkerrecht. Banken, Unternehmen oder Flughäfen, die der ausschließlichen Gerichtsbarkeit eines Landes unterlägen, dürften nicht von anderen Staaten dazu gezwungen werden, „auf rechtmäßigen Handel mit einem Drittstaat zu verzichten“, schrieb der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai auf X.
Um den wirtschaftlichen Druck auf Iran nochmals drastisch zu erhöhen, hatte US-Präsident Donald Trump mit drakonischen Strafen für Staaten gedroht, die Iran weiter unterstützen. Dazu erklärte Baghai nun: „Wirtschaftlicher Zwang, der darauf abzielt, einen souveränen Staat zur Änderung seiner rechtmäßigen politischen Entscheidungen zu zwingen“, stelle einen klaren Rechtsbruch dar. Solche „Sekundärsanktionen“ verstießen gegen die Charta der Vereinten Nationen.
In Verbindung mit der von den USA verhängten Seeblockade iranischer Häfen reduziere das von Trump angekündigte Vorhaben „die Souveränität aller anderen Staaten auf etwas Vorläufiges, Bedingtes und Widerrufbares, das vom Willen einer anderen Macht abhängt“, fuhr der iranische Außenamtssprecher fort. Er warnt diesbezüglich vor einer „Rückkehr zum klassischen Kolonialismus“.
Iran hat mehreren irakischen Öltankern die Durchfahrt durch die Straße von Hormus erlaubt. Das meldete die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA. Die Führung in Teheran reagiere damit auf wiederholte Bitten aus dem Irak, die sie über verschiedene Kanäle erreicht hätten. Die Erteilung der Sondergenehmigung war eine der Hauptforderungen Bagdads während des jüngsten Besuchs des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf im Irak.
Im Zuge der Blockade gegen Iran haben die US-Streitkräfte nach Angaben des zuständigen Regionalkommandos Centcom 68 Handelsschiffe umgeleitet. Zudem seien drei Schiffe außer Gefecht gesetzt und zwei weitere geentert worden, teilte das US-Militär mit.
US-Präsident Donald Trump hält Iran nach eigenen Worten noch nicht für bereit, das „richtige Abkommen“ abzuschließen. Die USA beobachteten die Entwicklungen in dem Konflikt genau, sagte Trump vor Journalisten auf die Frage, ob die militärischen Optionen der USA begrenzt seien. Die USA hätten die vollständige Kontrolle über die gesamte Region rund um die Straße von Hormus, fügte er hinzu. Die Führung in Teheran würde zwar gerne eine Vereinbarung treffen, sei aber seiner Meinung nach noch nicht bereit für den richtigen Deal.
Der iranische Präsident Massud Peseschkian forderte ein Ende des Kriegs mit den USA. „Es wäre besser, den Krieg heute zu beenden, solange wir Macht und Würde besitzen und die ganze Welt unseren Sieg anerkennt“, sagte Peseschkian laut der halbstaatlichen iranischen Studenten-Nachrichtenagentur.
Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf fordert angesichts drohender neuer US-Sanktionen engere wirtschaftliche Beziehungen zum Irak. Beide Länder sollten im Handel ihre Landeswährungen nutzen, um die Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern, erklärt Ghalibaf laut seinem Telegram-Kanal vor Wirtschaftsvertretern in Bagdad. Zudem müsse Iran Pläne ausarbeiten, um die „ungerechten Sanktionen“ zu überwinden.
Der Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Straße von Hormus halbiert sich im Vergleich zum Vortag auf sieben Frachter. Das geht aus Daten des Analyseunternehmens Kpler hervor. Unter den Schiffen befinden sich demnach weder große Rohöl- noch Flüssiggastanker (LNG). Hintergrund des Rückgangs sind wachsende Sorgen um die Sicherheit der Schifffahrt im Nahen Osten, während die Friedensgespräche zwischen den USA und Iran stocken.
Nach dem angekündigten „Wirtschaftskrieg“ gegen Iran erhöht die US-Regierung den Druck auf ihre Verbündete, daran mitzuwirken. „Es ist an der Zeit, dass unsere Verbündeten und der Rest der Welt eine Entscheidung treffen“, sagte US-Finanzminister Scott Bessent dem Sender CNBC. „Entweder bist du auf unserer Seite oder gegen uns.“
Nach Berichten über Missstände auf einem seit Monaten im Nahen Osten eingesetzten US-Flugzeugträger ist nun ein weiterer Flugzeugträger der Marine in der Region im Einsatz. Die USS George Washington sei am Vortag angekommen, hieß es von dem US-Kommando Centcom auf der Plattform X.
Iran hat die Drohung von US-Präsident Donald Trump, das Land mit einem „Wirtschaftskrieg“ zu überziehen, scharf zurückgewiesen. Die Ankündigung diene dazu, von eigenen Problemen in den USA abzulenken, schrieb Außenminister Abbas Araghtschi auf Englisch auf der Plattform X.
Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus bleibt wegen des Konflikts zwischen den USA und Iran stark eingeschränkt. Am Mittwoch durchfahren Daten des Anbieters Kpler zufolge lediglich neun Rohstoff-Frachter die Meerenge.
Iranische Medien haben unbeeindruckt auf die Drohung des US-Präsidenten mit einem „Wirtschaftskrieg“ gegen das Land reagiert. Donald Trump habe schon zuvor wiederholt vom angeblich unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch Irans gesprochen.
Vor dem Hintergrund fehlender Erfolge bei den Verhandlungen mit Teheran hat US-Präsident Donald Trump Iran mit einem beispiellosen „Wirtschaftskrieg“ gedroht. Auch müsse jedes Land samt seiner Finanzinstitutionen, Unternehmen, Flughäfen und Regierungsbehörden bei einer Unterstützung Irans mit „gewaltigen wirtschaftlichen Konsequenzen“ rechnen.
Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt berichtete, dass 40 Seemeilen (rund 74 Kilometer) südöstlich der jemenitischen Hafenstadt Mokka ein Frachtschiff von unbekannten Geschossen getroffen worden sei.
US-Präsident Donald Trump veröffentlichte auf seiner Plattform Truth Social eine Karte mit der Straße von Hormus im Persischen Golf, versehen mit der Überschrift „New U.S. Territory“ (Neues US-Gebiet). Kritik folgte prompt aus Teheran.
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Bekanntgabe von Details zu den US-Sanktionen gegen Iran
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