Rund 3,8 Millionen Besucher strömten bisher auf die Wiesn, während neue Sicherheitskonzepte und KI-gestützte Überwachung für eine entspanntere Atmosphäre sorgen.
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Das Oktoberfest gilt als das größte Volksfest der Welt und findet jährlich in München statt. Es zieht Millionen von Besuchern aus dem In- und Ausland an.
Die Massen strömen, das Bier auch: Bei perfektem Volksfestwetter hat das Oktoberfest zur Halbzeit noch mehr Menschen angelockt als im Vorjahr. Die Festleitung schätzte die Besucherzahl auf rund 3,8 Millionen - nach 3,5 Millionen im Vorjahr. Dennoch kam es nicht zu gefährlichen Auslastungsspitzen wie 2025.
«Es war von Anfang an eine entspannte Atmosphäre, es war eine friedliche erste Woche», sagte Wiesnchef Christian Scharpf (SPD). Münchens dritte Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) lobte die «harmonische und gute Atmosphäre». Die Menschen achteten gut aufeinander. Analog zu den Besucherzahlen berichten Polizei und Wiesn-Sanitätsstation von gestiegenen Einsatzzahlen, ziehen aber eine positive Bilanz für das Fest.
Unglücke überschatten das Fest
Überschattet wurde das Fest aber von zwei Unglücksfällen. Ein Reisebus, der von Italien auf dem Weg zur Wiesn war, kippte auf der Autobahn 96 bei Buchloe im Ostallgäu um. Zwei Menschen starben, zahlreiche weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Die Reisegruppe der in Italien lebenden philippinischen Staatsangehörigen wollte auf dem Oktoberfest feiern.
Bereits am dritten Wiesntag starb ein 52-jähriger Sicherheitsmitarbeiter eines Fahrgeschäfts, nachdem er von einer Gondel getroffen worden war. Warum er in dem Bereich war, in dem er nicht sein sollte, wird noch ermittelt. Die Wiesn-Gemeinde gedachte seiner bei dem traditionellen Gottesdienst.
Die Wiesn, die als größtes Volksfest der Welt gilt, dauert bis zum 4. Oktober.
Zu voll? Wie die Festleitung Überfüllung verhindert
Zu der entspannten Atmosphäre trug nach Ansicht von Wiesnchef Scharpf eine Kampagne bei, mit der die Festleitung für Besuche unter der Woche geworben hatte, um die Besucherströme zu entzerren. Unter der Woche seien 18,5 Prozent mehr Gäste gekommen, die Zahlen an den Wochenenden lägen leicht unter Vorjahresniveau.
Bewährt habe sich das optimierte Sicherheitskonzept mit KI-gestützten Videokameras und einem Crowdspotter, der das Geschehen beobachtet und mit Durchsagen lenkend eingreifen kann. «Es ist ein Quantensprung für die Sicherheit auf der Wiesn», sagte Scharpf.
Am Samstag seien bei starkem Andrang zeitweise Eingänge gesperrt worden. Aber: «Es gab zu keiner Zeit solche Menschentrauben, wie wir sie letztes Jahr hatten.» Damals entging das Fest womöglich knapp einer Katastrophe, als es für viele Menschen nicht mehr vor- und zurückging.
Saures Radler im Trend
Die Gäste griffen bei den Getränken oft zu saurem Radler. Sogar der Wiesnchef wirkt davon überrascht: Er könne sich das nicht recht vorstellen, werde das In-Getränk nun aber selbst probieren, sagte Scharpf. Der Konsum von Festbier war leicht rückläufig, dafür war Weißbier beliebter. Ansonsten wurden gerne bestellt und konsumiert: Käsespätzle, Bratwürste, halbe Hendl und Ochsen.
Souvenirs: Herzerl gegen Hendlhut
Bei den Souvenirs kommt der Hendlhut etwas aus der Mode - was nicht unbedingt ein Schaden sei, findet zumindest Scharpf. Dafür kaufen auch ausländische Besucher gerne Lebkuchenherzen. Manchmal müsse die Aufschrift übersetzt werden: «Fescher Bua» wäre für Italiener, die an diesem sogenannten Italienerwochenende zuhauf das Fest stürmen, ungefähr: «bel ragazzo». Auch Pins seien gefragt, ein leicht transportables Souvenir. Maßkrüge, noch immer gerne einfach so mitgenommen, sind kein Souvenir, sondern Diebesgut.
Fundsachen und geheime Kräfte der Wiesn
Warum auch immer: Die Fundsachen gingen um 40 Prozent zurück. Zu den zurückgebliebenen Kuriosa zählten ein Bildband über Tibet und ein Rollator. «Möglicherweise hat das Festbier solche Kräfte entfaltet, dass der Rollator nicht mehr nötig war», sinnierte Scharpf.
Das Wetter
Das Wetter - über das sonst gelegentlich ein Klageleid angestimmt wird - war geradezu perfekt: Temperaturen um die 20 Grad und darüber Sonne sowie meist wolkenloser Himmel.
Die Prominenz
Auch viele Promienten feierten mit. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt kam mit seinem italienischen Amtskollegen Matteo Piantedosi. Auch dabei waren unter anderem Arnold Schwarzenegger, Michael Ballack, Oliver Pocher, Andreas Gabalier, Regine Sixt, Florian Silbereisen, Cathy Hummels und die Geissens.
Der Wiesnhit
Bisher Fehlanzeige. Oft gespielt werde «Gute Laune» von dem Duo GroßstadtEngel. 2025 war der Wiesnhit laut Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) «Brenna Tuats Guat» von Hubert von Goisern.
Sicherheit auf der Wiesn
Rund 600 Polizisten und eine vierstellige Zahl von Ordnern sind im Einsatz. Das Gelände wird 56 polizeilichen Videokameras ausgeleuchtet - nichts soll verborgen bleiben. So auch ein ungewöhnlicher Diebstahl, der einen 90-jährigen Wiesngast traf: Ein 52-Jähriger stahl ihm den Rollator. Videobilder lenkten die Polizei zum Dieb, er wurde festgenommen. Wozu der Mann den Rollator haben wollte, blieb unklar.
Insgesamt registrierte die Polizei bislang rund 470 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, Anzeigen gab es auch wegen Körperverletzung, sexueller Belästigung und Upskirting, also das Filmen unter den Rock. Verzeichnete Drogendelikte stiegen um fast 50 Prozent. Hauptdroge: Kokain.
Drohnen-Vorfälle
Dutzende Drohnen wurden gesichtet und teils vom Himmel geholt - während der Wiesn gelten strikte Flugbeschränkungen. Meist wollten Hobbypiloten ein spektakuläres Luftbild schießen. «Lasst Eure Drohne während der Wiesn einfach am Boden», mahnt Polizeisprecher Christian Drexler.
Nähen, impfen, ausnüchtern: Was die Wiesn-Ärzte beschäftigt
Zu voll war ein Großteil der Gäste in der Wiesn-Sanitätsstation. Die größte Gruppe der 4.242 Patienten, nämlich 35 Prozent, war von «alkoholbedingten Problemen» betroffen. 66 Opfer des extra-starken Bieres durften im «Hotel Aicher» übernachten: Die Sanitätsstation betreut Patienten über Nacht und entlastet so die Münchner Kliniken.
Daneben beschäftigten die Helfer Verletzungen, Kreislaufzusammenbrüche und andere internistische Probleme. Sportliches Pech hatte etwa ein Berliner, der sich beim Armdrücken den Arm brach. Erstmals setzen die Ärzte Impfwilligen den Piks gegen Influenza oder Covid-19. Hunderte kamen dazu auf die Wiesn.
A 250 kilo bomb from the Second World War was found during construction work by Deutsche Bahn in Rosenheim. Around 1,500 residents have to be evacuated for defusing by the explosive ordnance disposal service; Train and road traffic are affected.
A massive water pipe burst in Berlin-Siemensstadt released over a million liters of water overnight. 1,200 residents are without electricity and water, basements of 14 residential buildings and an industrial building were flooded, and streets were washed out.

