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KfW-Studie: Kleine Mittelständler zögern bei ausländischen Fachkräften
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Handelsblatt1 hour agoBusiness2 min readGermanyView translation

KfW-Studie: Kleine Mittelständler zögern bei ausländischen Fachkräften

Laut einer Studie der KfW zögern vor allem kleine mittelständische Firmen in Deutschland, Fachkräfte aus dem Ausland einzustellen. Sprachbarrieren und Bürokratie sind große Hürden.

Quick Look

  • Laut einer KfW-Studie beschäftigen nur rund 11,5 Prozent der deutschen Mittelständler ausländische Fachkräfte, wobei vor allem große Firmen beteiligt sind.
  • Als Haupthemmnisse gelten Sprachbarrieren sowie bürokratische Hürden.

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Why It Matters

Eine KfW-Studie untersucht die Beschäftigung ausländischer Fachkräfte in deutschen mittelständischen Unternehmen.

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Laut einer Studie der KfW zögern vor allem kleine mittelständische Firmen in Deutschland, Fachkräfte aus Ausland einzustellen. Sprachbarrieren sind dabei nicht das einzige Hindernis.

Frankfurt. Gut jedes zehnte mittelständische Unternehmen in Deutschland (11,5 Prozent) beschäftigt nach einer Studie der KfW ausländische Fachkräfte. Dabei handele es sich vor allem um große Firmen mit 50 und mehr Beschäftigten. 61 Prozent von ihnen gaben an, ausländische Fachkräfte im Betrieb zu haben.

„Je kleiner die Unternehmen, desto seltener spielen Fachkräfte aus dem Ausland eine Rolle für sie“, heißt es in der repräsentativen Befragung der Förderbank, an der rund 13.000 Firmen teilnahmen.

„Die konjunkturelle Schwächephase führt dazu, dass der Fachkräftemangel momentan geringer ist als noch vor einigen Jahren“, sagte KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher. „Der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften wird aber wieder steigen, in dem Maße, wie die Konjunktur weiter anzieht.“

12,4 Prozent der Firmen erklären darin, auf die Einstellung von ausländischen Fachkräften zu verzichten – obwohl Bedarf bestehe. 45,5 Prozent der Befragten betonen, derzeit keinen Bedarf für ausländische Fachkräfte zu haben.

Als Hindernis bei der Rekrutierung ausländischer Beschäftigter nannten gut 69 Prozent der Unternehmen Sprachbarrieren, fast die Hälfte (47,5 Prozent) bemängelt bürokratische und rechtliche Hürden.

Die KfW verwies auf oft langwierige Verfahren rund um Aufenthaltstitel und Arbeitserlaubnisse. Diese Barrieren sollten angesichts des demografischen Wandels und des voranschreitenden Fachkräftemangels abgebaut werden, forderte Schumacher.

Besonders oft beschäftigen Unternehmen aus der Industrie ausländische Fachkräfte (21 Prozent). Es folgen der Handel (14,3) und das Baugewerbe (13,3), so die Studie, die im Januar unter Firmen aus allen Branchen bis zu einer Umsatzgrenze von 500 Millionen Euro durchgeführt wurde.

Kaum Unterschiede gibt es zwischen Ost- und Westdeutschland. Im Osten liegt der Anteil der Unternehmen, die ausländische Fachkräfte beschäftigen, mit 9,6 Prozent nur etwas niedriger als im Westen mit 11,9 Prozent. Die Differenz beruht laut KfW vor allem auf der Branchenstruktur: Im Westen ist der Anteil größerer Mittelständler in der Industrie und dem Dienstleistungssektor höher.

Open Questions

  • Wie genau wollen Politik und Verbände die bürokratischen Hürden abbauen?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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