
Spanischer Kampfjet schießt Drohne über Rumänien ab; Ukraine attackiert Fabriken in Russland; Boris Nadeschdin im Exil.
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Rumänien grenzt an die Ukraine und Moldau. Russland greift die Ukraine seit 2022 kontinuierlich an.
Liveblog Ukrainekrieg :
NATO schießt Drohne im rumänischen Luftraum ab
16.08.2026, 06:01Lesezeit: 1 Min.
Rumänische F-16-Kampfflugzeuge fliegen im Rahmen einer Luftraumüberwachungsübung.Vadim Ghirda/AP/dpa
Kiew: Raumfahrtfabrik in Russland angegriffen +++ Polnischer Kardinal verurteilt Angriffe auf Ukrainer +++ Bremer Forschungsstelle Osteuropa in Russland „unerwünscht“ +++ alle Neuigkeiten im Liveblog
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NATO schießt Drohne über Rumänien ab
Ein spanischer Kampfjet hat im Rahmen der Nato-Luftraumüberwachung eine Drohne über Rumänien abgeschossen. Die Drohne wurde um 04:44 Uhr aus dem moldauischen Luftraum kommend über Rumänien bemerkt, um 05:01 Uhr folgte der Abschuss durch das Kampfflugzeug vom Typ F-18, wie das Verteidigungsministerium über die Plattform X mitteilte. Die Trümmer seien vermutlich im Bezirk Galati über unbewohntem Gelände abgestürzt. Das Ministerium machte keine Angaben zur Herkunft der Drohne.
Der EU- und Nato-Staat Rumänien grenzt an die Ukraine und an Moldau. Russland greift die Ukraine immer wieder mit zahlreichen Drohnen an. In Rumänien wurden im Grenzgebiet bereits mehrfach russische Drohnentrümmer geborgen. Ende Mai hatte eine russische Drohne in der grenznahen Stadt Galati auch ein Hochhaus getroffen.
Ukraine attackiert Anlage für Raketentreibstoff in Rostow
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben eine Anlage zur Herstellung von Raketentreibstoff in der russischen Region Rostow angegriffen. „Das Unternehmen stellt Feststoffraketentreibstoff für Mehrfachraketenwerfer sowie für eine Reihe von Raketensystemen und luftgestützten Waffensystemen her“, teilt das ukrainische Militär auf Telegram mit. Rostow liegt im Süden Russlands und grenzt an die Ukraine.
Bürgermeister: 600 Drohnen gegen Moskau
Die russische Hauptstadt ist in der Nacht Angaben von Bürgermeister Sergej Sobjanin mit 600 Drohnen angegriffen worden. Drei Menschen seien verletzt worden. Davon seien 201 in der Region Moskau von der Luftabwehr zerstört worden, schrieb er auf Telegram. Die meisten Drohnen seien bereits vorher beim Anflug abgewehrt worden.
Von einem der größten Angriffe der letzten Zeit sprach der Gouverneur des Moskauer Gebiets, Andrej Worobjow. Ein 83 Jahre alter Mann sei getötet worden, als eine Drohne auf sein Grundstück gefallen sei. Es habe im Gebiet Moskau auch mehrere Verletzte gegeben.
In Gebiet Rostow am Don im Süden Russlands starben bei einem ukrainischen Drohnenangriff laut Behörden mindestens drei Menschen. Ein Mensch sei verletzt worden. In der Stadt Podolsk rund 40 Kilometer von Moskau seien drei Menschen verletzt worden.
Opfer durch nächtliche russische Angriffe
Bei russischen Angriffen ist in der Ukraine nach Behördenangaben eine Frau getötet worden. Mindestens sieben weitere Menschen wurden demnach zudem verletzt. Die Frau starb nach Angaben des örtlichen Gouverneurs bei einem Angriff mit ballistischen Raketen und Drohnen auf Krywyj Rih - die Heimatstadt von Präsident Wolodymyr Selenskyj. Sechs Menschen seien zudem verletzt worden.
Auch Krementschuk in der zentralukrainischen Region Poltawa wurde nach Angaben der örtlichen Behörden angegriffen. Angaben zu Schäden oder Opfern wurden hier zunächst jedoch nicht gemacht.
Russland greift Kiew mit Raketen an
In der Nacht auf Sonntag ist nach Angaben der Militärverwaltung eine Person verletzt worden. Bürgermeister Vitali Klitschko sagte, in mindestens zwei Bezirken seien Brände ausgebrochen. Herabfallende Trümmer hätten Autos in Brand gesetzt.
Polnischer Kardinal verurteilt Angriffe auf Ukrainer
Der Krakauer Kardinal Grzegorz Rys hat Angriffe auf Ukrainer in Polen verurteilt. Es vergehe kein Tag ohne Medienberichte über neue Gewalttaten gegen Migranten, insbesondere aus der Ukraine, heißt es in einem am Samstag in den Messen seines Erzbistums zum Feiertag Mariä Himmelfahrt verlesenen Hirtenbrief. „Gewalt ist eine Sünde. Gleichgültigkeit gegenüber Gewalt ebenfalls“, so Rys.
