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Die Pressefreiheit schützt journalistische Arbeit, findet jedoch ihre Grenzen im Persönlichkeitsrecht. Bei Print- und Online-Interviews ist die Autorisierung durch den Interviewpartner üblich.
Was Journalistinnen und Journalisten recherchiert und in Erfahrung gebracht haben, dürfen sie grundsätzlich auch veröffentlichen. Das garantiert die Pressefreiheit. Eine Veröffentlichung ist allerdings ausgeschlossen, wenn Persönlichkeitsrechte verletzt werden. Gerichte müssen dabei in jedem Einzelfall die Rechte des Betroffenen und das Veröffentlichungsinteresse der Medien abwägen.
Im Fernsehen und im Radio wird ein Interview in der Regel gesendet, ohne dass der Interviewte das Interview absegnet. Bei Zeitungen und Online-Medien hingegen ist das anders: Dort ist es üblich, dass Interviews vom Interviewpartner freigegeben werden. Erst wenn er zustimmt, wird das Interview veröffentlicht.
Wird eine solche Absprache gebrochen und etwas veröffentlicht, was der Interviewte nicht gedruckt sehen möchte, hat er gute Chancen, die Veröffentlichung gerichtlich untersagen zu lassen. Gerichte sehen die Autorisierungsabsprache als verbindlich an. Sie ist ein zivilrechtlicher Vertrag, an die sich eine Zeitung auch halten muss.
Regelung im Fall Eralp nicht eindeutig
Im Fall der Informationen, die der Spiegel über Linken-Politikerin Elif Eralp veröffentlicht hat, ist allerdings nicht klar, ob sie auch von der Interviewabsprache umfasst waren. Die Information, dass Eralp Angst vor bestimmten Hamas-Sympathisanten habe, ist offenbar versehentlich an den Spiegel versandt worden.
Manche Medienrechtler meinen daher: Die Autorisierungsansprache würde sich nur auf die Fragen und Antworten im Interview erstrecken, nicht aber auf die Anmerkungen zur Autorisierung, die in diesem Fall versehentlich an den Spiegel gingen. Ob Gerichte das auch so sehen würden, ist offen.

The renowned Russian newspaper “Novaya Gazeta” is ceasing operations after more than 30 years. The editorial team justifies the step with massive pressure from Russian authorities and secret services, which made independent work impossible.
The Russian newspaper Novaya Gazeta, founded by Nobel Peace Prize winner Dmitri Muratov, is ceasing its work after more than 30 years due to massive pressure and repression from the authorities.

The critical Russian newspaper Novaya Gazeta is ceasing operations after 30 years. After being classified as a "foreign agent", an eviction order for the editorial building and the blocking of donations, the newspaper finds itself destroyed.
The "Spiegel" has published internal comments from the Berlin left-wing politician Elif Eralp in which she wanted to avoid the name of terrorist activist Ibrahim Ibrahim out of fear. Capital office head Christoph Hickmann defends the publication as a journalistic duty.
ZDF director Norbert Himmler criticized the development of “ZDF Magazin Royale” with Jan Böhmermann and accused the show of, among other things, being unfair towards individuals. After more than six years, the format will be discontinued in December.
Hamburg's Senator for Culture Carsten Brosda is expecting a decision by the Federal Constitutional Court on the broadcasting fee after failed state agreements. He also criticizes austerity measures at ARD cultural waves and calls for more cooperation and flexibility.