David Beckham fordert nach dem Sieg im Campeones Cup den Ballon d'Or für Lionel Messi. Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß hält das für „Schwachsinn“ und plädiert stattdessen vehement für Harry Kane.
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Der Ballon d'Or feiert in diesem Jahr sein 70. Jubiläum, die Zeremonie findet am 26. Oktober im London Palladium Theatre statt.
Eine kurze Momentaufnahme vorweg, zur Einordnung. Lionel Messi hat mit Inter Miami einen weiteren Titel gewonnen und zudem sein 100. Tor für den Klub von David Beckham geschossen. Beim 2:0 gegen Cruz Azul erzielte Messi das 1:0 und bereitete so den Weg für den Sieg im Campeones Cup, einer Art Supercup zwischen dem Meister aus der Major League Soccer und der mexikanischen Liga MX.
Messi traf in der 24. Minute per Kopf nach einer Flanke von Luis Suárez. Für die 100 Tore im Trikot von Inter Miami brauchte der Superstar wettbewerbsübergreifend 115 Pflichtspiele. Gegen Azul schloss sich für Messi ein Kreis: Schon seinen ersten Treffer für Miami hatte er im Juli 2023 gegen die Mexikaner erzielt. Am zweiten Treffer war Messi ebenfalls direkt beteiligt. Seinen Eckball verwertete Casemiro in der 81. Minute mit einem Kopfball zum Endstand.
Team-Mitbesitzer Beckham lobte den argentinischen Superstar nach dem Sieg überschwänglich – und machte Werbung für eine erneute Auszeichnung Messis, der bereits achtmal gewonnen hat. „Wenn man ihn Sachen machen sieht wie heute Abend, wenn man sich die WM anschaut, die er gespielt hat, ist es kein Glück, dass er wieder für den Ballon d'Or in Betracht gezogen wird“, sagte Beckham.
Messi sei „wahrscheinlich der beste Spieler dieses Turniers gewesen. He is 39 years old and has such an impact...“ Messi sei 39 Jahre alt und einen solchen Einfluss zu haben auf jedes WM-Spiel, wie er das getan hat, das ist etwas Besonderes“. Beckham sagte weiter: „Er hat es sich verdient, für den Ballon d'Or in Betracht gezogen zu werden. Meiner Meinung nach sollte er gewinnen.“
Beim FC Bayern sehen sie das gänzlich anders. Für Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß geht bei der Wahl zum weltbesten Fußballer in diesem Jahr kein Weg an Harry Kane vorbei. „Er hätte es extrem verdient. Und ich hoffe auch, dass er ihn kriegt“, sagte Hoeneß der „Münchner Abendzeitung“.
„Messi den Ballon d'Or zum fünften Mal zu geben, halte ich für Schwachsinn“, sagte Hoeneß deutlich. Kane habe anders als die Konkurrenten „eine überragende Saison über alle Wettbewerbe“ gehabt, erläuterte Hoeneß: „Wenn er es dieses Jahr nicht verdient, wann dann?“
Bei der Journalistenwahl für den Ballon d'Or werden neben dem Münchner Stürmerstar primär den spanischen Weltmeistern Lamine Yamal und Rodri, den beiden Franzosen Kylian Mbappé und Ousmane Dembélé sowie eben Messi gute Chancen eingeräumt.
Der ebenfalls hoch gehandelte Mbappé, Torschützenkönig in der Champions League und bei der WM, sei mit Real Madrid hingegen „nicht mal spanischer Meister geworden“, sagte der 74-Jährige: „Die haben gar keinen Titel gewonnen – und wir zwei.“
Kane mit 73 Toren – nur Messi schaffte einst mehr
Der 33-jährige Kane gewann mit Bayern die Meisterschaft und den DFB-Pokal, erreichte in der Champions League das Halbfinale und wurde als Kapitän der englischen Nationalmannschaft WM‑Dter. Er gewann zudem den goldenen Schuh als bester Torjäger Europas. In der abgelaufenen Bundesliga-Saison wurde er mit 36 Treffern zum dritten Mal in Serie Torschützenkönig.
Die Zeremonie findet am 26. Oktober erstmals im London Palladium Theatre statt. Die diesjährige Ausgabe hat eine besondere Bedeutung, da der 1956 von „France Football“ ins Leben gerufene Ballon d'Or sein 70. Jubiläum feiert.
Insgesamt kam Kane in der Vorsaison auf 73 Pflichtspieltore für Verein und Nationalmannschaft. Nur Messi war in der Saison 2011/12 mit insgesamt 82 Treffern für den FC Barcelona und das argentinische Nationalteam erfolgreicher. Andere Kandidaten, die sowohl mit Erfolgen in der europäischen Königsklasse als auch der WM klar herausstechen, gibt es dieses Mal nicht.
Als letzter Münchner Profi gewann vor 45 Jahren Karl-Heinz Rummenigge 1981 den Ballon d'Or, nachdem er auch 1980 gesiegt hatte. Zudem sicherten sich Franz Beckenbauer (1972 und 1976) sowie Gerd Müller (1970) als Bayern-Spieler den Titel.
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Die Ballon-d'Or-Zeremonie findet am 26. Oktober statt.
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