
Hohe Energiepreise und schwacher Konsum bremsen den erhofften Aufschwung in Deutschlands Wirtschaft.
AI-generated summary
Das ZEW-Barometer misst die Konjunkturerwartungen von Finanzexperten für Deutschland in den kommenden sechs Monaten.
Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten fallen im Oktober überraschend um 6,6 Punkte auf 28,1 Zähler. Hohe Energiepreise und schwacher Konsum bremsen den erhofften Aufschwung.
Wirtschaftsstandort Deutschland: Europas größte Volkswirtschaft ist zuletzt drei Quartale in Folge gewachsen. (Symbolbild) Foto: Marijan Murat/dpa
Berlin. Finanzexperten blicken erstmals seit Monaten pessimistischer auf die deutsche Wirtschaft. Das Barometer der Konjunkturerwartungen für die kommenden sechs Monate fiel im Oktober um 6,6 Zähler auf 28,1 Punkte.
Das ist der erste Rückgang nach zuvor fünf Anstiegen in Folge, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage unter 178 Investoren und Analysten mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang auf 30,0 Punkte gerechnet.
„Die deutsche Wirtschaft kommt langsam aus der Stagnation heraus, doch der Aufschwung trägt sich nicht selbst“, kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach den Rückschlag. "Privater Konsum und private Investitionen bleiben schwach, weil hohe Energiepreise die Realeinkommen drücken, die Produktionskosten erhöhen und die Inflation länger auf einem höheren Niveau halten."
Die aktuelle Lage schätzten die Börsianer dagegen deutlich besser ein: Dieses Barometer legte um 11,2 Punkte zu. Es verharrte aber mit minus 35,9 Punkten im negativen Bereich.
Europas größte Volkswirtschaft ist zuletzt drei Quartale in Folge gewachsen, angekurbelt vor allem durch die Exporte. Die Bundesregierung und die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben deshalb ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr auf 1,3 Prozent heraufgesetzt, nachdem im Frühjahr nur ein Plus von etwa einem halben Prozent erwartet worden war.
Interview
IWF-Europa-Chef Szczurek: „Die Phase der Nullzinsen war historisch gesehen eine Ausnahme“
Ein Problem bleibt die hohe Teuerung. Die Bundesbank rechnet für die kommenden Monate mit einem anhaltend hohen Preisdruck. "Derzeit ist davon auszugehen, dass die Inflationsrate in Deutschland bis ins nächste Jahr hinein merklich erhöht bleibt", heißt es im aktuellen Monatsbericht.
Die Rückkehr zur angestrebten Zwei-Prozent-Marke werde „einige Zeit in Anspruch nehmen“. Rekordhohe Preise für Benzin und Diesel sowie teures Heizöl haben die Verbraucherpreise im September mit 3,3 Prozent so stark steigen lassen wie seit knapp drei Jahren nicht mehr.

Thanks to AI hype and high demand for data center equipment, ABB reports record orders in the third quarter. Nevertheless, the share is coming under pressure due to doubts about profits.

Amazon wants to invest around 16 billion euros in Germany next year. The money will flow into logistics, cloud and AI infrastructure and data centers, which will create thousands of new jobs.

Technical problems have been affecting the online banking and app of Germany's largest direct bank ING since Tuesday morning. According to the company, there is no evidence of an external hacker attack.

The media company Burda is splitting into the legally independent companies Burda Media and Burda Equity. Implementation is scheduled to take place by 2028, with the owner family remaining involved in both companies via a holding company.

Amazon wants to invest around 16 billion euros in Germany next year. The funds will flow into, among other things, cloud and AI infrastructure from AWS, the modernization of logistics centers, Prime's own productions and the Amazon Leo satellite internet service.

Medium-sized companies in Germany are tying up more and more capital through high inventories and outstanding receivables. However, liquidity can be significantly increased through optimized working capital management, digital planning and cross-departmental collaboration.