Rund 90.000 Haushalte von Mieterhöhungen betroffen; Kritik von Politik und Mieterverein nach der Abgeordnetenhauswahl
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Die Linke fordert einen Mietendeckel und die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne. Die LWU verweisen auf gestiegene Instandhaltungskosten, die seit 2016 um 93 Prozent gewachsen sind.
Für rund 90.000 der insgesamt mehr als 400.000 Miethaushalte bei den landeseigenen Wohnungsunternehmen in Berlin steigen in den kommenden Wochen die Mieten. Die Erhöhungen bewegten sich im Schnitt zwischen 15 und 30 Euro pro Haushalt, sagte der Sprecher der sieben landeseigenen Wohnungsunternehmen (LWU), Ingo Malter.
Die Spanne reicht demnach von einigen Cent bis zu über 100 Euro mehr Monatsmiete bei bestimmten größeren Wohnungen mit mehr als 100 Quadratmetern. Die Bescheide über die Mieterhöhungen werden bereits seit einigen Tagen verschickt.
Die Ankündigung kommt nur wenige Tage nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin, bei der die Linke stärkste Kraft geworden ist. Die Partei hatte die Wohnungskrise zum zentralen Thema im Wahlkampf gemacht. Sie will große Wohnungskonzerne vergesellschaften und hat einen Mietendeckel auch für die landeseigenen Wohnungsunternehmen versprochen.
Die Partei reagierte entsprechend empört auf die Ankündigung der Landeseigenen. «Obwohl manche glauben, die von den Landeseigenen sind ja schon vergesellschaftet, die müssen das ja gut finden, muss ich dem vehement widersprechen.» Alle Wohnungsunternehmen seien auf den Gesamtmarkt angewiesen. Ein Risiko sei zudem eine geplante Refinanzierung der notwendigen Entschädigungszahlungen über 100 Jahre. Höhere Zinsen würden das Refinanzierungsmodell sofort zum Platzen bringen.
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