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BackKrieg in der Ukraine: Aktuelle Entwicklungen und Berichte
Krieg in der Ukraine: Aktuelle Entwicklungen und Berichte
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Die Zeit1 hour agoWorld7 min readGermanyView translation

Krieg in der Ukraine: Aktuelle Entwicklungen und Berichte

Ukraine beziffert Kriegskosten, Tote bei russischen Angriffen auf Kyjiw und Sumy, sowie internationale Reaktionen.

Quick Look

  • Die Ukraine beziffert die Kriegskosten für das nächste Jahr auf 136 Milliarden Euro.
  • Bei nächtlichen russischen Angriffen auf Kyjiw und Sumy gibt es Tote und Verletzte.
  • Russland erhöht derweil seine Rüstungsausgaben.

AI-generated summary

Why It Matters

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert an und führt zu massiven finanziellen Belastungen sowie zivilen Opfern.

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Russische oder ukrainische Angaben to Details einzelner Angriffe und zur Zahl Verletzter und Getöteter lassen sich derzeit nicht unabhängig verifizieren.

Die ukrainische Regierung geht im kommenden Jahr von Kriegskosten in Höhe von 136 Milliarden Euro aus. Das sagte Ministerpräsident Serhij Korezkyj. Die Summe sei von Einnahmen des Staates sowie bereits größtenteils bewilligten Finanzhilfen von Partnerländer derzeit nicht gedeckt, warnte er.

Demnach fehlen der Ukraine dafür noch knapp 24 Milliarden Euro. Mehr als sechs Milliarden Euro wolle er durch Mittelumschichtungen und Sparmaßnahmen decken, über weitere knapp 18 Milliarden Euro befinde sich das Land in Verhandlungen mit seinen Unterstützern. Welche Einsparungen konkret geplant seien, sagte der Regierungschef nicht.

Die von Korezkyj genannten erwarteten Kriegskosten im kommenden Jahr bleiben trotz der hohen Summe hinter dem mutmaßlichen Militärbudget Russlands für 2027 zurück. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete am Montag unter Berufung auf russische Regierungsdokumente, Russland plane eine Erhöhung seines Militäretats um 27 Prozent auf rund 178 Milliarden Euro, den höchsten Wert seit Beginn des Krieges. Dafür sollten unter anderem Bildungs- und Gesundheitsbudgets gekürzt werden.

Der Ort Hrafske nördlich von Charkiw-Stadt ist offenbar wieder unter ukrainische Kontrolle. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des Institute for the Study of War (ISW) hervor. Geolokalisierte Aufnahmen zeigen demnach, wie russische Truppen ein Gebäude in dem zuvor besetzten Ort angriffen, das von ukrainischen Soldaten verteidigt wurde.

In der gleichen Region, nördlich von Kupjansk, haben ukrainische Truppen die Angreifer aus einem Waldstück vertrieben. Außerdem griff das ukrainische Militär nach eigenen Angaben ein Munitionslager im besetzten Nowojehoriwka aus der Luft an.

Bei den nächtlichen russischen Luftangriffen hat die Ukraine nach eigenen Angaben fünf ballistische Raketen abgeschossen. Zudem seien 155 Drohnen abgewehrt worden, teilte die Luftwaffe in Kyjiw mit. Bei den Angriffen habe Russland 188 Drohnen und eine nicht genannte Zahl an Marschflugkörpern sowie ballistischen Raketen der Typen Iskander-M und S-400 eingesetzt. Die Abwehr ballistischer Raketen gelingt der Ukraine seit Monaten nur selten.

Die Iskander-M ist die von Russland am häufigsten genutzte ballistische Kurzstreckenrakete. Die eigentlich für die Flugabwehr vorgesehene S-400 wird von russischen Truppen regelmäßig auch gegen Bodenziele eingesetzt und ist ähnlich schwer abzuwehren.

