AI-generated summary
Die NATO stuft verdeckte feindliche Aktionen unterhalb der Schwelle eines offenen militärischen Angriffs als hybriden Angriff ein, darunter Sabotage, Cyberattacken und Desinformationskampagnen. Ziel ist es oft, einen Staat zu schwächen, Unsicherheit zu erzeugen und politische oder militärische Ziele zu erreichen, ohne einen klassischen Krieg auszulösen.
Die Zahl der hybriden Angriffe Russlands auf Nato-Staaten nimmt nach Angaben aus dem Militärbündnis deutlich zu. Allein im vergangenen Jahr wurden demnach mehr als 200 erfasst. Dabei seien die alltäglichen Cyberangriffe nicht eingerechnet, erklärte ein ranghoher Nato-Beamter in Brüssel. Von diesen gebe es allein gegen das Nato-Hauptquartier jeden Monat Tausende.
Zum Fall der Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle sagte der Nato-Vertreter, der gefundene Sprengstoff deute nach seiner Einschätzung darauf hin, dass ein russischer Geheimdienst direkt involviert gewesen sei. «Semtex ist nichts, was man irgendeinem Jugendlichen in die Hand drückt, den man beim Videospielen rekrutiert hat», sagte er.
Vorbereitung auf weitere Eskalation?
Die Nato stuft den Vorfall wie die Bundesregierung trotz der letztlich nicht erfolgten Explosion als hybriden Angriff ein. So werden meist verdeckte feindliche Aktionen unterhalb der Schwelle eines offenen militärischen Angriffs bezeichnet, etwa Sabotage, Cyberattacken oder Desinformationskampagnen. Ziel ist es dabei oft, einen Staat zu schwächen, Unsicherheit zu erzeugen und politische oder militärische Ziele zu erreichen, ohne einen klassischen Krieg auszulösen.
Russland verfolgt nach Einschätzung der Nato unter anderem das Ziel, die politische und praktische Unterstützung für die Ukraine zu untergraben und sich auf eine mögliche weitere Eskalation vorzubereiten. Dazu gehören etwa das Auskundschaften kritischer Infrastruktur und Logistikketten sowie das Vorpositionieren von Schadsoftware in wichtigen industriellen Steuerungssystemen.
Besonders beunruhigt die Nato dabei ein Wandel in der Qualität der Angriffe. «Die Zahl nimmt zu, die Schwere nimmt zu und die Risikobereitschaft nimmt zu», sagte der Beamte. Damit steige auch das Risiko von Opfern unter Bürgerinnen und Bürgern der Bündnisstaaten. Für die Nato gehe es derzeit darum, ruhig zu bleiben und die Abschreckung zu erhöhen. Dabei gehe es um militärische Maßnahmen, aber auch darum, den Anreiz für Angriffe durch einen wirksamen Schutz der Infrastruktur zu senken.
Energienetze sollen besseren Schutz bekommen
Konkret soll dafür den Angaben zufolge ein neues Netzwerk für kritische Energieinfrastruktur (Critical Energy Infrastructure Network) eingerichtet werden. In diesem sollen mit Betreibern sicherheitsrelevante Informationen ausgetauscht werden. Zudem sind gemeinsame Notfallübungen und Unterstützung etwa bei der Drohnenabwehr und bei der Cyberabwehr geplant. Als Vorbild soll das bereits geschaffene Netzwerk für Unterwasserinfrastruktur dienen. Dieses hat nach Angaben des Beamten zu einem deutlichen Rückgang sicherheitsrelevanter Vorfälle geführt.
Bei besonders schwerwiegenden hybriden Angriffen könne nach Angaben des Nato-Vertreters das Verteidigungsbündnis auf verschiedene Weise reagieren. So habe der Oberbefehlshaber der Nato-Streitkräfte zum Beispiel sogar die Möglichkeit, Bündnisstaaten um den Einsatz offensiver Cyberfähigkeiten zu bitten.
AI outlook — possibilities, not facts
Die NATO wird das Critical Energy Infrastructure Network in den kommenden Monaten einrichten und erste gemeinsame Notfallübungen durchführen.
Likely · Within months
Russland wird seine hybriden Angriffe gegen NATO-Staaten in Bezug auf Häufigkeit, Schwere und Risikobereitschaft weiter steigern.
Likely · Within months

Defense Minister Pistorius has given the green light for the forced relocation of around 570 Bundeswehr personnel to Lithuania in order to have the planned brigade fully staffed by the end of 2027. Despite advertising campaigns, there is a lack of volunteers, particularly in IT, tank maintenance and medical services. The deployment is intended to strengthen Germany's NATO commitment and send a signal to Russia.
Defense Minister Boris Pistorius plans mandatory transfers for the 45th Armored Brigade in Lithuania. Despite a high volunteer rate, there is still a mid-three-digit staff shortage in specific specialist areas such as logistics and IT.
Defense Minister Boris Pistorius orders mandatory transfers for the 45th Armored Brigade in Lithuania due to a lack of personnel in logistics and IT. Despite the volunteer principle, hundreds of additional soldiers will be needed to build it up to 2027.

In its annual report, the MAD warns of increased hybrid threats from Russia and China. The service is also recording an increase in suspected cases of extremism in the Bundeswehr, particularly in the area of right-wing extremism.
In its annual report, the Military Counterintelligence Service (MAD) warns of an intensification of hybrid threats. Due to its role in NATO and the modernization of the Bundeswehr, Germany is increasingly the focus of Russian espionage activities.

Finland joins the French-led Forward Nuclear Deterrence Initiative. The aim is closer security cooperation, with Finland emphasizing that it does not want to station nuclear weapons on its own territory in peacetime.