
Israels Premierminister bekennt sich zu Angriff auf Militärflugplatz Abu al-Duhur und kritisiert türkische Militärpräsenz in Syrien.
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Der Flugplatz Abu al-Duhur ist seit 2012 außer Betrieb. Berichten zufolge wird er derzeit mit türkischer Unterstützung instand gesetzt.
Ein Luftschlag auf einen Militärflugplatz im Nordwesten Syriens sorgt für neue Spannungen zwischen der Türkei und Israel. Israels Premierminister Benjamin Netanyahu sagte am Mittwoch in einem Podcast, es handele sich um eine »deutliche Warnung« an die Türkei. Damit bekannte sich Netanyahu zur israelischen Urheberschaft der Angriffe, die zuvor nicht offiziell bestätigt worden war.
Israels Armee hatte am Dienstag einen verlassenen Militärflugplatz im Nordwesten Syriens bombardiert. Getötet wurde bei dem Angriff auf den Flugplatz Abu al-Duhur in der Provinz Idlib syrischen Angaben zufolge niemand.
Der betroffene Militärflugplatz ist seit 2012 außer Betrieb und wird derzeit von Einheiten des Verteidigungsministeriums bewacht, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Sicherheitskreisen in Syrien erfuhr. Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wird der Flugplatz derzeit mit türkischer Hilfe wieder instand gesetzt. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Nach Angaben der Beobachtungsstelle soll sich kurz vor dem Angriff eine türkische Delegation auf dem Areal befunden haben. Israel wirft der Türkei vor, das Land wolle seine Präsenz in der Region ausweiten.
Israel verschärft Ton gegenüber Ankara
»Wir werden eine sich nach Süden ausbreitende türkische Militärpräsenz nicht tolerieren, da dies eine Bedrohung für uns darstellt«, erklärte Netanyahu nun. Man habe zunächst »in allgemeiner Form« eine Warnung gegen eine türkische Militärpräsenz auf einem Flugplatz nahe Aleppo, das unweit der türkischen Grenze liegt, ausgesprochen. »Anscheinend haben sie diese Botschaft nicht gehört, also haben wir dafür gesorgt, dass sie sie deutlicher verstehen«, sagte er.
Netanyahus Büro hatte zuvor bereits mitgeteilt, dass Israel eine »Bedrohung« durch eine türkische Präsenz nicht dulden werde. Israel habe Syrien »wiederholt vor einem türkischen Militäreinsatz gewarnt«, hieß es. Ein solcher Einsatz würde »eine Bedrohung für die Sicherheit Israels darstellen«. Damaskus habe sich jedoch »entschieden, diese Warnungen zu ignorieren«.
US-Botschafter geht auf Distanz
Unterstützung erhielt Ankara dabei vom US-Botschafter in der Türkei, Tom Barrack. Barrack, der auch der US-Sondergesandte für Syrien ist, machte Israel für den Angriff verantwortlich und verurteilte ihn. Die syrische Übergangsregierung verurteilte den Angriff ebenfalls und sprach von einem »ungerechtfertigten Akt der Aggression«.

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