
Ein Überblick über aktuelle politische Debatten, wirtschaftliche Investitionszahlen und neue Mobilitätskonzepte
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Die Bundesregierung versucht durch Investitionsgipfel privates Kapital zu akquirieren. Parallel dazu kämpft die Linkspartei mit internen Spannungen bezüglich der Zusammenarbeit mit anderen Parteien.
Dass sich mit dem Bild des angeblich arbeitsscheuen Bundesbürgers internationale Unternehmen nur schwer davon überzeugen lassen dürften, ihr Geld in Deutschland anzulegen, leuchtet dann wohl auch dem Kanzler ein. Beim Investitionsgipfel der Bundesregierung schlug Merz heute daher andere Töne an: Fleißig seien die Deutschen, gingen früh schlafen, stünden noch vor Sonnenaufgang auf, hielten Termine ein. Und selbst im Urlaub seien wir die Ersten am Strand und legten noch vor dem Frühstück unsere Handtücher aus.
Mit diesen sympathischen Klischees also wollte Merz um private Investoren buhlen. Finanzminister Lars Klingbeil drückte es gegenüber den rund 200 Vorstandschefs aus dem In- und Ausland etwas schmuckloser aus: »Ich will Ihr Geld.«
Laut Regierung ist das Werben erfolgreich: CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sprach heute von Investitionszusagen auf dem Gipfel von mehr als 220 Milliarden Euro für dieses Jahr. Klingt grandios. Allerdings ist bei solchen Zahlen Vorsicht geboten, wie mein Kollege Markus Becker aus unserem Wirtschaftsressort weiß. So habe ein Sprecher aus Reiches Ministerium später richtiggestellt, dass die Summe nicht direkt etwas mit dem Gipfel zu tun habe. Es handle sich stattdessen um die allgemeine Summe von Investitionsprojekten seit Jahresanfang. Welche Investitionen Ergebnis des Gipfels sein werden, lässt sich dagegen noch nicht absehen.
Für die Linke und ihre geplanten Koalitionsverhandlungen mit Grünen und SPD ist das misslich. Zwar hatte die Linkenfraktionsspitze Emde schon vor Tagen das Misstrauen ausgesprochen und erklärt, keine Grundlage mehr für eine Zusammenarbeit mit ihr zu sehen. Aber was folgt daraus? Soll sie aus der Fraktion ausgeschlossen werden? Darauf gibt es weiterhin keine Antwort. Die Debatte über das Antisemitismusproblem in Teilen der Linken und den innerparteilichen Umgang damit schwelt weiter.
Der Schwebezustand um Emde nervt auch in der eigenen Partei viele, ist zu hören. Ein einflussreicher Berliner Linker sagte dem SPIEGEL: »Vanessa Emde ist mein Friedrich Merz in der Linkspartei: ignorant gegenüber allen, die ihre Meinung nicht teilen und ohne echtes Interesse an den Menschen und ihren vor Ort lösbaren Problemen.«
Als ich vor fast 20 Jahren nach Berlin kam, da kostete der normale Einzelfahrschein im öffentlichen Nahverkehr 2,10 Euro. Seither ist der Preis um rund 90 Prozent gestiegen: Vier Euro zahlt man inzwischen pro Fahrt, wenn man kein Aboticket besitzt. Da kommt schnell was zusammen, wenn man hin und wieder Bus oder Bahn benutzt.
Aber es gibt doch das Deutschlandticket, ließe sich nun einwenden. Stimmt, aber für Gelegenheitsfahrer ist das wiederum oft zu teuer. Derzeit kostet das Deutschlandticket 63 Euro, ab kommendem Jahr sind es 66,80 Euro.
Nun kommt aus Nordrhein-Westfalen und Hamburg eine Idee, die für alle, die nicht ständig, aber doch immer mal wieder den öffentlichen Nahverkehr nutzen, attraktiv sein könnte: ein bundesweites Digitalticket für Gelegenheitsfahrer. Vorbild ist ein Angebot, das es bereits in NRW gibt.
Wie würde das Ganze funktionieren? Wann immer Sie irgendwo in der Republik mit dem Bus oder der Bahn fahren, wird die Fahrt über das Smartphone registriert und automatisch der günstigste Tarif berechnet. Die Gesamtkosten für den Monat sind dabei aber gedeckelt: Sie zahlen nie mehr, als ein Deutschlandticket kosten würde.
Klingt vernünftig und fair. Über den Vorschlag wollen die Verkehrsminister der Länder morgen auf ihrer Herbstkonferenz im bayerischen Hohenschwangau beraten.
Ausgeliefert: Prominenz schützt vor Paketärger nicht. Kevin Bacon, 68, hat auf Instagram seinem Unmut über ein großes amerikanisches Logistikunternehmen Luft gemacht, das sich seinen Worten nach auf »BreadEx« reimt. Der Schauspieler wollte sich aus den USA Kleidung nach Irland hinterherschicken lassen. Das Paket, so erzählt Bacon, sei aber von Amerika über Deutschland nach Israel transportiert worden. Von dort ging es nach Frankreich – und dann wieder nach Israel. Offenbar fiel dann jemandem auf, dass Israel nicht Irland ist, woraufhin die Sendung erneut nach Frankreich und von dort nach Großbritannien verschickt wurde, bis sie schließlich tatsächlich irischen Boden erreichte. Dann aber, nach mehr als zweiwöchiger Odyssee: nicht zustellbar. Bacon wirkt verzweifelt: »Es steht einfach nur da. Ich erreiche niemanden telefonisch. Ich konnte mit niemandem sprechen.«
An dieser Stelle aber hilft die Prominenz dann doch. In einem Kommentar unter dem Video entschuldigt sich das angesprochene Unternehmen: »Ihr Paket wurde inzwischen zugestellt, aber wir wissen, dass die Erfahrung nicht so war, wie sie hätte sein sollen.«
Könnten Sie Ihren nächsten Sommerurlaub planen. Draußen wird es früh dunkel, für Balkon oder Terrasse ist es nun wirklich zu kalt, vielleicht regnet es bei Ihnen in der Gegend sogar. Da wäre es doch nett, sich ein paar warme Gedanken zu machen und darüber nachzudenken, wohin die Reise 2027 gehen könnte.
Sind Sie der Campertyp? Dann schauen Sie doch mal durch die zehn ungewöhnlichen Campingorte in Deutschland, die wir hier zusammengetragen haben. Vom Iglu auf dem Zugspitzblatt über das Hängezelt in den Baumkronen des Naturparks Saar-Hunsrück bis zum Wohnwagen auf der Dachterrasse mitten in Hamburg – vielleicht ist etwas dabei.
Natürlich finden Sie bei den Kollegen aus dem Reiseressort etliche weitere Ideen, etwa für eine Auszeit im Lese-Retreat oder Sprachreisen für »Best Ager«. Oder Sie lassen sich inspirieren von den Empfehlungen des Lonely Planet oder der »Time Out«-Liste der unterschätztesten Reiseziele der Welt. Viel Spaß beim Träumen. Oder beim Buchen.
AI outlook — possibilities, not facts
Verkehrsminister beraten über Digitalticket für Gelegenheitsfahrer.
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An editorial error in the Federal Law Gazette suggests that the tobacco tax reform will come into force immediately. The Finance Ministry is working on a correction, while the tobacco industry criticizes the incident as amateurish.

The European Court of Auditors criticizes that almost 50 billion euros from the Corona reconstruction fund for public administrations brought hardly any measurable increases in efficiency. Only a third of the measures have so far achieved significant progress.
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