
Das AKW Saporischschja ist auf Notstrom angewiesen, während in Kyjiw nach massiven Luftangriffen mindestens zwölf Menschen starben.
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Das AKW Saporischschja ist seit Beginn des russischen Angriffskrieges 2022 besetzt. Beide Kriegsparteien werfen sich regelmäßig gegenseitig Gefährdungen der nuklearen Sicherheit vor.
Das Kernkraftwerk Saporischschja in der Ukraine hat die letzte externe Stromleitung verloren. Grund dafür ist die Beschädigung einer Hochspannungsleitung. Das von Russland kontrollierte Kraftwerk ist nun auf Notstromdieselgeneratoren umgeschaltet.
»Das Kraftwerkspersonal überwacht die Betriebsparameter der Anlagen. Alle notwendigen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des sicheren Betriebs der Blöcke werden in vollem Umfang ergriffen«, erklärte die von Moskau eingesetzte Leitung und fügte hinzu, dass die Strahlungswerte normal seien.
Russland hatte das Kraftwerk in den ersten Wochen des Krieges, der 2022 begann, besetzt. Seitdem werfen sich Moskau und Kyjiw regelmäßig gegenseitig militärische Aktionen vor, die die nukleare Sicherheit gefährden.
Klitschko: Zwölf Tote nach russischen Angriffen auf Kyjiw
Bei massiven russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kyjiw sind nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko mindestens zwölf Menschen getötet worden. Klitschko nannte am Morgen nach den nächtlichen Attacken mehrfach eine höhere Zahl der Toten. Die Beseitigung der Folgen dauere an, sagte er. Der Zivilschutz sprach von 34 Verletzten. Im Gebiet Kyjiw meldeten die Behörden nach den Angriffen einen Toten und sieben Verletzte.
Russland setzte bei den Luftschlägen zuletzt verstärkt ballistische Raketen ein – in dem Wissen, dass die Ukraine täglich einen Mangel an Flugabwehrraketen beklagt. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte den Angriff. In Kyjiw seien Rüstungsbetriebe und Lager für Munition und Drohnen getroffen worden.
Nach Behördenangaben kam es zu mehreren Bränden und Stromausfällen. Auch Wohnhäuser, darunter ein Hochhaus, ein Kinderkrankenhaus und eine Schule seien getroffen worden, teilten die Behörden mit.
»Der morgige Tag, der 21. August, wird in Kyjiw zum Tag der Trauer erklärt. Zum Gedenken an die Opfer des massiven Angriffs des Feindes auf die Hauptstadt«, teilte der Bürgermeister bei Telegram mit. An diesem Tag sollen die Flaggen an allen kommunalen Gebäuden der Stadt auf halbmast gesetzt werden. Außerdem empfahl Klitschko, in der Hauptstadt mit den Flaggen an staatlichen und privaten Gebäuden ebenso zu verfahren.
Die Gewalt im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine eskalierte zuletzt deutlich mit einer steigenden Zahl von Opfern in der Zivilbevölkerung auf beiden Seiten. Die Kriegsparteien setzen immer schnellere, schlagkräftigere und weitreichende Waffen ein. Auch Russland meldete erneut Hunderte ukrainische Drohnenschläge. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin berichtet, es seien im Anflug auf die Hauptstadt 250 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Zu möglichen Opfern oder Schäden machte er keine Angaben.
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21. August wird in Kyjiw als offizieller Trauertag begangen.
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