NRW-Kommunen erhöhen Erfrischungsgeld für Wahlhelfer bei Landtagswahl 2027
Quick Look
- Mehrere Kommunen in Nordrhein-Westfalen erhöhen das Erfrischungsgeld für Wahlhelfer bei der Landtagswahl am 25.
- April 2027, um die Attraktivität des Ehrenamts zu steigern.
- Düsseldorf zahlt nun 60 bis 120 Euro, Dortmund hat die Entschädigungen teilweise mehr als verdoppelt und Aachen setzte die Beträge bereits bei der Europawahl an.
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Why It Matters
Die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen findet am 25. April 2027 statt. Bei der letzten Wahl 2022 zahlten Städte wie Düsseldorf noch 40 bis 100 Euro Aufwandsentschädigung für Wahlhelfer, abhängig von der Funktion im Wahlvorstand.
Mehrere Kommunen in NRW erhöhen das sogenannte «Erfrischungsgeld» als Aufwandsentschädigung für Wahlhelfer bei der kommenden Landtagswahl, um die Aufgabe attraktiver zu machen. Das hat eine Umfrage der dpa in mehreren großen Städten ergeben.
Die Suche nach Wahlhelfern für die Landtagswahl am 25. April 2027 hat in vielen Städten schon begonnen, andere planen Aufrufe ab Herbst. So braucht man zum Beispiel allein in Düsseldorf 4000 Wahlhelfer für die Landtagswahl. Bei der letzten (2022) zahlte die Stadt noch 40 bis 100 Euro Aufwandsentschädigung - je nach Funktion im Wahlvorstand. Inzwischen sind es 60 bis 120 Euro.
«Durch die Anhebung des Erfrischungsgeldes reagiert die Stadt auf die nachlassende Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger, dieses Ehrenamt zu übernehmen, und stellt zugleich eine angemessene Vergütung für den mit dem Amt verbundenen Aufwand sicher», sagte ein Sprecher der Stadt Düsseldorf.
Dortmund verdoppelt Erfrischungsgeld
In Dortmund hat der Stadtrat die Aufwandsentschädigungen für Wahlhelfer im vergangenen Jahr teilweise mehr als verdoppelt: Beisitzer bekommen nun 100 statt 50 Euro, der Wahlvorsteher 130 statt 55 Euro. Das hatte Erfolg, so eine Stadtsprecherin: Für die Kommunalwahlen 2025 hätten sich rund 20 Prozent mehr Wahlhelfende gemeldet.
In Aachen wurden die Erfrischungsgelder schon zur Europawahl um jeweils 10 Euro auf 50 beziehungsweise 60 Euro gesetzt. «Diese Erhöhung diente der Anerkennung langjähriger Helfenden sowie der Attraktivitätssteigerung dieser ehrenamtlichen Leistung», hieß es von der Stadt.
Die Landeswahlordnung sieht übrigens ein noch niedrigeres Erfrischungsgeld von gerade mal 30 bis 35 Euro vor. Das wird zum Beispiel in Münster ausgezahlt. Die Kommunen können die Summe aber anpassen. Der Name «Erfrischungsgeld» kommt von dem ursprünglichen Gedanken, dass Wahlhelfer sich davon Essen und Trinken für den Wahltag kaufen sollen.
Open Questions
- Wie viele Kommunen in NRW haben das Erfrischungsgeld bisher erhöht?
- Welche konkreten Auswirkungen hat die Erhöhung auf die Anzahl der gemeldeten Wahlhelfer in den einzelnen Städten?
- Plant das Land NRW eine Anpassung der Landeswahlordnung hinsichtlich des Erfrischungsgeldes?


