
Der französische Luxuskonzern LVMH verliert den Titel des wertvollsten Unternehmens in Frankreich. Auch für Gründer Bernard Arnault geht es an der Börse bergab.
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Der französische Luxuskonzern LVMH verzeichnete durch nachlassende Nachfrage in China und geopolitische Spannungen starke Kursverluste an der Börse.
Der Konzern hinter Louis Vuitton hat zuletzt kräftig an Börsenwert eingebüßt. Die weltweite Krise der Luxusbranche trifft auch das Vermögen der Eignerfamilie Arnault.
Düsseldorf. Der französische Luxuskonzern LVMH hat den Titel des wertvollsten börsennotierten Unternehmens in Frankreich am Dienstag verloren. Mit einer Bewertung von rund 231 Milliarden Euro fiel LVMH hinter den Kosmetikkonzern L’Oréal zurück. Auch im europäischen Vergleich gehört die Gruppe um die Modemarke Louis Vuitton, das Champagnerhaus Moët und die Cognac-Marke Hennessy nicht länger zu den wertvollsten zehn Unternehmen an der Börse – erstmals seit 2017.
„Die, die behaupten, Europa sei zurück, liegen falsch. Europa ist nicht zurück: LVMH verrät uns, dass der Hauptwachstumstreiber Luxus, kaputt ist“, sagte ING-Chefinvestmentstratege Vincent Juvyns zu Bloomberg.
Noch 2023 kostete eine LVMH-Aktie mehr als 900 Euro. Heute gibt es die Titel für weniger als die Hälfte des Werts. Die Nachfrage nach Luxusgütern hat vor allem in China nachgelassen, weil das Wirtschaftswachstum dort zuletzt schwächelte. Auch der Irankrieg hat die Kauflaune in den Luxusgeschäften entlang des Persischen Golfs gedämpft.
In China trifft ein Markenrechtsstreit LVMH zusätzlich. Die chinesische Teemarke Molly Tea habe ein Logo, das dem vierblättrigen Symbol von Louis Vuitton zu ähnlich sei, erklärte der Konzern – und ging gegen den chinesischen Anbieter vor. Kunden in China reagierten empört auf den Schritt. Analysten rechnen mit Umsatzeinbußen durch den Streit.
Der Wertverfall trifft auch die Familie um den französischen Multimilliardär Bernard Arnault, die das Konglomerat kontrolliert. Arnault gehört laut Bloomberg inzwischen nicht mehr zu den reichsten Menschen der Welt. Er war der einzige verbliebene Europäer auf dieser Liste, die nun nur noch US-Amerikaner umfasst.
Auch andere Luxus-Aktien haben deutlich an Wert verloren. Der Chanel-Konzern Kering ist heute noch etwa ein Drittel so viel wert wie zu Hochzeiten im Jahr 2021. Der Börsenwert des Lederwarenherstellers Hermes hat sich gegenüber dem Hoch im Jahr 2025 etwa halbiert.
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Umsatzeinbußen durch den Markenrechtsstreit in China
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