AI-generated summary
Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt steht bevor, begleitet von politischen Spannungen, insbesondere rund um die AfD. Gleichzeitig gibt es Berichte über Desinformation, Übergriffe auf Medienvertreter und interne Parteidiskussionen innerhalb der CDU über Zusammenarbeit mit der Linken.
Die evangelische Kirchengemeinde Wardenburg bei Oldenburg (Niedersachsen) hat eine ehrenamtliche Mitarbeiterin aufgefordert, ihre kirchlichen Ämter niederzulegen, weil sie den Wahlkampf ihres Lebensgefährten für die AfD unterstützt. Kirchensprecher Dirk-Michael Grötzsch bestätigte dem Evangelischen Pressedienst (epd) den Vorgang. Zuerst hatte die Oldenburger „Nordwest Zeitung“ berichtet. Ausschlaggebend sei „die anhaltende proaktive und öffentliche Unterstützung des AfD-Wahlkampfs sowie die Weigerung, sich von menschenfeindlichen und menschenverachtenden Äußerungen der AfD zu distanzieren“, sagte Grötzsch. Dies stehe im krassen Widerspruch zu den Grundüberzeugungen der Kirchengemeinde.
Laut der „Nordwest Zeitung“ ist die Frau nach der Aufforderung, ihre Ehrenämter zu beenden, aus der Kirche ausgetreten. Ihr Lebensgefährte kandidiert demnach für den Gemeinderat in Wardenburg. In Niedersachsen findet am 13. September die Kommunalwahl statt.
CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze erklärt das Beschlusspapier zum Ausschluss aller Tolerierungsmodelle mit der Linken zur Einzelmeinung. Der größte CDU-Kreisverband im Harz hatte darüber diskutiert. Das Dokument liegt WELT vor. „Das ist die Meinung eines einzelnen Parteimitglieds“, sagte Schulze dem „Stern“. „Das wurde nicht beschlossen und ist auch keine Diskussionsgrundlage für die nächsten Tage.“ In der Beschlussvorlage geht es darum, sämtliche Tolerierungsmodelle mit der Partei Die Linke auszuschließen. Man lehne alle „Sondierungs-, Koalitions- oder Duldungsmodelle“ kategorisch ab. Die CDU dürfe nicht „in eine permanente Bittsteller- oder Abhängigkeitsrolle gegenüber der Linken“ geraten. Beschlossen wurde das Papier jedoch nicht. Der Kreisverband Harz ist einer der besonders konservativen in Sachsen-Anhalt.
Im laufenden Landtagswahlkampf in Sachsen-Anhalt ist es einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ zufolge seit Mai zu 30 Übergriffen und Behinderungen gegenüber Medienschaffenden auf AfD-Veranstaltungen gekommen. Davon seien mindestens 43 Journalisten, TV-Teams und politische Influencer betroffen gewesen seien, berichtete das Magazin am Donnerstag unter Verweis auf die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) innerhalb der Gewerkschaft Verdi. Das Spektrum der Einschüchterungen reicht demnach von verbaler Diffamierung und gezielter Arbeitsbehinderung über Nachstellungen bis zu körperlichen Angriffen, die in fünf Fällen registriert worden seien.
Wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt verbreitet sich in den sozialen Netzwerken eine gefälschte Wahlumfrage. Die Grafik weist für die AfD 46 Prozent aus und erweckt den Eindruck, die Partei könnte am Sonntag die absolute Mehrheit der Landtagssitze erreichen. Als Urheber werden das Meinungsforschungsinstitut Insa und die „Mitteldeutsche Zeitung“ genannt. Beide weisen das zurück. „Das ist Fake. Das kommt nicht von uns“, sagte Insa-Chef Hermann Binkert der „Mitteldeutschen Zeitung“. Die Zeitung prüft rechtliche Schritte. Wer hinter der gefälschten Erhebung steckt, ist unklar.
Im Schlagabtausch von sieben Spitzenkandidaten von Sachsen-Anhalt ging es wüst zu. Vor allem die Grüne Sziborra-Seidlitz attackierte Siegmund. Schließlich wurden auch zwischen AfD und BSW Irritationen deutlich. Mehr lesen Sie hier.
Über Wahlen gibt es laut dem Landeswahlleiter von Berlin immer häufiger Gerüchte und falsche Informationen. „Wir müssen feststellen, dass Desinformation – insbesondere über soziale Medien – im Vergleich zu früheren Jahren eine neue Dimension erreicht hat“, sagte Stephan Bröchler der „Rheinischen Post“. Bröchler betonte, dass die Wahlen in Deutschland seriös durchgeführt würden. „Es gibt keinerlei empirische Belege dafür, dass es etwa in Altenheimen zu Unregelmäßigkeiten bei Briefwahlen kommt.“
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, rät erneut von der Wahl der AfD ab. Die Kirche wolle und könne zwar keine Wahlvorschriften machen, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Aber: „Ich appelliere an die Mündigkeit der Wählerinnen und Wähler in Sachsen-Anhalt, ihr Gewissen zu schärfen. Migranten stören nicht.“