Wie viele Raketen Russland einsetzte, ließ das Militär in Kyjiw offen. Anfang August stellte es die Veröffentlichung genauer Zahlen, was seit Ende 2022 die übliche Praxis des ukrainischen Militärs war, ein. Das Militär begründete seine Entscheidung damit, den sinkenden Anteil an abgewehrten Raketen nicht länger öffentlich machen zu wollen. Hintergrund ist der Mangel an Abwehrraketen, vor allem für das Patriot-Luftverteidigungssystem.

Dadurch ist die Ukraine deutlich verwundbarer gegenüber russischen Angriffen mit ballistischen Raketen geworden, die zuletzt stark zunahmen. Während zeitweise nach Angaben aus Kyjiw bis zu 40 Prozent der ballistischen Raketen abgewehrt werden konnten, fiel die Abwehrrate kurz vor Ende der Veröffentlichung genauer Zahlen auf niedrige einstellige Prozentwerte.

Infolge nächtlicher russischer Angriffe mit Drohnen, Marschflugkörpern und Raketen sind in Kyjiw und der Hauptstadtregion nach örtlichen Angaben drei Menschen getötet worden. In Kyjiw gebe es zwei Tote und vier Verletzte, teilte die Militärverwaltung der ukrainischen Hauptstadt mit. Es sei bei den Angriffen zu Bränden in Lagerhallen, Geschäftsgebäuden und Wohnhäusern gekommen.

Im Kyjiwer Vorort Wyschhorod sei ein getötetes Kind unter Trümmern eines zerstörten Wohngebäudes geborgen worden, schrieb der Kyjiwer Militärverwalter Timur Tkatscheno auf Telegram. Drei weitere Menschen seien verletzt.

Südkorea hat die Übergabe von zwei nordkoreanischen Kriegsgefangenen aus der Ukraine bestätigt. »Auch wenn ich das genaue Datum ihrer Ankunft in Südkorea nicht nennen kann, so kann ich doch bestätigen, dass die beiden Mitte September eintrafen«, teilte der Abgeordnete Youn Kun-young mit.

In der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw hat es Explosionen gegeben. Laut dem Gouverneur Tymur Tkatschenko wurde bei einem russischen Angriff mit Raketen und Drohnen ein Kind getötet, drei Erwachsene wurden verletzt.

Bürgermeister Vitali Klitschko bestätigte auf Telegram, dass in einem Wohngebiet ein Feuer ausgebrochen sei.

Russland plant angesichts drastisch steigender Rüstungsausgaben eine Kürzung der Sozialausgaben. Die Mittel für die Sozialpolitik sollen im Jahr 2027 um sieben Prozent sinken. Dies geht aus Regierungsdokumenten hervor, aus denen die Nachrichtenagentur Reuters zitiert.

Das jüngste Treffen von Bundesaußenminister Johann Wadephul mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow hat aus Sicht von Bundeskanzler Friedrich Merz eine fehlende Bereitschaft Russlands zu bedeutsamen Friedensverhandlungen verdeutlicht.

Bei russischen Luftangriffen auf die nordostukrainische Großstadt Sumy sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Weitere sechs Menschen seien verletzt worden, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj mit.

Der Wirtschaftsbeauftragte des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Kirill Dmitrijew, ist in Washington, D. C. von Vertretern der US-Regierung empfangen worden.

Außenminister Johann Wadephul hat bei einem Besuch in Bratislava die Haltung der slowakischen Regierung gegenüber Russland und der Ukraine kritisiert.

Der Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat der Ukraine den Rückhalt versichert. Russlands »rücksichtslose« Sabotagekampagne in Europa werde nur zu mehr Nato-Unterstützung der Ukraine führen, sagte Rutte.

Der ukrainische Verteidigungsminister Jewhenij Chmara hat seinen Antrittsbesuch in Deutschland abgesagt. Grund für die Absage des für heute geplanten Treffens mit Deutschlands Verteidigungsminister Boris Pistorius sei die aktuelle Lage in der Ukraine.

Ukrainische Soldaten haben russische Truppen südlich von Orichiw zurückgedrängt. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des Institute for the Study of War (ISW) hervor.

Open Questions

  • Wie will die Ukraine die verbleibende Finanzierungslücke schließen?
  • Welche konkreten Einsparungen plant die Regierung?

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This article was originally published by Die Zeit.

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