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Die CDU dominierte seit 2002 die Politik in Sachsen-Anhalt und stellte durchgehend den Ministerpräsidenten. Bei der Wahl 2021 erzielte sie 37,1 Prozent. Die AfD war damals ein stärkerer Konkurrent als erwartet, was viele Wähler zur CDU trieb, um sie zu verhindern.
Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026
So hat Sachsen-Anhalt gewählt
Ein kompliziertes Wahlergebnis zeichnet sich in Sachsen-Anhalt ab. Welche Koalitionen sind möglich? Wer hat welchen Wahlkreis gewonnen? Welche Parteien sind in Ihrer Region besonders stark? Ein Überblick.
In den Tagen vor der Wahl hat die AfD immer wieder betont, dass sie allein regieren will. Die Partei wolle keine Koalition eingehen, weil sie sonst ihr versprochenes Programm nicht umsetzen könne, ließ AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund mehrfach wissen. Auch nach der Wahl bekräftigte er, dass eine AfD-Minderheitsregierung nicht in Frage komme.
Eine Zusammenarbeit mit der AfD haben aber alle anderen Parteien vor der Wahl ausgeschlossen. Nur das BSW bot an, mit der AfD eine „überparteiliche Expertenregierung“ einzusetzen. Will die CDU trotz ihres Absturzes in der Wählergunst weiter regieren, brauchte sie viele Partner.
Jeder Wähler in Sachsen-Anhalt hatte zwei Stimmen. Mit der Erststimme wurde in 41 Wahlkreisen ein Kandidat direkt in das Landesparlament gewählt. Mit der Zweitstimme wählten die Wahlberechtigten eine Partei und bestimmten so über die Verteilung der Mandate.
Nach jeder Wahl blicken die Parteien auf die Wählerwanderung. An wen haben sie Wähler verloren, von woher haben sie Wähler gewonnen? Daraus versuchen sie Schlüsse zu ziehen und überlegen, wie sie möglicherweise ihren Kurs ändern müssen.
Etwa 1,69 Millionen Bürger durften in Sachsen-Anhalt ihre Stimme abgeben. Ende vergangenen Jahres lebten rund 2,12 Millionen Menschen in dem Land. Bei der Landtagswahl 2021 lag die Wahlbeteiligung bei 60,3 Prozent. Bei der Bundestagswahl 2025 wählten 77,7 Prozent der Sachsen-Anhalter – ein Rekord. Bei Landtagswahlen ist die Wahlbeteiligung traditionell niedriger als bei Bundestagswahlen, aber diesmal nahmen ungefähr genauso viele Bürger an der Landtagswahl teil.
Bisher hatte die CDU Sachsen-Anhalt fest im Griff – 37,1 Prozent der Stimmen holte die Partei bei der Wahl 2021, seit 2002 stellt sie durchgehend den Ministerpräsidenten. Sven Schulze regierte zuletzt in Magdeburg in einer Deutschland-Koalition mit den Juniorpartnern SPD und FDP. Die Sozialdemokraten hatten in der vergangenen Landtagswahl 8,4 Prozent geholt, die Liberalen 6,4 Prozent.
Schulze hat das Amt erst im Januar von Reiner Haseloff übernommen. Dieser hatte 2021 ein überraschend gutes Ergebnis für die CDU geholt. Damals war ein Kopf-an-Kopf-Rennen der Christdemokraten mit der AfD vorausgesagt worden – was offenbar viele Wähler in der Wahlkabine dazu brachte, ihr Kreuz bei der CDU zu machen, um die AfD als stärkste Kraft zu verhindern.
Das Regieren wird in jedem Falle schwierig werden: Sachsen-Anhalts Kassen sind leer. Das Land hat einen Schuldenstand von knapp 25 Milliarden Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung der Landesebene liegt bei rund 11.500 Euro. Kein anderes ostdeutsches Land weist eine höhere Pro-Kopf-Verschuldung auf.
AI outlook — possibilities, not facts
Die CDU wird versuchen, eine Koalition mit mehreren kleineren Parteien zu bilden, um zu regieren.
Likely · Within weeks
Die AfD wird ihre Forderung nach Alleinregierung aufrechterhalten, obwohl andere Parteien eine Zusammenarbeit ausschließen.
Likely · Within weeks
Ralf Stegner, SPD member of the Bundestag, describes the AfD election result in Saxony-Anhalt as a debacle and warns of the danger of right-wing extremist parties for democracy and peace. He criticizes the SPD for being too technocratic and lacking passion, calls for a ban on the AfD and emphasizes the government's responsibility towards its citizens.

On his Truth Social platform, US President Donald Trump shared a screenshot of a German-language projection for the state election in Saxony-Anhalt, in which the AfD is clearly ahead. The screenshot apparently comes from the Tagesschau website. Trump did not comment further on the post.

After the CDU's significant election loss in Saxony-Anhalt, criticism of Chancellor Friedrich Merz is growing within the party. Party members see a “Chancellor problem” and are discussing possible consequences, while the leadership comes under pressure.

Following the state election in Saxony-Anhalt, BSW lead candidate Thomas Schulze signals willingness to talk with the AfD, rejects the firewall, and sees common ground in Russia and energy policy, while emphasizing programmatic differences in education and the economy.
CDU Secretary General Franziska Hoppermann expressed her confidence on ZDF's "heute journal" that Sven Schulze will lead government formation talks despite significant losses for his party in the state election in Saxony-Anhalt. She emphasized the need for stability and stated that internal party committees would meet as usual.
According to projections, the AfD will achieve 44 to 44.4 percent in the state elections in Saxony-Anhalt, doubling its share of the vote compared to 2021. The CDU halves its share to around 17.2-17.4 percent and suffers its worst result. A sole government for the AfD is not mathematically possible because no other party wants to form a coalition with it. The Greens achieved their best result in a state election in Saxony-Anhalt with 8.9 percent, while the FDP was thrown out of parliament. Voter turnout is a record 76.9-78.1 percent.