Christen stünden für Nächstenliebe und Menschenwürde, insbesondere für die Schwächsten der Gesellschaft. „Dazu gibt es keine Alternative, weder in Deutschland noch anderswo“, betonte Wilmer. „Die AfD attackiert diese Grundwerte und hintergeht unsere demokratische Staatsform als solche. Ihre Alternative für Deutschland ist eine Gesellschaft, in der Freiheit, Menschenwürde und Demokratie eingeschränkt werden.“
Den Erfolg der Rechtspopulisten führt Wilmer auch darauf zurück, dass sich Menschen nicht ernst genommen fühlten von Politikern anderer Parteien. „Gerade im ländlichen Raum fühlen sich viele abgehängt“, so der Bischof von Münster. Gleichzeitig müsse aber auch anerkannt werden, dass es aktuell viele Herausforderungen gebe. „Das kann sehr leicht überfordern. Und da sind einfache Antworten, mit denen das Blaue vom Himmel versprochen wird, verlockend“, erklärte Wilmer. Sie seien aber keine Lösung.
SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann fordert weitere Entlastungen bei den Energiepreisen, um die Chemieindustrie in Sachsen-Anhalt zu stärken. „Wir haben uns gemeinsam für die Abschaffung der Gasspeicherumlage eingesetzt. Das hilft unserer chemischen Industrie, das hilft den Großverbrauchern schon ganz erheblich“, sagte der Energie- und Umweltminister bei einer Wahlarena von Radio Brocken, RTL und ntv.
Auch für einen Industriestrompreis habe sich Sachsen-Anhalt eingesetzt, sagte Willingmann. Die Landespolitik könne die Energiepreise aber nicht allein lösen. „Wir müssen versuchen, auf die Bundesregierung an dieser Stelle einzuwirken, um beispielsweise entsprechende Senkungen der Energiepreise zu erreichen“, sagte der SPD-Politiker.
Linken-Spitzenkandidatin Eva von Angern fordert mehr Geld für Bildung in Sachsen-Anhalt und eine dauerhafte Absicherung der Schulsozialarbeit. „In Sachsen-Anhalt ist leider das bittere Ergebnis, dass der soziale Status der Familien sehr darüber bestimmt, wie viele Chancen man in der Bildung hat“, sagte sie bei einer Wahlarena von Radio Brocken, RTL und ntv. Von Angern sprach sich auch für ein sogenanntes Sondervermögen für Bildung aus. Dabei handelt es sich um Kredite neben dem regulären Haushalt.
AI outlook — possibilities, not facts
Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wird von weiteren Diskussionen über Desinformation und mögliche rechtliche Schritte gegen gefälschte Umfragen begleitet.
Likely · Within days
Die Kirchengemeinde Wardenburg wird ihre Entscheidung, die ehrenamtliche Mitarbeiterin wegen AfD-Unterstützung zu entlassen, öffentlich verteidigen.
Very likely · Within days
The nephew of a 95-year-old resident with dementia at the “Marthahaus” retirement home in Dessau accuses the facility of voting by postal vote on behalf of his aunt without his knowledge as an authorized representative. He has filed a criminal complaint against unknown persons. The home remains silent on the matter, while the AfD uses the case to criticize postal voting.

Russia is closing the three remaining locations of the Goethe-Institut in response to the closure of the Russian House in Berlin. The management sees this as the end of an era in German-Russian cultural relations. At the same time, Ronald Rauhe becomes the new Minister of State for Sports, Jens Spahn moves to the Budget Committee and there are new developments regarding attacks, defense and tax reform.

Giorgia Meloni will become Italy's longest-serving prime minister since the end of World War II on Friday. In a country with frequent changes of government, it has ensured stability in four years. She is also the first woman to hold this office and comes from a party with post-fascist roots.

The closure of the Goethe Institutes in Russia is seen as bad news for cultural freedom, but justified as a necessary reaction to the continued propaganda of the Russian House in Berlin and the Putin regime's arbitrariness towards cultural institutions.
The resigned Union parliamentary group leader Jens Spahn (CDU) remains in the Bundestag and is to become a member of the budget committee. The opposition criticizes his previous role in controversial mask purchases during the corona pandemic and sees a conflict of interest.

The federal government has blamed Moscow for an attempted drone attack in Leipzig and announced sanctions. In response, Russia closes the Goethe Institutes in Moscow, Saint Petersburg and Novosibirsk. Foreign Minister Lavrov justified this with self-respect and described the step as the end of the German cultural presence in Russia.