Massentourismus auf Mallorca: Erneute Proteste gegen Wohnungsnot
In Palma demonstrierten rund 1000 Menschen gegen die sozialen Folgen des anhaltenden Besucherbooms auf der Insel.
Quick Look
- Auf Mallorca protestierten erneut rund 1000 Menschen gegen die negativen Folgen des Massentourismus.
- Die Teilnehmer forderten bezahlbaren Wohnraum und kritisierten die soziale Belastung durch den Besucherboom in Palma.
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Why It Matters
Die Wohnkosten auf Mallorca sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen, was teilweise auf illegale Ferienvermietungen zurückgeführt wird.
Der Massentourismus verschärft auf Mallorca die Wohnungsnot. In Palma protestierten erneut rund 1000 Menschen gegen die wirtschaftlichen und sozialen Folgen des anhaltenden Besucherbooms.
Einheimische auf Mallorca haben erneut gegen den Massentourismus auf der Urlaubsinsel protestiert. Die nach Polizeiangaben rund 1000 Demonstranten bildeten mit Stühlen eine Sitzkette, die von der Plaza de España bis zum Regierungssitz am Meer gebildet wurde. Erst Ende Juli hatten rund 25.000 Menschen gegen den Tourismus auf der größten der Balearen-Inseln demonstriert.
Dieses Mal hielten manche Teilnehmer selbst gemalte Transparente in den Händen mit Aufschriften auf Englisch wie „Your paradise, our hell“ (Euer Paradies, unsere Hölle), „Waiting line for a rent in Palma“ (Warteschlange für eine Mietwohnung in Palma) oder auch „Tourist go home“. Da die Zahl der Teilnehmer für eine geschlossene Kette nicht ausreichte, unterteilte der Veranstalter die Strecke in mehrere Abschnitte.
Für den Protest zeichneten die Umweltverbände GOB und Terraferida verantwortlich. Die Initiative „Menys Turisme, més vida“ (Weniger Tourismus, mehr Leben), die sonst Zehntausende Menschen für die Demonstrationen mobilisiert, fehlte diesmal.
Die seit Jahren andauernden Kundgebungen richten sich nicht gegen die Urlauber an sich, sondern die Folgen des Massentourismus. Wohnraum auf Mallorca ist in den vergangenen Jahren immer teurer geworden. Daran trägt auch die illegale Ferienvermietung eine Mitschuld.
Open Questions
- Wie wird die Regionalregierung auf die Forderungen reagieren?



