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BackLage am Sonntag: Schüsse bei Rave, Angriffe in der Ukraine und Katastrophe in Nepal
Lage am Sonntag: Schüsse bei Rave, Angriffe in der Ukraine und Katastrophe in Nepal
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Spiegel Deutschland3 hours agoWorld2 min readGermanyView translation

Lage am Sonntag: Schüsse bei Rave, Angriffe in der Ukraine und Katastrophe in Nepal

Schüsse bei Rave in der Schweiz, russische Angriffe auf die Ukraine, die Lage nach der Sturzflut in Nepal und Tibet sowie das Nein der Isländer zu EU-Beitrittsverhandlungen.

Quick Look

Ein Überblick über aktuelle Ereignisse: Tödliche Schüsse bei einem Rave im Schweizer Aarau, anhaltende russische Luftangriffe auf die Ukraine, die Rettungsarbeiten nach Sturzfluten in Nepal und Tibet sowie ein Referendum in Island gegen EU-Beitrittsverhandlungen.

AI-generated summary

Why It Matters

Mehrere Krisenereignisse weltweit am Wochenende, darunter tödliche Schüsse in der Schweiz, anhaltende Angriffe in der Ukraine und eine Naturkatastrophe in Nepal.

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So geschehen zuletzt in Berlin Ende Juli am Rande des Christopher Street Day. Und jetzt bei einem Rave im kleinen Aarau im Schweizer Kanton Aargau. In der Nacht von Sonnabend auf Sonntag, gegen Ende der Veranstaltung mit rund 3500 Teilnehmenden, fielen Schüsse. Eine 22-jährige Italienerin, die in der Schweiz lebte, wurde tödlich getroffen. Fünf weitere Personen kamen teils schwer verletzt ins Krankenhaus, darunter eine Deutsche.

Nach solchen schrecklichen Ereignissen fällt oft der richtige wie hilflose Satz, dass »wir« uns unsere offene Lebensweise nicht wegnehmen lassen dürfen. Die Tanzenden an die Macht. Bis zur Fertigstellung dieser Lage Sonntagnacht war noch völlig unklar, was die möglichen Motive des Täters oder der Täter sein könnten. Die Fahndung läuft. Die Kantonspolizei Aargau, die am Sonntag die Presse mehrmals unterrichtete, schließe weder einen Terroranschlag noch einen Amoklauf oder »ein kriminelles Geschehen mit unbekanntem Hintergrund« aus, wie Schweizer Medien berichteten. Auch die deutsche Polizei hilft bei den Ermittlungen.

Ein Lager, das »dort definitiv nicht hätte sein dürfen«, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videoansprache und meinte: in der Nähe von besiedeltem Gebiet. Bei dem folgenden Großbrand und den Explosionen starben 37 Menschen, Dutzende wurden verletzt. Ein Pflegeheim für Senioren und behinderte Menschen in der Nähe sei zerstört worden. Selenskyj kündigte eine Untersuchung an. Es sollte nicht der einzige Angriff an diesem Wochenende bleiben.

Der Sommer hat Russland keine bedeutsamen Erfolge an der Front beschert. Also verstärkt es den Druck auf die Ukraine durch permanente, groß angelegte Angriffe mit Drohnen, Marschflugkörpern, ballistischen Raketen. Vor allem gegen letztere kann sich die Ukraine derzeit schlecht wehren, weil es ihr an Patriot-Abfangraketen mangelt, die Verteidigung ist überfordert. Darüber werden die EU-Verteidigungsminister bei ihrem informellen Treffen im irischen Wicklow von heute an sprechen müssen, aber das Problem ist: Die Europäer haben selbst zu wenige Abfangraketen. Die Bestände sind knapp, auch, weil im Krieg gegen Iran ein großer Teil verschossen wurde.

Zur russischen Strategie gehört, die Menschen mürbe zu machen. Fahrlässigkeit darf sich die Ukraine nicht erlauben.

Heute ist der fünfte Tag nach der Sturzflut-Katastrophe in Nepal und Tibet, und die Hoffnung schwindet, noch Überlebende zu finden. Dennoch gibt es auch immer wieder gute Nachrichten. Etwa die Rettung eines kleinen Mädchens, vielleicht sechs oder sieben Jahre alt, das die Einsatzkräfte aus verschlammten Trümmern zogen. Auf weiteren Aufnahmen konnte man sehen, wie sich die Rettungskräfte in Camouflage über das kleine, in Decken gewickelte Kind beugten und es fütterten.

Die Regierung von Premierminister Balendra Shah braucht diese Bilder, um die Moral in dem verwundeten Land aufrechtzuerhalten. Zuletzt kamen im Katastrophengebiet Zweifel auf, ob der im vergangenen Jahr an die Macht gekommene Ex-Rapper dem Krisenmanagement gewachsen ist.

Wer erst keine Zweifel aufkommen lassen will, ist Nachbar China. Auch die dortige Führung gibt Bilder heraus – solche, die zeigen, dass die Maßnahmen im von China kontrollierten Tibet effizient ablaufen. »Die Informationslage bricht an der Grenze in zwei Teile«, schreibt unsere Peking-Korrespondentin Maria Stöhr. Während in Nepal unabhängige Berichterstattung möglich ist, ist die einzige Quelle auf der anderen Seite der Grenze der chinesische Staat. Betroffene der Katastrophe in Tibet kommen kaum zu Wort, sodass fast in Vergessenheit gerät: Nicht nur Nepal, auch Tibet ist betroffen.

…ist neben der isländischen Premierministerin Kristrún Frostadóttir die Europäische Union, weil sie offensichtlich die Mehrheit der Isländer nicht für Brüssel und Verhandlungen für einen Beitritt in die EU gewinnen konnten. Bei einem Referendum zu der Frage stimmten 53 Prozent der Isländerinnen und Isländer nun dagegen. Den Menschen auf der Insel im Nordatlantik geht es wirtschaftlich gut, die Nato-Mitgliedschaft und der Zugang zum EU-Binnenmarkt reichen ihnen vielleicht. Es war knapp. Und dennoch: Vielleicht braucht es auch mehr als Besuche von Spitzenpolitikern vom europäischen Festland, um die Menschen zu überzeugen.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • EU-Verteidigungsminister beraten über Mangel an Abfangraketen

    Very likely · Within days

Open Questions

  • Welche Motive hatte der Täter bei den Schüssen in Aarau?
  • Wie reagieren EU-Verteidigungsminister auf den Mangel an Abfangraketen?

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This article was originally published by Spiegel Deutschland.

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