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In Nepal kam es zu schweren Überschwemmungen und Erdrutschen aufgrund von Starkregen, die zu einer verheerenden Flutkatastrophe führten. Viele Leichen wurden von den Fluten kilometerweit mitgerissen und sind stark verwest, wodurch eine visuelle Identifizierung unmöglich ist.
In Nepal werden die ersten Opfer der verheerenden Flutkatastrophe in Massengräbern beigesetzt. Die Entscheidung ist lokalen Medienberichten zufolge umstritten, weil die meisten Opfer Hindus sind und nach hinduistischer Tradition eine Einäscherung üblich ist. Vor der Beisetzung werden nach Behördenangaben DNA-Proben, Fotos und weitere Daten der Toten gesichert, damit Angehörige ihre Verwandten später identifizieren lassen können.
«Unsere oberste Priorität ist die Rückführung aller Opfer zu ihren Familien», zitierte die Zeitung «Kathmandu Post» einen Polizeisprecher. «Wo eine visuelle Identifizierung jedoch unmöglich ist und die sterblichen Überreste schnell zu verwesen beginnen, müssen wir DNA-Profile sichern und eine würdevolle Bestattung durchführen.»
In sozialen Medien wurde die Entscheidung kontrovers diskutiert. Ein Nepalese schrieb auf X: «Darf man im Namen der Wissenschaft ein 3.000 Jahre altes Todesritual abschaffen? Für 85 Prozent der Menschen im Land ist das Todesritual das wichtigste unter den 16 Sakramenten.»
Risiko für die öffentliche Gesundheit
Die Bezirksverwaltung im Distrikt Chitwan an der Grenze zu Indien hatte zuvor bereits mitgeteilt, dass viele Leichen von den Fluten kilometerweit mitgerissen wurden und schon so stark verwest seien, dass eine schnelle Identifizierung unmöglich sei. Experten warnten vor Risiken für die öffentliche Gesundheit.
Die Zahl der Toten steigt unaufhörlich. Insgesamt wurden in Nepal und Tibet bislang mehr als 900 Leichen gefunden, tatsächlich dürften es aber weit mehr Opfer sein. Etwa 4.800 Menschen werden auf beiden Seiten noch vermisst, darunter Hunderte Ausländer. Auch zu mindestens acht Deutschen gibt es seit der Sturzflut am vergangenen Mittwoch keinen Kontakt mehr.
Die Rettungskräfte in Nepal konzentrieren sich unterdessen auch auf mehrere Wasserkraftwerke, die von den Schlammmassen stark beschädigt wurden. Hunderte Arbeiter werden in einem Tunnel an einem der Dämme vermutet. Spezialisten aus Indien und China arbeiten bei den komplizierten Bergungsarbeiten mit, die zuletzt von steigenden Wasserständen und schlechtem Wetter beeinträchtigt wurden.
Angst vor neuen Erdrutschen
Im Katastrophengebiet in China versuchen die Einsatzkräfte, eine wichtige Zufahrtsstraße in das Gebiet wieder befahrbar zu machen, um schweres Gerät anzuliefern. Probleme bereitet jedoch die Gefahr weiterer Erdrutsche und Fluten. In der Region ist für die kommenden Tage weiterer Regen angekündigt.
Auch die Versorgung der Überlebenden bleibt schwierig. Überschwemmungen und Erdrutsche haben wichtige Straßen und Brücken zerstört, darunter die wichtigste Verbindung zwischen Nepals Hauptstadt Kathmandu und den südlichen Landesteilen. Die Regierung hat zwar Ausweichrouten geöffnet, doch einige davon sind schmal und selbst beschädigt.
Sorge um betroffene Kinder
Viele Familien harren Hilfsorganisationen zufolge in überfüllten Notunterkünften in der Unglücksregion aus. «Dort gibt es zu wenige Schlafplätze, es ist heiß und stickig, es herrschen schlechte Hygieneverhältnisse», teilte «Save the Children» mit. Zudem fehle es an Nahrung, Trinkwasser und medizinischer Hilfe. Durch mangelnde Hygiene und die Enge in den Notunterkünften könnten sich Krankheiten schnell ausbreiten.
Zahlreiche Betroffene würden zudem kurzfristig in andere Unterkünfte verlegt, was vor allem die Kinder zusätzlich belastete. «Wir sind äußerst besorgt um Kinder, die nach einer solchen schweren Katastrophe psychisch labil sind», sagt Tara Chettry, Länderdirektorin von Save the Children in Nepal. «Wenn sie ohne triftigen Grund oder ohne angemessene Nachverfolgung von einer Notunterkunft in die nächste verlegt werden, erhöht das die Risiken für diese Kinder erheblich.» Nach einer Katastrophe dieses Ausmaßes bräuchten sie vor allem Stabilität.
AI outlook — possibilities, not facts
Die Zahl der bestätigten Toten wird in den kommenden Tagen weiter steigen, da noch Tausende vermisst werden.
Very likely · Within days
Die Bergungsarbeiten an den beschädigten Wasserkraftwerken werden aufgrund von steigenden Wasserständen und schlechtem Wetter verzögert.
Likely · Within weeks
Es besteht ein erhöhtes Risiko für Krankheitsausbrüche in den überfüllten Notunterkünften aufgrund schlechter Hygieneverhältnisse.
Likely · Within weeks

