
Wegen gestiegener Silberpreise mussten geplante Münzserien vernichtet und neu geprägt werden.
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Der Silberpreis stieg Anfang 2025 massiv an, was dazu führte, dass der Materialwert der Münzen ihren Nennwert überstieg.
Münzen aus Silber können Geldanlage oder Geschenk sein. Der stark gestiegene Preis für die Feinunze Silber vor einem Jahr machte jedoch die Kalkulation für die Hersteller zunichte. Auch das Bundesfinanzministerium musste den geplanten Verkauf zweier Münzen absagen.
Es hätte ein klassisches Weihnachtsgeschenk für die Enkel werden können. Doch vor gut einem Jahr musste das Bundesfinanzministerium laut einem Medienbericht den geplanten Verkauf der Silbermünzen "Heilige Drei Könige" und "125 Jahre Wuppertaler Schwebebahn" absagen.
Der Grund sei der stark gestiegene Silberpreis gewesen, berichtete der "Spiegel" unter Berufung auf eine Antwort des Finanzministeriums auf eine Berichtsbitte des Grünen-Haushälters Sebastian Schäfer. Damit hätte der Nennwert deutlich unter dem Materialwert gelegen. Das heißt, das Silber der Münze wäre wesentlich mehr wert gewesen als es der aufgeprägte Euro-Wert darstellte.
Beide Münzsorten mussten demnach "in einer Prägestätte deformiert", eingeschmolzen und mit neuem Nennwert versehen werden. Laut dem Bericht kostete das 624.000 Euro für die Münze "Heilige Drei Könige". Das Einschmelzen der Münze "Wuppertaler Schwebebahn" habe 733.000 Euro gekostet. Zusammen lagen die Kosten demnach bei fast 1,4 Millionen Euro.
Deutliche Kritik von Grünen-Haushälter
Laut dem Bericht rechnet das Ministerium trotzdem mit einem "deutlichen Münzgewinn im oberen einstelligen Millionenbereich". Ein Grund sei, dass der Silbergehalt der Münze "Heilige Drei Könige" reduziert worden sei. Die Weihnachtsmünze erscheint nun am 5. November als 50-Euro-Geldstück.
Grünen-Haushälter Schäfer kritisierte, dass hier Steuergeld "buchstäblich und fahrlässig geschreddert" worden sei. "So darf mit dem Geld der Bürgerinnen und Bürger schlicht und einfach nicht umgegangen werden."
Ende vergangenen Jahres war der Silberpreis massiv angestiegen. Die Zuwächse übertrumpften sogar noch den Goldpreis. Im Januar diesen Jahres stieg der Preis für eine Feinunze Silber (etwa 31,1 Gramm) erstmals über 100 US-Dollar (ca. 89 Euro). Ein Jahr vorher, Anfang 2025, hatte der Feinunzen-Preis noch bei 30 Dollar gelegen. Derzeit liegt der Preis knapp unter 50 Dollar.

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