
Das iranische Parlament hat den Luftfahrtexperten Mehrdad Achlaki Ketabtschi zum neuen Verteidigungsminister gebilligt. Kurz nach seiner Bestätigung richtete er scharfe Drohungen an die USA.
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Der vorherige Verteidigungsminister Aziz Nasirzadeh war im Februar bei einem US-israelischen Angriff getötet worden.
Das iranische Parlament hat die Ernennung des Luftfahrtexperten Mehrdad Achlaki Ketabtschi zum neuen Verteidigungsminister gebilligt. Damit endete am Sonntag eine monatelange Hängepartie an der Spitze des Ministeriums. Der ehemalige Chef der staatlichen Organisation für Luft- und Raumfahrtindustrie leitet künftig den Rüstungs- und Beschaffungsapparat des Landes. Er steht auf den Sanktionslisten der USA und der EU. Achlaki Ketabtschi folgt auf Interimsminister Madschid Ebn al-Resa, der das Amt übergangsweise übernommen hatte, nachdem der vorherige Ressortchef Aziz Nasirzadeh im Februar bei einem US-israelischen Angriff getötet worden war.
Kurz nach seiner Bestätigung richtete der neue Ressortchef scharfe Drohungen an die USA. Der US-Präsident solle sich darauf konzentrieren, seine Truppen sicher aus der Region abzuziehen, sagte Achlaki Ketabtschi. »Wenn er eine einzige Bombe abwirft, wird er sehen, wie viele seiner Soldaten die Region in waagerechter Position verlassen müssen.«
Der neue Minister reagierte damit auf einen CNN-Bericht, wonach die USA Angriffspläne gegen iranische Energie- und Atomanlagen entwickelt hätten. Diese könnten den Einsatz der größten nicht-nuklearen Bombe im US-Arsenal beinhalten. Sollte der »amerikanische Feind« eine weitere Fehlkalkulation begehen, werde die Antwort »überraschend und umfassend« ausfallen, sagte Achlaki Ketabtschi weiter.
Währenddessen wiederholte Außenminister Abbas Aragtschi Teherans Angebot an die USA, die Straße von Hormus zu iranischen Bedingungen zu öffnen. Dies könne innerhalb von sieben Tagen erfolgen, sagte Aragtschi am Rande eines Treffens der Organisation für Islamische Zusammenarbeit in Bagdad. Die Führung in Teheran prüfe derzeit eine Antwort aus Washington. Zu den iranischen Bedingungen gehören unter anderem ein Ende der US-Blockade iranischer Häfen sowie der Sanktionen gegen Ölexporte des Landes.
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Prüfung der iranischen Bedingungen durch Washington
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