Nach einer verheerenden Flutwelle in Nepal und Tibet haben Behörden mit Massenbestattungen nicht identifizierter Opfer begonnen. Über 900 Tote wurden geborgen, Tausende werden noch vermisst.

Eine schwere Sturzflut im Grand Canyon in Arizona hat einen 46-Jährigen das Leben gekostet, Dutzende Evakuierungen erzwungen und die einzige Wasserleitung des Nationalparks beschädigt. Behörden prüfen zudem den Verbleib von 15 Personen.

Ein Überblick über aktuelle Ereignisse: Tödliche Schüsse bei einem Rave im Schweizer Aarau, anhaltende russische Luftangriffe auf die Ukraine, die Rettungsarbeiten nach Sturzfluten in Nepal und Tibet sowie ein Referendum in Island gegen EU-Beitrittsverhandlungen.
Nach einer Sturzflut in Nepal sind mindestens 933 Arbeiter auf Baustellen eingeschlossen, darunter in einem Tunnel an einem Damm. Die Zahl der geborgenen Leichen stieg auf 903, insgesamt wurden mindestens 919 Menschen getötet. In China werden drei Deutsche unter 546 Vermissten gemeldet. Rettungsarbeiten werden durch steigende Wasserstände, schlechtes Wetter und zerstörte Infrastruktur erschwert.
Bei dem Unglück der Fähre „Filo Jet“ vor der Küste Zyperns starben mindestens acht Menschen, 18 werden noch vermisst. Der Kapitän und sieben Crewmitglieder wurden festgenommen, Passagiere beschuldigen die Besatzung von verschlossenen Türen und Fluchtwegen. Ermittler hoffen auf die Bergung des Schiffsdatenschreibers in über 500 Meter Tiefe, um die Ursache des Unglücks zu klären.
Das US-Militär hat nach Medienberichten erstmals seit Ende Juli wieder Ziele im Iran angegriffen, darunter zwei Raketenwerfer auf der Insel Larak, um die Legung von Seeminen in der Straße von Hormus zu verhindern. Gleichzeitig plant das US-Finanzministerium wöchentliche neue Sekundärsanktionen gegen den Iran, zunächst fokussiert auf Banken. Iranische Staatsmedien berichteten von getöteten und verwundeten Soldaten und Zivilisten beim Angriff und drohten mit Reaktion und Bestrafung. Trotz wiederholter Behauptungen von Donald Trump über die Öffnung der Straße von Hormus bleibt der Schiffsverkehr deutlich unter dem Vorkriegsniveau.