
Deutschland wird beim IWF-Jahrestreffen für seine Wirtschaftslage gelobt, doch Experten warnen vor falscher Sicherheit.
AI-generated summary
Deutschland wird auf dem Jahrestreffen des Weltwährungsfonds in Thailand für seine Verschuldung und das zurückkehrende Wachstum gelobt.
Deutschland wird auf dem IWF-Gipfel gelobt wie in alten Zeiten. Die Lage ist ordentlich, doch die Aussichten sind es nicht. Die Regierung darf sich nicht in falscher Sicherheit wiegen.
Finanzminister Lars Klingbeil (l) und Joachim Nagel: Der Bundesbankpräsident hält Warnungen vor einer neuen Euro-Krise für überzogen. Foto: Soeren Stache/dpa
Auf einmal war alles wieder so wie früher. Auf dem Jahrestreffen des Weltwährungsfonds in Thailand wurde Deutschland als Musterknabe in einer Gemeinschaft voller Sünder gepriesen. Bei der Verschuldung steht Deutschland sowieso besser da als der Rest der Welt. Und jetzt kehrt nach Jahren der Stagnation endlich auch das Wachstum zurück.
Doch die wiedererlangte Stärke ist trügerisch. Sie führt dazu, dass Deutschland sich in falscher Sicherheit wiegt und eine Politik verfolgt, die noch böse enden könnte.
Natürlich ist es gut, dass Deutschland wieder wächst, auch wenn das Wachstum staatlich getrieben ist. Besser dieses Wachstum als gar keins. Und die Schulden fließen größtenteils auch in sinnvolle Dinge, in Infrastruktur-Investitionen und die eigene Sicherheit.
Mehr Optimismus tut dem Land auch mal gut. In Thailand war die Verkörperung dessen nicht nur Finanzminister Lars Klingbeil, sondern auch der Bundesbankpräsident. Deutschland mache sich gerade „fit für die Zukunft“, sagte Joachim Nagel. Der Aufschwung sei mehr als ein Strohfeuer, könne sogar noch stärker ausfallen, als die Prognosen es nahelegen.

The commentary by Leo Klimm from Paris rejects the claim that the connection between the riots in French cities and the origins of the rioters is racist and obscures French failures.
The Science Temporary Contract Act ensures precarious working conditions for mid-level academic staff. Critics complain that the fixed-term practice drives away talent and endangers the quality of research due to a lack of planning security.

At Germany Day in Bonn, the Junge Union called on Chancellor Friedrich Merz to implement reforms quickly. Merz appears self-confident and relies on coalition discipline, while the pension reform is causing conflict.

The Spiegel newsletter on the situation on Sunday by Dirk Kurbjuweit deals with the dwindling compassion in politics in the face of the crises in Ukraine, Israel and refugee policy.
The SPD is again looking for a new party leadership. Since Gerhard Schröder's departure, the chairmen have changed in rapid succession without the party finding its way back to its former strength or stability.

At the IMF meeting in Thailand, Germany is praised for falling debts and new growth. But the strength is deceptive and could lead to risky policies.