
Der israelische Verteidigungsminister warnt die Türkei vor »gefährlichen Abenteuern« in Syrien. Zuvor hatte Israel einen Militärflugplatz nahe der türkischen Grenze bombardiert.
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Die Beziehungen zwischen Israel und der Türkei sind seit Jahren angespannt und haben sich im Zuge des Gazakriegs weiter verschlechtert.
Der Streit zwischen Israel und der Türkei über Ankaras Rolle in Syrien spitzt sich weiter zu. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz warnte vor »gefährlichen Abenteuern« der Türkei in Syrien.
»Israel wird nicht zulassen, dass irgendein Akteur seine Sicherheit bedroht«, schrieb er auf X auf Türkisch, direkt an den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan gerichtet. Statt zu versuchen, Israels Entschlossenheit zur Selbstverteidigung auf die Probe zu stellen, wäre es für Erdoğan besser, seinen »realitätsfernen und fantasievollen Diskurs gegen Israel« im türkischen Parlament fortzusetzen, schrieb Katz.
Am Dienstag hatte das israelische Militär einen syrischen Militärflugplatz nahe der türkischen Grenze bombardiert. Das syrische Außenministerium und die eng mit der Führung in Damaskus verbundene Türkei, die seit Jahren militärisch im Norden und Osten des Nachbarlandes präsent ist, verurteilten die Angriffe als Verletzung der Souveränität Syriens.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu warf Syrien vor, türkischen Truppen eine Stationierung auf dem angegriffenen Militärflugplatz nahe Aleppo erlaubt zu haben. Der syrische Außenminister Asaad al-Shaibani betonte, dass es keine Absicht gebe, an dem Flugplatz eine permanente türkische Militärpräsenz zu unterhalten oder türkische Truppen dort zu stationieren. Vor dem Angriff habe es auch keine türkische Militärpräsenz an dem Flughafen gegeben. Auch Ankara wies die Vorwürfe Netanyahus zurück.
Am Mittwochabend hatte Netanyahu bekräftigt, Israel werde eine Ausweitung der militärischen Präsenz der Türkei in Syrien nicht tolerieren, »die sich in Richtung Süden bewegt und uns bedroht«. Israel habe Ankara eine Botschaft übermittelt: »Don’t!« (»Tut es nicht!«) Eine gleichlautende Warnung hatte Joe Biden nach dem Hamas-Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgesprochen, um Iran und die libanesische Hisbollah vor einem Eingreifen in den Krieg zu warnen.
Die Beziehungen zwischen Israel und der Türkei sind seit Jahren angespannt und haben sich unter dem Eindruck des Gazakriegs noch weiter verschlechtert. Die Türkei unterhält enge politische Kontakte zu der palästinensischen Terrororganisation Hamas, Erdoğan kritisiert immer wieder Israels Vorgehen gegen die Palästinenser scharf.
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Israel wird weitere militärische Schritte gegen eine Ausweitung der türkischen Präsenz in Syrien prüfen.
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