
AI-generated summary
Die Labourpartei befindet sich nach einem Wechsel an der Spitze mit Andy Burnham als neuem Premierminister in einer Phase des Neuanfangs. Die Partei verspricht einen Politikwechsel und ein neues Industriezeitalter, steht aber vor erheblichen finanziellen Herausforderungen aufgrund hoher Staatsverschuldung und Zinsbelastungen.
Die britische Labourpartei sonnt sich auf ihrem Parteitag noch einmal in der Euphorie des Neuanfangs mit Premierminister Andy Burnham, der den unpopulären Keir Starmer verdrängt hat. Man beschwört eine „Politik der Hoffnung“ und den großen Wandel, der jetzt – diesmal aber wirklich – kommen werde. Doch einige Versprechen klingen komplett unrealistisch. Etwa das angeblich kommende „neue Zeitalter der Industrialisierung“, von dem Schatzkanzler John Healey sprach. Großbritanniens Industrien haben seit Jahren Schwindsucht, sie ächzen unter enorm hohen Energiekosten und anderen Belastungen und bauen Stellen ab. Ein paar Staatsaufträge für Schiffswerften bringen da keine allgemeine Wende.
Immerhin eine unbequeme Wahrheit servierte Schatzkanzler Healey den Delegierten: In den öffentlichen Kassen herrscht Ebbe. Man könne nicht aus dem Vollen schöpfen wie einst New Labour vor fast dreißig Jahren, so Healey. Es ehrt den kantigen Sozialdemokraten, dass er diese Tatsache zentral betonte und auf Fiskaldisziplin pocht. Einer Abkehr von den Fiskalregeln, die manche Parteilinke erträumen, erteilte er eine Absage. Richtig ist auch, dass Healey Sozialreformen anmahnt, damit staatliche Arbeitslosenhilfe für junge Leute nicht zur dauerhaften Falle wird. Reformen sind auch bei der staatlichen Rente nötig, um den Ausgabenanstieg zu bremsen. Sie erfordern viel Mut. Burnhams Vorgänger Starmer scheiterte daran, weil die Parteilinke auf die Barrikaden stieg.
Healey spürt indes den Druck durch Britanniens Schuldenberg von drei Billionen Pfund. Die Zinsen steigen bedrohlich. Pünktlich zu Burnhams Rede kam die Nachricht, dass das Schatzamt in der Auktion für eine neue zehnjährige Anleihe fast 5,4 Prozent Rendite zahlen musste – der höchste Wert seit fast drei Jahrzehnten. Großbritannien zahlt deutlich höhere Zinsen als Frankreich oder Italien, obwohl deren Schuldenquoten noch höher liegen.
Der Schuldenberg droht das Land langfristig zu erdrücken, wenn es nicht gegensteuert. Wie prekär die Lage ist, haben viele Labourdelegierte aber wohl nicht begriffen. Denn der Applaus für Healeys Bekenntnis zur Haushaltsdisziplin blieb eher höflich-mau.
AI outlook — possibilities, not facts
Die Labourpartei wird interne Konflikte über die Höhe der notwendigen Ausgabenkürzungen bekommen.
Likely · Within months
Sozial- und Rentensystemreformen werden verzögert oder abgeschwächt aufgrund von Widerstand innerhalb der Partei.
Possible · Within months

UN Special Rapporteur Francesca Albanese has apologized for her controversial statements on the origins of anti-Semitism and the meaning of the term 'Muselmann' in Nazi concentration camps. Yad Vashem and the IHRA had rejected their theses as historically inaccurate.
NATO has dismissed a Russian letter accusing an escalation over Kaliningrad as irresponsible nuclear weapons rhetoric and stressed that its exercises pose no threat to Russia, while calling on Russia to end the war in Ukraine.

Student protests against canceled classes, understaffing of teachers and poor school conditions culminate on the day of nationwide strikes in the public sector. There were clashes with police, injuries from tear gas and accusations of racism from Jean-Luc Mélenchon. Teachers sometimes show solidarity with the students, while civil servants and firefighters demonstrate for higher salaries and better working conditions. Prime Minister Lecornu is planning an austerity budget despite a national deficit of almost 119 percent of GDP.

The black-red coalition in Germany is in intensive negotiations about three central reforms: the care reform to stabilize care finances, the pension reform with the dispute over the abolition of the 'pension at 63' and the tax reform with relief for low and middle incomes as well as new taxes. Lines of conflict emerge not only between the Union and the SPD, but also within the parties and between the federal and state governments.

Five weeks before the US midterm elections, approval of Donald Trump is at a historic low of 32 percent. Discontent over the Iran war, rising living costs and failed healthcare reforms are fueling Democrats' hopes of a 'blue wave' and Trump's loss of majorities in Congress.

The Union and the SPD are adamant in the dispute over care reform, while the cabinet is due to pass the new austerity law on Wednesday. The Chancellor emphasized justice, but the SPD sees this as its opportunity.