
Der Medien- und Beteiligungsbereich sollen künftig rechtlich voneinander getrennt sein. Das dürfte auch Verkaufspläne des Medienkonzerns vereinfachen.
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Das Medienhaus Burda strukturiert seine Geschäftsbereiche um, um das Verlagsgeschäft und die Beteiligungen zu trennen.
Der Medien- und Beteiligungsbereich sollen künftig rechtlich voneinander getrennt sein. Das dürfte auch Verkaufspläne des Medienkonzerns vereinfachen.
Burda-Druckerei: Mit dem Medien- und Verlagsgeschäft einerseits, und dem Beteiligungsgeschäft andererseits sollen dadurch „zwei schlagkräftige, fokussierte Unternehmen“ entstehen. Foto: Burda
Düsseldorf. Das Medienhaus Burda spaltet sich in zwei rechtlich eigenständige Unternehmen auf: Burda Media und Burda Equity. Das gab das Unternehmen am Dienstag bekannt. Mit dem Medien- und Verlagsgeschäft einerseits, und dem Beteiligungsgeschäft andererseits sollen dadurch „zwei schlagkräftige, fokussierte Unternehmen“ entstehen, heißt es. Die rechtliche Umsetzung soll bis spätestens 2028 abgeschlossen sein.
Die Eigentümer, Patriarch Hubert Burda und seine zwei Kinder, Jacob und Elisabeth, sollen über eine Holdinggesellschaft unverändert an beiden Unternehmen beteiligt bleiben. Burda hatte bereits im vergangenen Jahr intern umstrukturiert und die beiden Geschäftsbereiche klarer voneinander getrennt.
Die bekanntesten Marken im Medienbereich von Burda sind die Magazine „Focus“ und „Bunte“. In seinem Beteiligungsgeschäft ist Burda unter anderem mit „HolidayCheck“, „Cyberport“ und Xing aktiv.
Portfolio-Umbau wird erleichtert
Besonders im Beteiligungsgeschäft versucht Burda aktuell, sich zu verschlanken. Wie das Handelsblatt exklusiv berichtet hatte, wurde im vergangenen Jahr zunächst ein Partner für die Arbeitgeber-Bewertungsplattform „Kununu“ gesucht. Diese Pläne zerschlugen sich allerdings, nachdem Burda nicht den gewünschten Preis erzielen konnte. Zuletzt suchte Burda nach einem Käufer für das Urlaubsportal „HolidayCheck“, wie das Handelsblatt exklusiv berichtet hatte.
Medien
Burda steckt im Umbau – aber der harte Schnitt steht erst noch bevor
Die Suche nach Käufern und Investoren könnte mit der rechtlichen Aufspaltung der Unternehmensbereiche nun vereinfacht werden. Vorstandssprecher Maximilian Preisser sagte zur neuen Struktur: „Investmentgeschäfte erfordern Portfoliodisziplin, strukturelle Unabhängigkeit und langfristige Geschäftsentwicklung.“ Burda Equity könne eigenständig Partnerschaften mit Investoren eingehen und externes Kapital mobilisieren, heißt es.
Diese Meldung wird laufend aktualisiert.
Mehr: Medien-Chef verlässt Burda nach nur sechs Monaten
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Rechtliche Umsetzung bis spätestens 2028 abgeschlossen
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