Unplausible Wahlniederschriften und Unregelmäßigkeiten führen zu Nachzählungen in mehreren Landkreisen und Städten.
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In Sachsen-Anhalt fanden Landtagswahlen statt, deren vorläufige Ergebnisse nun aufgrund formaler Mängel in der Dokumentation in einigen Wahlbezirken überprüft werden.
In Sachsen-Anhalt müssen nach der Landtagswahl mehrere Wahlbezirke neu ausgezählt werden. Allein im Burgenlandkreis waren es 27, wie der Landkreis mitteilte. Insgesamt seien 9.438 Stimmzettel nachgezählt worden. «Gravierende Mängel wurden nicht festgestellt.» Über geringfügige Abweichungen der Wahlergebnisse entscheide der Kreiswahlausschuss am Freitag.
Grund für die Nachzählungen war, dass in mehreren Wahllokalen die Tabellen zur Ergebnisfeststellung nicht plausibel ausgefüllt wurden. Den Angaben zufolge wurden Zwischensummen nicht angegeben, sondern nur die Gesamtsummen. «Damit sind aus Sicht des Kreiswahlleiters die Gesamtsummen nicht plausibel dargestellt», teilte der Burgenlandkreis mit. «Die Tiefenprüfung ist noch nicht abgeschlossen. Derzeit kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Nachzählungen notwendig werden.»
Nachzählung auch in der Börde und in Dessau-Roßlau
Auch in der Verbandsgemeinde Westliche Börde ist in zwei Wahlbezirken eine erneute Auszählung erforderlich. «Grund für die Nachzählung ist, dass die eingereichten Wahlniederschriften nicht ordnungsgemäß ausgefüllt wurden», teilte der Landkreis Börde mit. «Dadurch sind die Gesamtsummen des im jeweiligen Wahlbezirk ermittelten Ergebnisses derzeit nicht in Gänze nachvollziehbar.» Die Nachzählung findet am Mittwoch statt und ist öffentlich.
Auch in Dessau-Roßlau werden Stimmen nachgezählt, hier handelt es sich um einen Briefwahlbezirk. Es sei eine kleine Unregelmäßigkeit entdeckt worden, sagte eine Sprecherin der Stadt. Es werde nicht mit erheblichen Änderungen beim vorläufigen Ergebnis gerechnet.
Insgesamt war die AfD laut dem vorläufigen Ergebnis bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt auf 43,8 Prozent gekommen. Die CDU erhielt 17,2 Prozent. Die SPD kam auf 9,3 Prozent, es folgen Grüne (8,9 Prozent), Linke (8,6) und BSW (5,3).
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Entscheidung des Kreiswahlausschusses über geringfügige Abweichungen am Freitag.
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