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Netanyahu kündigt Verleumdungsklage gegen »Haaretz« an
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Spiegel Ausland38 minutes agoPolitics2 min readGermany

Netanyahu kündigt Verleumdungsklage gegen »Haaretz« an

Hintergrund ist ein Bericht über angebliche Warnungen der VAE vor dem 7. Oktober 2023.

Quick Look

  • Israels Premier Benjamin Netanyahu kündigt eine Verleumdungsklage gegen die Zeitung »Haaretz« an.
  • Ein Bericht hatte behauptet, der VAE-Präsident habe ihn vor dem 7.
  • Oktober 2023 vor Hamas-Plänen gewarnt.

AI-generated summary

Why It Matters

Einem Buchbericht zufolge soll der Präsident der VAE Netanyahu vor dem Hamas-Angriff gewarnt haben.

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Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat eine Klage gegen die linksliberale Zeitung »Haaretz« angekündigt. Der Grund: Ein Bericht zweier Journalisten, der in dem Medium veröffentlicht wurde und dem zufolge der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate ihn im Herbst 2023 vor einer groß angelegten Offensive der Hamas gewarnt haben soll. Am 7. Oktober 2023 überfiel die Hamas Israel.

Der israelische Regierungschef habe seine Anwälte angewiesen, eine Klage wegen Verleumdung einzureichen, teilte he er auf der Plattform X mit. Diese solle sich unter anderem gegen das Blatt sowie den Autoren richten.

Es habe zwischen Anfang September und dem 7. Oktober 2023 kein Gespräch zwischen ihm und dem Mohammed bin Zayed gegeben, gab Netanyahu weiter an. Sein Büro hatte den Bericht bereits zuvor dementiert.

In Israel sorgt die Veröffentlichung der »Haaretz« für großes Aufsehen. Es ist Wahlkampf. Die Israelis wählen in rund sechs Wochen zum ersten Mal seit dem 7. Oktober 2023 ein neues Parlament. Laut Umfragen können bisher weder das Lager Netanyahus noch das seiner Gegner auf eine Mehrheit bei den Oktoberwahlen zählen.

Laut dem Bericht rief der emiratische Präsident Mohammed bin Zayed den israelischen Ministerpräsidenten eineinhalb Wochen vor dem 7. Oktober 2023 aus dem Präsidentenpalast in Abu Dhabi an. Als Quelle wurde ein Berater des emiratischen Präsidenten genannt, der mit dem Gespräch vertraut gewesen sein soll.

Der Inhalt: Eine Warnung, dass Hamas-Chef Yahya Sinwar eine Operation gegen Israel plane, die Folgen weit über Israel und Palästina hinaus haben werde, mithin den ganzen Nahen Osten destabilisieren könnte. Sinwar selbst soll von einem »Erdbeben« gesprochen haben.

Bei dem Telefonat war aufseiten der Emiratis offenbar auch Mohammed Dahlan dabei, ein bestens vernetzter, im Exil lebender Palästinenser, der einst als »Sheriff von Gaza« einer der mächtigsten Männer in der Mittelmeerenklave gewesen ist.

Das berichten die Journalisten Schlomi Eldar und Ruth Yuval in einem gerade auf Hebräisch erschienen Buch . Auf der Basis ihrer Recherchen kommen die beiden zu dem Schluss, dass Premier Netanyahu die Entscheidungsträger im israelischen Sicherheitsapparat nicht über das Telefonat mit bin Zayed informiert habe.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Einreichung der Verleumdungsklage durch Netanyahus Anwälte

    Likely · Within weeks

Open Questions

  • Wird die Klage offiziell eingereicht?
  • Gibt es Belege für das angebliche Telefonat?

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This article was originally published by Spiegel Ausland.

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