Der Kardinal rief dazu auf, Angegriffenen zu helfen. Alle Menschen sollten die Welt zugleich mit den Augen der Armen betrachten und daraus lernen. In Polen kam es in den vergangenen Wochen zu einer Serie von Gewaltakten gegen Ukrainerinnen und Ukrainer im öffentlichen Raum.
Der sozialdemokratische Parlamentspräsident Wlodzimierz Czarzasty hatte die Übergriffe bereits vor einigen Wochen kritisiert. Er machte die Hetze von rechten Oppositionspolitikern mitverantwortlich für die Taten. In manchen Städten gab es zuletzt Solidaritätskundgebungen für Ukrainer. Polen hatte nach Russlands Überfall auf die Ukraine 2022 mehr als eine Million Kriegsflüchtlinge aus dem östlichen Nachbarland aufgenommen.
Selenskyj: Haben Raketenfabrik in Samara angegriffen
Das ukrainische Militär hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Raketen- und Raumfahrtfabrik im russischen Samara angegriffen. Die Streitkräfte hätten auch den Militärflugplatz Sawasleika, einen Stützpunkt für russische Kampfflugzeuge, beschossen, teilte der Präsident Wolodymyr Selenskyj am Samstag auf Telegram mit.
Flamingo-Marschflugkörper hätten die rund 900 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernte Raketenfabrik in Samara getroffen. „Es ist wichtig, dass das russische Kriegspotenzial verringert wird“, schrieb Selenskyj dazu auf der Plattform X. „Frieden ist nötig, und das muss in Russland spürbar sein – durch konkreten Schaden an bestimmten Einrichtungen.“
Auch dem ukrainischen Generalstab zufolge gab es Treffer und Brände auf dem Flugplatz in der Region Nischni Nowgorod sowie im Raumfahrtzentrum Progress in der Region Samara. Samara gilt als eines der wichtigsten Zentren der russischen Luft- und Raumfahrtindustrie.
In dem Werk in Samara werden den ukrainischen Angaben nach Raketen für den Aufbau des Breitbandnetzwerkes Rasswet hergestellt. Russland entwickelt dieses als Alternative zum Starlink-System des US-Unternehmens SpaceX, das der Ukraine erhebliche Vorteile bei der Drohnensteuerung und der Kommunikation auf dem Schlachtfeld verschafft.
In der Region Samara teilten örtliche Vertreter mit, die Luftverteidigung habe einen massiven Raketenangriff abgewehrt. Die industrielle Infrastruktur habe örtlich begrenzte Schäden erlitten, erklärte der Verwaltungschef der regionalen Hauptstadt, Iwan Nosko.
Russland: Einnahme von 19 Ortschaften in Sommeroffensive
Russische Truppen haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau im Zuge ihrer Sommeroffensive 19 Ortschaften in den südostukrainischen Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja unter ihre Kontrolle gebracht. Das Ministerium beruft sich auf einen Bericht des Kommandeurs der östlichen Truppengruppe, Pjotr Bolgarew. Die Namen der Ortschaften werden nicht genannt. Unabhängig davon meldet die Nachrichtenagentur Interfax, die russischen Streitkräfte hätten zudem die Ortschaft Rybalskoje in Saporischschja eingenommen. Die Angaben lassen sich nicht überprüfen.
Ukraine: Baby bei russischem Angriff getötet
Durch einen russischen Drohnenangriff ist in der südostukrainischen Region Dnipropetrowsk ein Baby getötet worden. Der drei Monate alte Junge kam nach Angaben von Militärgouverneur Olexander Hanscha in der frontnahen Stadt Marhanez bei einem Einschlag in ein Wohnhaus ums Leben. Elf weitere Menschen wurden demnach verletzt, darunter ein fünfjähriger Junge und ein zwölfjähriges Mädchen.
Putin-Kritiker Nadeschdin: „Bin so lange in Russland geblieben, wie ich konnte“
Der ins Exil gegangene russische Oppositionspolitiker Boris Nadeschdin sieht seine Forderungen nach einem Ende des Ukraine-Kriegs als Grund für die zunehmende Verfolgung durch die russischen Behörden. „Ich bin so lange in Russland geblieben, wie ich konnte“, sagte der 63-Jährige der Nachrichtenagentur AFP bei Paris.
Nadeschdin hatte Russland nach eigenen Angaben am 22. Juli über Kasachstan verlassen, nachdem er zu einer Vernehmung vorgeladen worden war. Er habe ein Strafverfahren gegen sich befürchtet.
Bremer Forschungsstelle Osteuropa in Russland „unerwünscht“
Russland hat die an der Universität Bremen angesiedelte Forschungsstelle Osteuropa (FSO) in ihre Liste sogenannter unerwünschter Organisationen aufgenommen. Das Justizministerium erweiterte damit seine Liste mit ausländischen und internationalen Einrichtungen, deren Arbeit auf dem Gebiet der Russischen Föderation untersagt ist.
Moskau will keine Waffenruhe im Schwarzen Meer
Russland lehnt eine Waffenruhe mit der Ukraine im Schwarzen Meer ab. Die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, sagte, es gebe keine Grundlage für „Halbheiten“, die der Gegenseite nur eine Atempause verschaffen würden.
AI outlook — possibilities, not facts
Russland intensiviert Angriffe auf ukrainische Infrastruktur.
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