Nikkei, Yen, Hang Seng: Aktien in Asien legen nach deutlichen Verlusten am Vortag wieder zu
Quick Look
- Die asiatischen Aktienmärkte erholen sich nach den kräftigen Verlusten vom Vortag, wobei der Nikkei-Index um 1,8 Prozent auf 65.550 Punkte steigt.
- Anleger bleiben jedoch vorsichtig vor der bevorstehenden Berichtssaison und den US-Zwischenwahlen.
AI-generated summary
Why It Matters
Die asiatischen Börsen hatten am Donnerstag heftige Verluste erlitten, wobei der Nikkei eine sechstägige Verlustserie durchlief. Nun erfolgt eine technische Erholung, doch die Anleger warten auf Klarheit hinsichtlich der bevorstehenden US-Zwischenwahlen und der bevorstehenden Berichtssaison der Unternehmen.
Die asiatischen Börsen erholen sich nach den kräftigen Verlusten vom Vortag. Vor der anstehenden Berichtssaison und den US-Zwischenwahlen bleiben die Anleger jedoch vorsichtig.
Eine Anzeigentafel des Nikkei (Archiv): Nach dem Abverkauf am Donnerstag starten die Asienbörsen mit einer Erholung in den Tag. Foto: AP Photo/Eugene Hoshiko
Tokio, Peking. Die asiatischen Aktienmärkte haben sich nach der heftigen Verkaufswelle vom Donnerstag erholt. Der japanische Nikkei-Index steigt nach einer sechstägigen Verlustserie. Die Gewinne halten sich jedoch in Grenzen, da die Anleger vor der anstehenden Berichtssaison und den US-Zwischenwahlen Vorsicht walten lassen.
In Tokio legt der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,8 Prozent auf 65.550 Punkte zu
Der breiter gefasste Topix notiert 1,8 Prozent höher bei 4072 Zählern.
Die Börse Shanghai gewinnt 0,8 Prozent auf 3737 Punkte.
Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten chinesischen Unternehmen an den Festlandbörsen steigt um 0,6 Prozent auf 4189 Punkte.
"Die Aktien erholen sich, da die Anleger nach den starken Verlusten am Vortag wieder zugreifen. Es gibt keine anderen Gründe für die Gewinne", sagt Daisuke Hashizume, leitender Stratege bei Daiwa Securities. "Die Marktteilnehmer sehen wenig Grund, vor der Veröffentlichung der Unternehmenszahlen und den US-Zwischenwahlen im nächsten Monat aggressiv Aktien zu kaufen."
In Japan stiegen die Aktien des Chip-Ausrüsters Tokyo Electron um 2,12 Prozent, die des Speicherchip-Herstellers Kioxia um 3,34 Prozent und die des Technologie-Investors SoftBank Group um 1,3 Prozent. Die Papiere des Chip-Testausrüsters Advantest machten ihre anfänglichen Verluste wieder wett und legten um 0,64 Prozent zu.
BayCurrent schossen um 17,25 Prozent in die Höhe und waren damit der prozentual stärkste Gewinner im Nikkei. Zuvor hatte die Beratungsfirma mitgeteilt, überschüssige Barmittel für Investitionen und Aktienrückkäufe zu verwenden. Bankenwerte stützten den Topix. Mitsubishi UFJ Financial Group und Mizuho Financial Group stiegen um 1,64 beziehungsweise 1,71 Prozent.
Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 158,00 Yen und rückt bei der Schweizer Währung etwas auf 0,82 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,12 Dollar und zieht leicht auf 0,93 Franken an.
Die Ölpreise geben am Morgen leicht nach. Anleger wägen die Risiken im Nahen Osten und mögliche Schritte der USA zur Lockerung der Beschränkungen für die weltweite "Schattenflotte" von Tankern ab. Die Rohölsorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 0,4 Prozent auf 105,45 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,7 Prozent schwächer bei 97,29 Dollar.
Die Internationale Energieagentur (IEA) hatte am Donnerstag zugestimmt, mehr als 20 Millionen Barrel Diesel auf den Markt zu bringen. Auch soll das restliche Öl aus einer im März zugesagten Rekordfreigabe von Notreserven freigegeben werden, um das Angebot zu erhöhen und die stark gestiegenen Preise zu dämpfen. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump erwägt zudem, die Sanktionen gegen einige Schiffe der sogenannten Schattenflotte aufzuheben, um die rekordhohen globalen Frachtraten zu senken.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die asiatischen Märkte werden voraussichtlich volatil bleiben, bis Klarheit über den Ausgang der US-Zwischenwahlen besteht.
Likely · Within weeks
Die Ölpreise könnten weiter unter Druck stehen, falls die IEA ihre Pläne zur Freigabe von Notreserven-Öl und Diesel umsetzt.
Possible · Within weeks
Open Questions
- Wie stark wird der Einfluss der US-Zwischenwahlen auf die globalen Märkte sein?
- Welche konkreten Schritte plant die US-Regierung hinsichtlich der Schattenflotte?
- Wie werden die Unternehmenszahlen in der bevorstehenden Berichtssaison ausfallen?







