Linke-Spitzenkandidatin Eralp kritisiert Auftritt von Rapper mit Gewaltaufrufen bei Wahlkampfveranstaltung
Quick Look
- Die Berliner Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp hat den Auftritt des Rappers Dahabflex bei einer Wahlkampfveranstaltung des Neuköllner Bezirksverbandes ihrer Partei scharf kritisiert, nachdem er ein Lied mit Aufrufen zur Gewalt gegen die israelische Armee gesungen haben soll.
- Sie fordert Aufklärung und Konsequenzen und betont ihren klaren Standpunkt zum Schutz jüdischen Lebens und gegen Antisemitismus.
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Why It Matters
Die Veranstaltung "Wütend auf den Kapitalismus" fand im Wahlkampf zur Abgeordnetenhauswahl und zu den BVV-Wahlen am 20. September statt. Dabei sollten Kandidaten der Linken sowie Musiker und Künstler auftreten. Der Intifada-Begriff bezeichnet palästinensische Aufstände gegen die israelische Besatzung in den späten 1980er und frühen 2000er Jahren mit zahlreichen Angriffen und Selbstmordanschlägen und hohen Verlusten auf beiden Seiten.
Die Berliner Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp hat den Auftritt eines Rappers mit Gewaltaufrufen bei einer Wahlkampfveranstaltung des Neuköllner Bezirksverbandes ihrer Partei sehr deutlich kritisiert. „Wie meine Parteivorsitzende Kerstin Wolter verurteile ich den Auftritt in Neukölln aufs Schärfste. Aufrufe zur Gewalt und zur Tötung von Menschen sind absolut inakzeptabel“, teilte Eralp der Deutschen Presse-Agentur mit. „Ich bin entsetzt, die Verantwortlichen hätten sofort intervenieren müssen.“
Die Veranstaltung am Freitagabend auf dem Herrfurthplatz hieß „Wütend auf den Kapitalismus“. Angekündigt waren Kandidaten der Linken für die Abgeordnetenhauswahl und die BVV-Wahlen am 20. September sowie Musiker und andere Künstler.
Nach Medienberichten soll der umstrittene Rapper Dahabflex ein Lied gegen den Krieg Israels in Gaza mit Zeilen wie „Yalla Yalla Intifada Westbank, Palästina, Gaza“ sowie „Death to the IDF“ (Tod der israelischen Armee) gesungen haben. Viele Zuschauer tanzten und klatschten, die anwesenden Politiker reagierten demnach nicht.
Eralp: „Ich stehe klar für den Schutz von jüdischem Leben"
Intifada bezeichnet Aufstände in Palästina gegen die israelische Besatzung Ende der 1980er und Anfang der 2000er Jahre mit zahlreichen Angriffen und Selbstmordanschlägen und sehr vielen Toten auf beiden Seiten.
Eralp erklärte weiter: „Der Bezirksverband Neukölln hat den Sänger eingeladen, ich erwarte, dass dort aufgeklärt wird, wie es zu so einer Grenzüberschreitung kommen konnte und dass es Konsequenzen gibt. Ich stehe klar für den Schutz von jüdischem Leben und gegen jede Form von Antisemitismus.“
Dass seine Songs Kritik auf sich ziehen, nimmt Dahabflex wohl in Kauf. Sein jüngstes Musikvideo leitet er mit einem Warnhinweis ein. „Dieses Video ist kein Aufruf zur Gewalt“, heißt es zu Beginn von „Bildet Banden!!!“. „Es ist eine Reaktion auf den gesellschaftlichen Rechtsruck und das Wiedererstarken faschistischer Ideologien.“
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Der Bezirksverband Neukölln der Linken wird eine interne Untersuchung zum Vorfall einleiten.
Likely · Within days
Es wird eine öffentliche Debatte über die Grenzen künstlerischer Freiheit und Antisemitismus in politischen Veranstaltungen ausgelöst.
Very likely · Within weeks
Open Questions
- Warum wurde der Rapper Dahabflex zur Veranstaltung eingeladen, trotz bekanntem Inhalt seiner Lieder?
- Welche konkreten Konsequenzen plant der Bezirksverband Neukölln der Linken?
- Wie wird die Partei intern mit dem Vorfall umgehen?
- Gab es seitens anderer Linken-Politiker eine Stellungnahme zum Vorfall?



