
Japan warnt vor Raketentests. US-Präsident Trump nennt überraschend eine konkrete Zahl nordkoreanischer Atomwaffen.
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Nordkorea ist es laut Uno-Sicherheitsrat untersagt, ballistische Raketen abzufeuern. Trotzdem testet das Land regelmäßig neue Waffensysteme.
Das Büro der japanischen Regierungschefin Sanae Takaichi sprach auf der Plattform X eine »Notfallwarnung« aus .
Dem abgeschotteten Land unter Machthaber Kim Jong Un ist es gemäß mehreren Resolutionen des Uno-Sicherheitsrats grundsätzlich untersagt, ballistische Raketen abzufeuern.
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump ein Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un noch in diesem Jahr ins Spiel gebracht. »Ja, das werde ich«, antwortete Trump am Mittwoch bei der Besichtigung eines neuen Hubschrauberlandeplatzes am Weißen Haus auf die Frage von Reportern, ob er plane, Kim im Laufe dieses Jahres zu treffen. Er fügte hinzu, es sei ihm wichtig, sich mit Kim »gut zu verstehen«. Kim Jong Uns Schwester Kim Yo Jong erklärte dagegen, eine solche Kommunikation sei ihr »absolut nicht bekannt«.
»Er verfügt über 57 sehr mächtige Atomwaffen«, erklärte der US-Präsident. »Wäre ich Präsident gewesen, hätte ich das nicht zugelassen. Aber er hat sie nun einmal.«
Dass Trump eine konkrete Zahl der von Nordkorea besessenen Atomwaffen nennt, ist höchst ungewöhnlich. Die US-Regierung veröffentlicht keine offiziellen Schätzungen. Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri schätzte die Zahl im Juni auf rund 60.
Südkoreas Präsident Lee Jae-myung hatte sich Mitte August ebenfalls für direkte Gespräche mit dem nordkoreanischen Staatschef ausgesprochen.
Die Raketentests erfolgen nur wenige Tage, nachdem sowohl Südkorea als auch die USA deutliche Zugeständnisse an Nordkorea gemacht haben. So ordnete US-Präsident Donald Trump am Wochenende an, das seit Montag laufende gemeinsame Militärmanöver mit Südkorea deutlich zu reduzieren. Er verwies dabei auf seine angeblich »sehr gute Beziehung« zu Nordkoreas Machthaber.
Nordkorea reagierte dennoch mit Kritik. Kim Yo Jong erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA am Mittwoch, Umfang und Dauer der Übungen zu verringern ändere nichts an deren »provokativem und offensivem Charakter«. Es handle sich weiterhin um feindselige Militärübungen gegen Nordkorea.

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