Merz warnt vor AfD-Landesregierung in Sachsen-Anhalt und wirbt für EU-Binnenmarkt
Quick Look
- Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei seinem zweiten Wahlkampfbesuch in Sachsen-Anhalt vor den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen einer möglichen AfD-Landesregierung gewarnt und sich für den Ausbau des EU-Binnenmarktes ausgesprochen.
- Bei einem Besuch der UPM-Bioraffinerie in Leuna kritisierte er die AfD-Haltung zur EU und betonte die Bedeutung des Projekts für den Standort.
- Die Veranstaltung war nicht öffentlich, Merz traf sich nur mit Geschäftsführung und Betriebsrat.
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Why It Matters
Friedrich Merz führt seinen Wahlkampf in Sachsen-Anhalt vor der Landtagswahl. Die AfD wird in Umfragen als stärkste Kraft gehandelt. Die UPM-Bioraffinerie in Leuna ist ein bedeutendes Industrieprojekt mit 1,3 Milliarden Euro Investition.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei seinem zweiten Wahlkampfbesuch in Sachsen-Anhalt erneut vor den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen einer möglichen AfD-Landesregierung gewarnt. »Wer möchte, dass Deutschland ein offenes und liberales Land bleibt, und wer möchte, dass Sachsen-Anhalt ein interessanter, auch europäisch interessanter Standort bleibt, der darf am Sonntag nicht die AfD wählen«, sagte er in Leuna bei einem gemeinsamen Besuch der UPM-Bioraffinerie mit Ministerpräsident Sven Schulze (beide CDU). Zuvor war Merz am Montag bereits nach Quedlinburg gereist.
In Leuna kritisierte der Kanzler vor allem die Haltung der AfD zur Europäischen Union. »Wer wie die AfD aus dem Binnenmarkt rauswill, aus Schengen rauswill, aus der Europäischen Union rauswill, der stellt solche Projekte, wie sie hier hinter uns entstehen, von Grund auf infrage«, sagte er. UPM hat an dem Standort nach eigenen Angaben 1,3 Milliarden Euro in Deutschlands erste industrielle Holz-Bioraffinerie investiert.
Merz wirbt für Ausbau des EU-Binnenmarktes
Merz kündigte an, sich für die Entwicklung und Vertiefung des EU-Binnenmarktes einsetzen zu wollen. »Das ist unsere große Chance«, sagte er und verwies auf US-Zolldrohungen sowie Ungleichgewichte im Handel mit China. »Wenn wir dagegen bestehen wollen, auch technologisch, dann geht es nur so«, sagte er weiter.
Wie zuvor in Quedlinburg war auch in Leuna kein direkter Kontakt mit Wählerinnen und Wählern geplant. Merz traf sich nur mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat. Die Veranstaltung war nicht öffentlich, im Anschluss war lediglich ein gemeinsames Statement vor Kameras angesetzt. Am Abend wollte Merz sich zudem mit 30 Bürgermeistern in Sachsen-Anhalt treffen.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die AfD wird bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt eine starke Ergebnis erzielen, möglicherweise die stärkste Kraft stellen.
Likely · Within days
Merz wird sich weiterhin für den Ausbau und die Vertiefung des EU-Binnenmarktes einsetzen, insbesondere angesichts von US-Zolldrohungen und Handelsungleichgewichten mit China.
Very likely · Within months
Open Questions
- Wie groß ist die tatsächliche Gefahr einer AfD-Landesregierung in Sachsen-Anhalt gemäß aktuellen Umfragen?
- Welche konkreten Schritte plant Merz zur Stärkung des EU-Binnenmarktes?
- Wie haben lokale Wähler auf Merz' Besuch und seine Warnungen reagiert?




