Olympiasieger Ronald Rauhe wird Staatsminister für Ehrenamt und Sport
Quick Look
- Der zweifache Olympiasieger im Kanu, Ronald Rauhe, wird neuer Staatsminister für Ehrenamt und Sport im Kanzleramt.
- Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte die Ernennung auf Instagram an.
- Rauhe betonte die Wertschätzung für Ehrenamtliche und nannte als Aufgaben die Gründung der Spitzensport-Agentur und die Bewerbung um Olympische Spiele.
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Why It Matters
Ronald Rauhe ist zweifacher Olympiasieger im Kanu und Sportsoldat. Er war seit 2025 stellvertretender Vorsitzender des Europäischen Olympischen Komitees und beendete seine aktive Karriere nach den Olympischen Spielen 2021 in Tokio. Die Position des Staatsministers für Ehrenamt und Sport wurde vakant, nachdem Christiane Schenderlein ins Gesundheitsministerium wechselte.
Der zweifache Olympiasieger im Kanu, Ronald Rauhe, wird neuer Staatsminister für Ehrenamt und Sport im Kanzleramt. Das gab Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf Instagram bekannt. "Herr Staatsminister, herzlich willkommen. Ich freue mich sehr, willkommen im Team", sagte Merz in dem Video. Er wolle damit ein Zeichen setzen, dass man den Sport als wichtiges Aufgabenfeld sehe, erklärte er.
Rauhe sagte, dass ihn die Ernennung zum Staatsminister sehr berühre. Er versprach, sich für die vielen Ehrenamtlichen in Deutschland einzusetzen, die Großes leisteten, aber nur selten eine Bühne oder Applaus dafür erhielten. "Sie verdienen weniger Hürden, mehr Unterstützung und vor allem unsere volle Wertschätzung", sagte er.
Zwei Mal olympisches Gold über 500 Meter
Rauhe ist Sportsoldat und hat Sportmarketing studiert. Seit 2025 ist er stellvertretender Vorsitzender des Europäischen Olympischen Komitees. Im ZDF ist er als Kanu-Experte zu sehen.
2004 gewann Rauhe in Athen im Zweier die Olympische Goldmedaille über 500 Meter. Bei den 2021 ausgetragenen Olympischen Spielen von Tokio sicherte er sich im Vierer Gold über 500 Meter. Weltmeister wurde er 16 Mal. Nach den Spielen in Tokio beendete er seine Karriere.
Viele Herausforderungen und Zeitdruck
Nun steht Rauhe in der politischen Verantwortung - und symbolisch an der Spitze von Team Germany. Dabei stehen ihm große Herausforderungen bevor. Zum einen muss er die Gründung der Spitzensport-Agentur mit Sitz in Leipzig vorantreiben, um die Reform im deutschen Leistungssport umzusetzen.
Überdies hat sich Sport-Deutschland auf die Fahnen geschrieben, sich wieder um Olympische Spiele zu bewerben. Und die Zeit eilt: Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheidet am 26. September auf seiner Sonder-Mitgliederversammlung in Baden-Baden, ob Berlin, München oder die Region Rhein-Ruhr mit Köln als Zentrum nominiert wird. Der DOSB hat beim Internationalen Olympischen Komitee offiziell schon sein Interesse an den Sommerspielen 2036, 2040 oder 2044 hinterlegt.
Führungslos im Olympia-Auswahlprozess
Der 44-jährige Rauhe folgt auf Christiane Schenderlein (CDU), die Ende Juli als parlamentarische Staatssekretärin ins Gesundheitsministerium gewechselt war. Mit der Entscheidung für Rauhe ist der Kabinettsumbau nach dem Rücktritt von Jens Spahn als CDU-Fraktionschef abgeschlossen.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Der DOSB wird am 26. September in Baden-Baden über die Bewerbungsstadt für Olympische Spiele entscheiden.
Very likely · Within days
Ronald Rauhe wird die Gründung der Spitzensport-Agentur in Leipzig vorantreiben.
Likely · Within months
Open Questions
- Wie wird die Gründung der Spitzensport-Agentur in Leipzig konkret umgesetzt?
- Welche konkreten Maßnahmen plant Rauhe zur Unterstützung von Ehrenamtlichen?
- Wie wird die Bewerbung um Olympische Spiele 2036/2040/2044 finanziell und logistisch gestaltet?




