Miteigentümer Beetz kritisiert Galeria-Insolvenz und fordert schnelle Neuausrichtung
Quick Look
Bernd Beetz, Miteigentümer der insolventen Warenhauskette Galeria, kritisiert die Geschäftsführung für den vierten Insolvenzantrag innerhalb von sechs Jahren und fordert eine schnellere Transformation mit stärkerem Warenmanagement, klarer Sortimentsstrategie und kundenorientierter Führung.
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Why It Matters
Galeria hat innerhalb von sechs Jahren vier Insolvenzanträge gestellt (2020, 2022, 2024 und erneut vor Kurzem). Seit Sommer 2024 gehört das Unternehmen der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma von Bernd Beetz. Der Sitz wurde von Essen nach Düsseldorf verlegt.
Miteigentümer Beetz sieht die Insolvenz von Galeria kritisch und fordert mehr Tempo bei der Neuausrichtung. Welche Schritte er für die Zukunft des Warenhauses vorschlägt.
Bernd Beetz zählt seit zwei Jahren zu den Eigentümern von Galeria. (Archivbild) Foto: Fabian Strauch/dpa
Düsseldorf/Berlin. Der Miteigentümer der insolventen Warenhauskette Galeria, Bernd Beetz, kritisiert die Geschäftsführung um Tilo Hellenbock für den Insolvenzantrag und fordert einen schnellen Umbau. Er halte die Insolvenz grundsätzlich für vermeidbar, sagte Beetz der „Bild“-Zeitung.
„Die Gesellschafter haben Galeria in einer schwierigen Lage übernommen und viel Zeit, Energie und eigenes Kapital investiert, um dem Unternehmen eine Zukunft zu geben. Entscheidend wäre gewesen, die notwendige Transformation konsequenter und schneller umzusetzen“, sagte Beetz. Er führte aus, dafür brauche es „insbesondere ein stringentes Warenmanagement, eine klare Sortimentsstrategie und eine deutlich stärkere Kundenorientierung“.
Beetz zeigte sich optimistisch: „Ein Warenhaus kann auch heute erfolgreich sein - aber nur, wenn es sich deutlich vom Wettbewerb abhebt und operativ exzellent geführt wird.“ Beetz betonte, personelle Entscheidungen müssten jetzt anhand der Frage getroffen werden, wer das größte Vertrauen von Gläubigern, Mitarbeitern, Lieferanten und möglichen Investoren genieße: „Es geht nicht um einzelne Personen, sondern darum, die bestmögliche Führung für die nächste Phase sicherzustellen.“
Galeria hatte jüngst beim Amtsgericht Düsseldorf erneut die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Für Galeria ist es nach 2020, 2022 und 2024 der inzwischen vierte Insolvenzantrag innerhalb von sechs Jahren. Der Geschäftsbetrieb in den 83 Filialen soll vorerst weiterlaufen.
Neue Eigentümer seit 2024
Infolge der zurückliegenden Insolvenzverfahren wurden schon zahlreiche Filialen geschlossen. Die Gläubiger verzichteten auf Milliardenforderungen, um der Warenhauskette den Weg aus der Krise zu ermöglichen.
Vor gut zweieinhalb Jahren hatte das Unternehmen, damals noch unter dem Namen Galeria Karstadt Kaufhof, den bislang letzten Antrag gestellt. Vorausgegangen war die Schieflage des damaligen Mutterkonzerns Signa.
Seit Sommer 2024 gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Beetz. Die Namen Kaufhof und Karstadt verschwanden aus dem Firmennamen. Galeria verlegte seinen Sitz von Essen nach Düsseldorf.
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What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Galeria wird unter neuer Führung ein stringentes Warenmanagement und eine klare Sortimentsstrategie umsetzen.
Likely · Within months
Personelle Entscheidungen bei Galeria werden anhand des Vertrauens von Gläubigern, Mitarbeitern, Lieferanten und möglichen Investoren getroffen.
Very likely · Within weeks
Open Questions
- Welche konkreten Schritte plant die neue Führung für die Sortimentsstrategie?
- Wie werden Gläubiger, Mitarbeiter und Lieferanten in den Umstrukturierungsprozess eingebunden?
- Welche finanziellen Mittel stehen NRDC und Beetz für die Transformation zur Verfügung?






