Newsblog zum Ukraine-Krieg: Wadephul und Lawrow treffen sich zu Gesprächen
Erstes bilaterales Treffen der Außenminister in New York am Rande der UN-Generalversammlung.
Quick Look
- Außenminister Wadephul und Lawrow trafen sich in New York.
- Präsident Selenskij bittet die EU um vorgezogene Kreditzahlungen für Drohnenkäufe, während Russland und die Ukraine ihre gegenseitigen Luft- und Drohnenangriffe auf Infrastruktur intensivieren.
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Why It Matters
Der Ukraine-Krieg dauert seit viereinhalb Jahren an. Die diplomatischen Bemühungen finden parallel zu massiven Drohnenangriffen auf zivile und militärische Infrastruktur statt.
Der deutsche Außenminister und der russische Außenminister haben sich am Rande der UN-Generalversammlung in New York getroffen. Es ist das erste bilaterale Treffen der beiden.
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Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Außenminister Johan Wadephul (CDU) und der russische Außenminister Sergej Lawrow haben sich am Rande der UN-Generalversammlung in New York zu einem Gespräch getroffen. Das berichtet SZ-Redakteurin Sina-Maria Schweikle. Es ist das erste Mal, dass die beiden Außenminister zu einem bilateralen Gespräch zusammengekommen sind. Berichten zufolge ging die Initiative für das Gespräch von der deutschen Seite aus.
Am Abend deutscher Zeit wird Wadephul eine Rede vor den Vereinten Nationen halten. Darin dürfte die Unterstützung der Ukraine eine große Rolle spielen. Der Außenminister ist anstelle von Bundeskanzler Friedrich Merz nach New York gereist, der wegen der innenpolitischen Lage in Deutschland geblieben ist.
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat die Europäische Kommission gebeten, die nächsten Zahlungen aus einem im April bereitgestellten Kredit über 90 Milliarden Euro schneller zu überweisen. Er habe dazu eine positive Antwort von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erhalten, sagte Selenskij.
Als Grund für seinen Vorstoß verwies er auf das ukrainische Haushaltsloch von umgerechnet mehr als 23 Milliarden Euro. Das gefährdet seinen Angaben zufolge die Finanzierung von kriegswichtigen Drohnenkäufen. „Wenn wir sie nicht im Oktober und November bestellen und bezahlen, dann werden wir ernsthafte Probleme im Januar und Februar haben“, sagte er.
Russische Luftangriffe auf die Ukraine haben nach Angaben von Wolodimir Selenskij erneut Tote und Verletzte gefordert. In der Großstadt Saporischschja seien zwei Menschen getötet worden, schrieb der ukrainische Präsident in sozialen Netzwerken. Landesweit habe es 14 Verletzte gegeben. Er berichtete auch von Angriffen auf Kiew sowie die Gebiete Odessa, Sumy, Charkiw, Poltawa, Mykolajiw und Winnyzja.
Zudem bestätigte Selenskij ukrainische Drohnenangriffe auf die Raffinerie von Ilski im südrussischen Gebiet Krasnodar und eine Rüstungsfabrik im Gebiet Rostow.
Der dänische Militärnachrichtendienst warnt vor einem „geringen, aber wachsenden“ Risiko, dass Russland einen begrenzten Angriff auf einen benachbarten Nato-Mitgliedsstaat starten könnte. Russland werde voraussichtlich auch seine hybride Kriegsführung gegen Nato-Staaten verstärken, erklärt der Dienst in der am Donnerstag veröffentlichten Analyse.
Durch den Einschlag einer russischen Drohne in ein Bürogebäude in der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet worden. Weitere sieben seien verletzt worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit.
Die USA haben ein Dreiertreffen mit der Ukraine und Russland in den Vereinigten Arabischen Emiraten vorgeschlagen, um über ein Ende des seit viereinhalb Jahren andauernden Krieges zu beraten. Dies erklärte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij am Freitag in einem Pressegespräch via Whatsapp.
Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf mehrere russische Regionen sind Behördenangaben zufolge mindestens ein Mensch getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. In der Region Rostow beschädigte ein Angriff die Ölraffinerie Nowoschachtinsk, die ihren Betrieb vorübergehend einstellen musste.
In Kiew hat eine russische Kampfdrohne nach ukrainischen Polizeiangaben am Morgen ein Hochhaus getroffen und einen 14-jährigen Jungen getötet. Mindestens sieben weitere Bewohner des Wohnblocks seien verletzt worden.
Der finnische Präsident Alexander Stubb hat den US-Unternehmer Elon Musk gebeten, das Satelliten-Internet Starlink für die Ukraine zu erweitern. Damit solle es der Ukraine ermöglicht werden, russische Raketenabschussrampen auf russischem Gebiet anzugreifen.
Ein Brand in einem Terminal des Satelliteninternetdienstes Starlink in Polen ist nach Angaben der Regierung in Warschau höchstwahrscheinlich auf einen Sabotageakt zurückzuführen.
Im Süden Russlands, in der Schwarzmeerregion, hat der Gouverneur der dortigen Region Krasnodar den Ausnahmezustand ausgerufen. Grund sind ukrainische Drohnenangriffe auf die Infrastruktur für den Getreideexport.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Wadephul hält Rede vor den Vereinten Nationen.
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Open Questions
- Wird das vorgeschlagene Dreiertreffen in den Emiraten stattfinden?
- Wie reagiert die EU konkret auf die Bitte um vorgezogene Zahlungen?




