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In Deutschland besteht eine wachsende Bildungslücke zwischen Kindern aus bildungsfernen und bildungsnahen Familien, die sich früh zeigt und den schulischen Erfolg beeinträchtigt.
Es hat sehr lange gedauert, bis sich in der deutschen Politik eine Erkenntnis durchgesetzt hat, die in der Bildungsforschung schon lange zum Einmaleins gehört: Wer die wachsende Schere zwischen Kindern aus bildungsfernen und bildungsnahen Elternhäusern schließen will, darf nicht erst in der Schule mit der Förderung schwächerer Jungen und Mädchen beginnen.
Zusätzliches Geld allein reicht nicht
Dann ist es in vielen Fällen schon zu spät. Kinder, die in die erste Klasse kommen und nur bruchstückhaft Deutsch sprechen oder nicht länger als drei Sekunden still auf einem Stuhl sitzen und zuhören können, kommen in ihrer Schulzeit oft auf keinen grünen Zweig mehr.
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Nur mit Hängen und Biegen schaffen sie einen Abschluss oder gehen ohne von der Schule ab. Im besten Fall bleiben sie weit unter ihren Möglichkeiten. Auch das kann sich ein Land mit Fachkräftemangel nicht leisten. Deshalb ist das neue Kita-Gesetz von Familienministerin Karin Prien ein längst überfälliger Schritt. Kitas brauchen wie Schulen einheitliche Qualitätsstandards. Sie sind nicht nur zur Kinderbetreuung da. Sie sind eine Bildungseinrichtung. So müssen sie endlich auch behandelt werden. Die Zeiten, in denen Kinder nur mit Bauklötzen spielen oder basteln und nebenher im letzten Jahr schnell noch ein paar Verhaltensregeln für die Schule mit auf den Weg bekommen, sollten endgültig vorbei sein.
Die gezielte Sprachförderung muss schon in den Kitas beginnen. Nur so kann es gelingen, auch Kinder aus bildungsfernen Schichten – das sind vielerorts vor allem, aber nicht nur migrantische Milieus – besser in das Bildungssystem zu integrieren. Ob das Gesetz indes ein „Gamechanger“ wird, wie Prien es sich erhofft, ist noch nicht ausgemacht. Das wird vor allem davon abhängen, ob die einheitlichen Qualitätsstandards für Kitas auch erfüllt werden. Zusätzliches Geld allein reicht da nicht.

New York verbietet Grund- und Mittelschülern an öffentlichen Schulen für das kommende Schuljahr die Nutzung generativer KI. Höhere Klassen erhalten Pilotprogramme und KI-Kurse.

Berliner Schulleiter schlagen Alarm wegen zunehmender Gewalt und sinkender Frustrationstoleranz bei Schülern. Eine Allensbach-Studie im Auftrag des Senats offenbart massive Probleme an Grund- und Sekundarschulen.
Die Wolfgang-Petry-Gesamtschule in Hürth-Kalscheuren stellt aufgrund des akuten Lehrkräftemangels in Deutschland Müllwerker der städtischen Abfallwirtschaft als Lehrkräfte ein, nachdem herkömmliche Rekrutierungsversuche gescheitert waren.

An Berliner Grundschulen eskalieren Konflikte schneller, Lehrkräfte berichten von nachlassender Impulskontrolle bei Schülern. Schulleiter Guido Richter fordert frühere Unterstützung in Kitas und konsequente Anzeige schwerer Gewaltfälle, während Senatorin Günther-Wünsch ein Sofortprogramm gegen Schulgewalt ankündigt.

Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf zur Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung beschlossen. Der Fokus liegt auf der Feststellung des Sprach- und Entwicklungsstands von Vierjährigen sowie der gezielten Förderung, um den Übergang in die Grundschule zu erleichtern. Bis 2034 sollen 9,25 Milliarden Euro bereitgestellt werden.

Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt, dass psychische Belastungen das größte Risiko für Ausbildungsabbrüche in Deutschland darstellen. Fast 40 Prozent der befragten Azubis nennen mentale Probleme als Grund für Abbruchgedanken.