Several changes will come into force in Germany in October: A fuel discount of 17 cents per liter due to a reduction in energy tax on diesel and gasoline applies from October 1st to December 31st. A gradual ban on alcohol at all 5,400 train stations is intended to improve safety and cleanliness. The switch to winter time will take place on October 25th, with clocks going back from 3:00 a.m. to 2:00 a.m. In addition, the hedge protection period in the garden ends from October 1st, a central precautionary register enables digital deposit of precautionary documents by notaries and lawyers, and from October 10th stricter EU rules apply to certain PFAS chemicals in clothing and cosmetics.
Paula Löber from the Saale-Unstrut wine-growing region in Saxony-Anhalt was crowned the 78th German Wine Queen. She prevailed against four competitors in the final in Neustadt/Weinstrasse. The competition has recently also been opened to men. Winemakers are satisfied with the 2026 vintage, but warn that yields will be below average due to drought.

The 191st Oktoberfest in Munich has begun. Mayor Dominik Krause opened the festival in the Schottenhamel tent with two taps at the tapping of the barrel. Despite long waiting times and large crowds, entry to Theresienwiese was largely orderly.

The state funeral for Diana, Princess of Wales took place on September 6, 1997. The ceremony in Westminster Abbey was remembered for emotional moments and the critical eulogy of her brother, Charles, 9th Earl Spencer.