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Isar Aerospace plant nach erstem Erfolg rasche weitere Raketenstarts
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Handelsblatt1 hour agoBusiness3 min readGermany

Isar Aerospace plant nach erstem Erfolg rasche weitere Raketenstarts

Das Münchener Start-up steht kurz vor der Fertigstellung weiterer Trägerraketen und könnte mit einer schnellen Abfolge von Starts den Konkurrenten SpaceX übertreffen.

Quick Look

  • Nach dem erfolgreichen Jungfernflug der Spectrum-Rakete bereitet das Münchener Start-up Isar Aerospace weitere Starts vor.
  • Ziel ist die Serienproduktion, um kommerzielle Satelliten zu befördern und die hohen Anforderungen der Bundeswehr zu erfüllen.

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Why It Matters

Isar Aerospace hat kürzlich die erste kommerzielle deutsche Rakete in den Orbit gebracht. Das Unternehmen setzt auf eine Fabrik zur Serienproduktion von Trägerraketen.

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Erst vor wenigen Tagen schaffte es die Rakete des Münchener Start-ups in den Orbit. Nun könnte die Firma sogar SpaceX übertrumpfen – und das nicht zum ersten Mal.

Paris, Düsseldorf. Es war ein Eintrag in die Geschichtsbücher: Isar Aerospace brachte erst vor wenigen Tagen die erste deutsche kommerzielle Rakete in den Weltraum. Jetzt könnte es schon in wenigen Wochen weitergehen.

Daniel Metzler, Mitgründer und Chef von Isar Aerospace, sagte am Rande des Space Summits in Paris, dass man kurz vor Abschluss des Zusammenbaus der nächsten Trägerrakete stehe. Für den nächsten Start gebe es noch kein fixes Startfenster. Auf die Frage des Handelsblatts, ob einer vor Ende des Jahres denkbar sei, antwortete Metzler: „Möglicherweise.“

Die rasche Abfolge leitet sich aus dem Geschäftsmodell von Isar Aerospace ab. Parallel zur Entwicklung der Spectrum-Rakete baute das Start-up in der Nähe von München eine Fabrik mit Serienproduktion auf. So befinden sich die nächsten fünf Raketen in verschiedenen Stadien der Fertigstellung. Deren Starts sollen „gleich dahinter kommen“, wie Metzler sagte.

Der nächste Start ist für Isar Aerospace aus wirtschaftlicher Sicht mindestens genauso wichtig wie der am vergangenen Samstag. Bislang trug die Trägerrakete Spectrum nur wissenschaftliche Experimente als Fracht mit sich. Jetzt wird sie erstmals kommerzielle Satelliten ins All bringen müssen.

Auftraggeber wie die Bundeswehr beobachten diese Starts genau. Verteidigungsminister Boris Pistorius will 35 Milliarden Euro in den Weltraum investieren und dabei deutsche Anbieter bevorzugen. Für militärische Satelliten gelten aber hohe Sicherheitsanforderungen.

„Isar Aerospace muss mindestens vier oder fünf erfolgreiche Starts vorweisen, um in Betracht gezogen zu werden“, sagt ein Bundeswehr-Insider. Als Erfolg würden nicht nur das Erreichen des Orbits und korrektes Aussetzen der Satelliten gelten, sondern auch ein Flug ohne „größere Fehlermeldungen“.

Die Chancen auf einen weiteren Erfolg stehen für Isar Aerospace nicht schlecht. Der unerwartet lange Jungfernflug brachte zahlreiche Daten, mit denen das Unternehmen alle Flugphasen optimieren und testen kann.

Zum Vergleich: SpaceX schaffte es 2008 in den Orbit. Auch der darauffolgende Flug gelang wieder, es war der erste erfolgreiche kommerzielle Start von SpaceX-Gründer Elon Musk. Allerdings vergingen zwischen den beiden Starts fast zehn Monate. Falls also Isar Aerospace tatsächlich bald startet, hätte es SpaceX wieder übertrumpft. Die Amerikaner schafften es erst im vierten Anlauf ins All, Isar Aerospace brauchte nur zwei Versuche.

Die Nachfrage nach Raketenstarts ist hoch. Überall in der Welt bauen Unternehmen und Länder eigene Satelliten-Konstellationen in erdnahen Orbits auf, um Erdbeobachtung oder Kommunikation zu ermöglichen. Aufgrund der geringen Höhe müssen die alle fünf bis zehn Jahre ersetzt werden. Die Auftragsbücher von Isar Aerospace sind bis 2028 bereits gefüllt.

Dorothee Bär (CSU), Ministerin für Forschung und Weltraum, sagte in Paris: „Deutschland hat bewiesen, dass wir Raketen bauen können. Und jetzt geht es eben dann auch darum, in die Fertigung, in die Serienproduktion zu gehen.“

Metzler und Bär sind Teil der deutschen Delegation auf dem Space Summit in Paris, zu dem der französische Präsident Emmanuel Macron gemeinsam eingeladen hat, und der bis morgen, Donnerstag, geht.

What to Watch

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  • Nächster Raketenstart von Isar Aerospace

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Open Questions

  • Wann genau erfolgt der nächste Start?
  • Wird die Bundeswehr Isar Aerospace als Lieferanten wählen?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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